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Manager Business Development

Manager Business Development erschließen neue Märkte, Kunden und Geschäftsfelder für ein Unternehmen. Sie analysieren Marktpotenziale, bauen Partnerschaften auf und begleiten neue Angebote von der Idee bis zum ersten Umsatz.

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Gehalt

Was man als Manager Business Development verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.400 € 4.000 € 4.800 € 48.000 €
Mit Berufserfahrung 4.500 € 5.500 € 7.000 € 66.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.000 € 7.500 € 11.000 € 90.000 €

Einen Tarifvertrag gibt es in dieser Rolle nur ausnahmsweise, etwa in tarifgebundenen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie. Entscheidend sind Branche, Unternehmensgröße und der variable Anteil, der je nach Zielerreichung zehn bis dreißig Prozent des Jahresgehalts ausmachen kann; Software und Industrie zahlen deutlich mehr als Handel oder kleine Dienstleister.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Manager Business Development?

Business Development liegt zwischen Vertrieb, Marketing und Strategie. Wer diese Rolle ausfüllt, sucht nach Wachstum, das mit dem bestehenden Geschäft nicht mehr zu erreichen ist: neue Kundensegmente, neue Regionen, neue Produkte oder Kooperationen mit anderen Unternehmen. Der Alltag besteht zu einem großen Teil aus Analyse und Gesprächen. Marktdaten werden ausgewertet, Wettbewerber beobachtet, Zielkunden recherchiert und angesprochen. Aus ersten Kontakten werden Pilotprojekte, aus Pilotprojekten Verträge. Parallel entstehen Business Cases mit Umsatz- und Kostenannahmen, die der Geschäftsführung vorgelegt werden.

Die Tätigkeit ist stark abhängig vom Unternehmen. In einem Start-up bedeutet Business Development häufig operativen Vertrieb mit Kaltakquise und eigener Angebotserstellung. In einem Konzern ist die Rolle analytischer, mit langen Abstimmungswegen, Gremienterminen und Zusammenarbeit mit Produktmanagement, Recht und Controlling. Gemeinsam ist beiden, dass Ergebnisse an Zahlen gemessen werden.

Wie wird man Manager Business Development?

Der übliche Weg führt über ein Studium, meist Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik oder ein technisches Fach mit betriebswirtschaftlicher Zusatzqualifikation. In technischen Branchen zählt Fachwissen über das Produkt oft mehr als der Abschluss selbst. Eine Ausbildung im Beruf gibt es nicht, es ist keine geschützte Bezeichnung.

Der Einstieg erfolgt selten direkt. Verbreitet sind Vorstationen im Vertrieb, im Key Account Management, im Produktmanagement, in der Unternehmensberatung oder im Marketing. Wer aus dem Vertrieb kommt, bringt Kundenzugang mit, wer aus der Beratung kommt, Analysemethodik. Der Quereinstieg gelingt auch Fachleuten aus Technik oder Wissenschaft, die ihr Marktsegment gut kennen und Verhandlungssicherheit mitbringen. Verhandlungsfähiges Englisch ist in international tätigen Unternehmen Voraussetzung.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist zielgetrieben. Umsatz- und Pipeline-Ziele stehen im Vertrag oder in der variablen Vergütung, und sie werden regelmäßig überprüft. Wer neue Märkte erschließt, arbeitet dabei mit hoher Unsicherheit: Ein großer Teil der Initiativen scheitert, oft erst nach Monaten Aufwand. Das erfordert Frustrationstoleranz und die Fähigkeit, Absagen nicht persönlich zu nehmen.

Reisetätigkeit gehört meist dazu, von einzelnen Messeterminen bis zu mehreren Tagen pro Woche unterwegs. Die Arbeitszeiten sind formal flexibel, faktisch bestimmen Kundentermine, Zeitzonen und Abschlusstermine den Kalender. Überstunden sind verbreitet und werden häufig pauschal abgegolten. Wer intern Widerstand nicht aushält, tut sich schwer: Neue Geschäftsfelder binden Ressourcen, die andere Abteilungen für sich beansprucht haben. Ein Großteil der Rolle besteht deshalb aus Überzeugungsarbeit im eigenen Haus.

Aussichten

Die Nachfrage ist solide, aber konjunkturabhängig. In Phasen der Zurückhaltung streichen Unternehmen zuerst Wachstumsprojekte, was diese Positionen unsicherer macht als etwa Buchhaltung oder Produktion. Gute Chancen bestehen in Software, erneuerbaren Energien, Medizintechnik und Logistik.

Entwicklungswege führen zur Leitung eines Bereichs Business Development, in die Vertriebsleitung, ins Produktmanagement oder in die Geschäftsführung kleinerer Einheiten. Wer Branchen- und Kundennetzwerk aufgebaut hat, hat auch außerhalb des Unternehmens Marktwert; ein Wechsel innerhalb derselben Branche ist der häufigste Karriereschritt.

Aufgaben

  • Märkte, Wettbewerber und Kundensegmente analysieren
  • potenzielle Kunden und Partner identifizieren und ansprechen
  • Business Cases und Wachstumsstrategien für die Geschäftsführung erstellen
  • Verträge, Kooperationen und Preise verhandeln
  • Pilotprojekte mit Neukunden begleiten und auswerten
  • interne Abstimmung mit Produktmanagement, Recht und Controlling
  • Pipeline, Angebote und Abschlüsse im CRM-System pflegen
  • auf Messen und Branchenveranstaltungen Kontakte aufbauen

Voraussetzungen

  • abgeschlossenes Studium in Wirtschaft, Technik oder einem branchennahen Fach
  • Erfahrung im Vertrieb, Produktmanagement, Marketing oder in der Beratung
  • verhandlungssicheres Deutsch und Englisch
  • Sicherheit im Umgang mit Zahlen, Excel und CRM-Systemen
  • Bereitschaft zu Dienstreisen, häufig mit Führerschein Klasse B
  • Belastbarkeit bei Zielvorgaben und häufigen Absagen

Wo man arbeitet

  • Industrie- und Technologieunternehmen
  • Software- und IT-Firmen
  • Start-ups und Scale-ups
  • Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen
  • Handels- und Logistikunternehmen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen oder einem technischen Fach, in der Regel drei bis fünf Jahre. Danach folgen meist zwei bis fünf Jahre in einer angrenzenden Rolle wie Vertrieb, Key Account Management oder Beratung, bevor der Wechsel ins Business Development gelingt. Eine geschützte Berufsbezeichnung oder duale Ausbildung existiert nicht.

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