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Teamassistent

Teamassistenten organisieren den Büroalltag einer Abteilung oder eines Teams: Termine, Reisen, Korrespondenz, Ablage und Unterlagen. Sie halten den administrativen Betrieb am Laufen, damit sich Fachkräfte und Führungskräfte auf ihre Aufgaben konzentrieren können.

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Gehalt

Was man als Teamassistent verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.800 € 3.200 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.400 € 3.900 € 40.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.400 € 4.000 € 4.900 € 48.000 €

Entscheidend sind Branche und Betriebsgröße: Im öffentlichen Dienst richtet sich die Bezahlung nach dem TVöD, meist Entgeltgruppe 5 bis 8, in der Industrie und in Banken liegen die Gehälter oft darüber, in kleinen Büros, Agenturen und im Sozialbereich deutlich darunter. Englischkenntnisse, Fachaufgaben in Buchhaltung oder Personal und ein Standort wie München, Frankfurt oder Hamburg heben das Niveau merklich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Teamassistent?

Teamassistenten übernehmen die organisatorische und administrative Arbeit für eine Abteilung, ein Projektteam oder mehrere Führungskräfte. Der Tag beginnt oft mit dem Postfach: Anfragen sortieren, Termine bestätigen, Besprechungsräume buchen, Kollisionen im Kalender auflösen. Dazu kommen Dienstreisen von der Buchung bis zur Reisekostenabrechnung, das Vorbereiten von Präsentationen und Protokollen, das Pflegen von Verteilerlisten, Urlaubsplänen und Ablagestrukturen sowie die Bestellung von Büromaterial.

Ein großer Teil der Arbeit ist Kommunikation. Teamassistenten sind Anlaufstelle für Kunden, Lieferanten, Bewerber und interne Abteilungen. Sie nehmen Anrufe an, geben Auskunft, leiten weiter und wissen meist am besten, wer im Haus für welches Thema zuständig ist. In vielen Betrieben kommen fachliche Aufgaben hinzu: Rechnungen vorerfassen, Angebote schreiben, Verträge zur Unterschrift vorbereiten, Zahlen in Excel zusammenstellen oder Daten im CRM- und ERP-System pflegen. Je nach Branche geht das in Richtung Personal, Buchhaltung, Marketing oder Vertrieb.

Wie wird man Teamassistent?

Der klassische Weg ist eine kaufmännische Ausbildung, meist Kaufmann für Büromanagement, Industriekaufmann oder Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und lässt sich bei guten Vorleistungen verkürzen. Auch Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, Hotelfachkräfte oder Medizinische Fachangestellte finden häufig in Assistenzstellen.

Die Stelle ist ein typischer Einstieg für Quereinsteiger. Wer sicher formuliert, Office-Programme beherrscht und Erfahrung im Kundenkontakt mitbringt, hat auch ohne passenden Abschluss Chancen, etwa nach einem abgebrochenen Studium oder aus dem Einzelhandel. Umschulungen und geförderte Weiterbildungen zur Büro- oder Bürofachkraft sind verbreitet. In internationalen Unternehmen ist verhandlungssicheres Englisch oft die eigentliche Eintrittskarte.

Was der Beruf verlangt

Teamassistenz heißt Arbeiten mit vielen Unterbrechungen. Wer Konzentration nur bei Ruhe findet, tut sich schwer. Prioritäten wechseln mehrmals täglich, Aufgaben kommen von mehreren Personen gleichzeitig, und selten ist klar geregelt, wessen Anliegen zuerst kommt. Dazu gehört, freundlich Grenzen zu setzen und auch unter Zeitdruck sorgfältig zu bleiben, denn Fehler in Terminen, Abrechnungen oder Verträgen fallen unmittelbar auf.

Die Arbeitszeiten sind meist geregelt, Büro von Montag bis Freitag, teils mit Gleitzeit und anteiligem Homeoffice. Belastend ist eher die Rolle: Assistenzarbeit wird oft erst sichtbar, wenn sie fehlt, und die Wertschätzung hängt stark vom Team ab. Auch die Bezahlung liegt in vielen Betrieben unter dem, was der Verantwortungsumfang vermuten lässt. Routineaufgaben wie Ablage, Reisekosten oder Raumbuchung nehmen viel Zeit ein und werden zunehmend durch Software vereinfacht.

Aussichten

Assistenzstellen werden laufend gesucht, besonders in Kanzleien, Beratungen, Bau- und Ingenieurbüros sowie im Gesundheitswesen. Gleichzeitig verschiebt sich das Aufgabenprofil: Einfache Sekretariatstätigkeiten fallen weg, gefragt sind Assistenzen, die eigene Themen übernehmen, Projekte begleiten und Zahlen aufbereiten.

Entwicklungswege führen in die Team- oder Büroleitung, in die Vorstandsassistenz oder in eine Fachabteilung, etwa Personal, Einkauf, Controlling oder Marketing. Weiterbildungen zum Fachwirt für Büro- und Projektorganisation, zum Personalfachkaufmann oder eine Spezialisierung auf Buchhaltung erhöhen sowohl Verantwortung als auch Verdienst deutlich.

Aufgaben

  • Termine koordinieren und Besprechungen vorbereiten
  • Dienstreisen buchen und Reisekosten abrechnen
  • Korrespondenz auf Deutsch und Englisch erledigen
  • Präsentationen, Protokolle und Auswertungen erstellen
  • Telefon und Postfach als erste Anlaufstelle betreuen
  • Rechnungen, Angebote und Verträge vorbereiten
  • Ablage, Verteilerlisten und Stammdaten pflegen
  • Büromaterial und Dienstleister bestellen und verwalten

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung oder vergleichbare Büroerfahrung
  • Sicherer Umgang mit Word, Excel, Outlook und Teams
  • Gutes schriftliches Deutsch, in vielen Stellen zusätzlich Englisch
  • Organisationstalent und die Fähigkeit, Aufgaben zu priorisieren
  • Verbindliches, freundliches Auftreten am Telefon und im Kontakt
  • Diskretion im Umgang mit Personal- und Vertragsdaten

Wo man arbeitet

  • Industrie- und Handelsunternehmen
  • Kanzleien, Steuerberatungen und Beratungsgesellschaften
  • Behörden, Hochschulen und öffentliche Einrichtungen
  • Kliniken und Einrichtungen im Gesundheitswesen
  • Agenturen, Ingenieur- und Architekturbüros

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung, meist als Kaufmann für Büromanagement oder Industriekaufmann, mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer. Der Einstieg gelingt auch über eine Umschulung oder als Quereinsteiger mit Büro- und Kundenerfahrung. Wer aufsteigen will, setzt später einen Fachwirt oder eine fachliche Spezialisierung auf.

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