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Bildung & Soziales

Kaufmann für Büromanagement

Kaufleute für Büromanagement organisieren den Schreibtischbetrieb einer Einrichtung: Sie bearbeiten Post und E-Mails, führen Termine und Akten, schreiben Rechnungen und sind meist die erste Ansprechperson für Anfragen von außen.

24 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Kaufmann für Büromanagement verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.500 € 2.900 € 30.000 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 3.000 € 3.500 € 36.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.000 € 3.500 € 4.300 € 42.000 €

Bei öffentlichen, kirchlichen und größeren freien Trägern richtet sich die Bezahlung nach Tarif, meist TVöD, TV-L oder AVR der Caritas und Diakonie, typischerweise in den Entgeltgruppen 5 bis 8. In kleinen Einrichtungen und Betrieben ohne Tarifbindung liegt das Gehalt deutlich niedriger, außerdem sind viele Stellen im Bildungs- und Sozialbereich nur in Teilzeit ausgeschrieben.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Kaufmann für Büromanagement?

Kaufleute für Büromanagement halten den Verwaltungsbetrieb am Laufen. Sie öffnen und verteilen die Post, beantworten Anrufe und E-Mails, legen Vorgänge ab und finden sie wieder, schreiben Protokolle, bestellen Material und rechnen Reisekosten ab. In Schulen, Kitas, Hochschulen und Trägern der freien Wohlfahrtspflege kommen typische Aufgaben des Bildungs- und Sozialbereichs hinzu: Anmeldungen und Kursbelegungen erfassen, Teilnehmerlisten und Anwesenheiten führen, Elternbeiträge oder Kursgebühren abrechnen, Nachweise für Fördermittel zusammenstellen, Verwendungsnachweise vorbereiten. Wer im Sekretariat einer Schule sitzt, versorgt außerdem Kinder mit Pflastern, nimmt Krankmeldungen an und beruhigt aufgebrachte Eltern am Telefon.

Der Alltag besteht aus vielen kleinen Vorgängen, die parallel laufen und ständig unterbrochen werden. Gearbeitet wird mit Textverarbeitung, Tabellen, E-Mail und einer Fachsoftware für Verwaltung, Buchhaltung oder Schülerdaten. Genauigkeit zählt mehr als Tempo, weil Fehler in Abrechnungen und Fristen später Arbeit für andere machen.

Wie wird man Kaufmann für Büromanagement?

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, in der Praxis stellen Betriebe meist mit mittlerem Abschluss ein, öffentliche Arbeitgeber häufig auch mit Abitur. Während der Ausbildung werden zwei Wahlqualifikationen gewählt, etwa Assistenz und Sekretariat, kaufmännische Steuerung, Personalwirtschaft oder Verwaltung und Recht. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen Teil und einer praxisbezogenen Fachaufgabe.

Quereinstieg kommt vor, vor allem aus verwandten kaufmännischen Berufen, aus dem Handel oder nach Jahren als Bürokraft ohne Abschluss. Eine Umschulung über die Arbeitsagentur oder eine Externenprüfung bei der Kammer sind gangbare Wege. Für Stellen in öffentlichen Einrichtungen wird gelegentlich der Verwaltungsfachangestellte bevorzugt.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist körperlich leicht und mental oft anstrengend. Wer schlecht damit umgehen kann, dass drei Menschen gleichzeitig etwas wollen, wird im Sekretariat unglücklich. Freundlichkeit ist Teil der Arbeit, auch gegenüber Personen, die unfreundlich sind. Im Bildungs- und Sozialbereich sind Stellen häufig geteilt, befristet oder projektfinanziert, und in kleinen Einrichtungen sitzt man allein in der Verwaltung, ohne jemanden, der Vertretung übernimmt.

Die Arbeitszeiten sind in der Regel geregelt, Schichtdienst gibt es nicht, Teilzeit ist verbreitet und meist unproblematisch. Dafür ist die Bezahlung im mittleren Bereich, und der Aufstieg verläuft langsam, weil der Beruf oft als Assistenzfunktion gedacht wird. Stundenlanges Sitzen am Bildschirm belastet Rücken und Augen.

Aussichten

Bürokaufleute werden weiterhin überall gebraucht, die Zahl der Stellen wächst aber nicht, weil Standardvorgänge zunehmend digital ablaufen. Gefragt sind Kräfte, die Fachsoftware sicher beherrschen und Abläufe selbst organisieren, nicht nur abtippen. Weiterentwicklung führt über Spezialisierung in Lohnbuchhaltung, Personalsachbearbeitung, Finanzbuchhaltung oder Fördermittelverwaltung, über Fortbildungen zum Fachwirt oder Bilanzbuchhalter oder über den Wechsel in die Sachbearbeitung einer größeren Verwaltung. Im öffentlichen Dienst und bei kirchlichen Trägern sind Stellen vergleichsweise sicher.

Aufgaben

  • Post, E-Mails und Telefonanfragen bearbeiten und weiterleiten
  • Termine, Besprechungen und Raumbelegungen koordinieren
  • Akten, Anmeldungen und Teilnehmerdaten führen und pflegen
  • Rechnungen, Gebühren und Reisekosten erstellen und prüfen
  • Protokolle, Schreiben und Statistiken anfertigen
  • Büromaterial und Bestellungen verwalten
  • Unterlagen für Fördermittel und Verwendungsnachweise zusammenstellen
  • Besucher, Eltern und Teilnehmende empfangen und informieren

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung, meist Kaufmann für Büromanagement
  • Sicheres Deutsch in Wort und Schrift, Rechtschreibung und Ausdruck
  • Solide Kenntnisse in Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und E-Mail-Programmen
  • Sorgfalt bei Zahlen, Fristen und Ablage
  • Freundliches, geduldiges Auftreten im Umgang mit Publikum
  • Fähigkeit, mehrere Vorgänge parallel und trotz Unterbrechungen zu bearbeiten
  • Verschwiegenheit beim Umgang mit personenbezogenen Daten

Wo man arbeitet

  • Schulsekretariate und Hochschulverwaltungen
  • Kitas und Einrichtungen freier Träger
  • Bildungswerke, Volkshochschulen und Weiterbildungsanbieter
  • Verwaltungen von Wohlfahrtsverbänden und Sozialdiensten
  • Behörden und öffentliche Einrichtungen
  • Betriebe aller Branchen mit eigener Verwaltung

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement im Betrieb und in der Berufsschule, abgeschlossen mit der Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung auf zweieinhalb Jahre möglich. Quereinsteiger mit Büroerfahrung können den Abschluss über eine Umschulung oder eine Externenprüfung nachholen.

Offene Stellen als Kaufmann für Büromanagement

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