Zum Inhalt springen
Personal & Recruiting

Personalsachbearbeiter

Personalsachbearbeiter erledigen die verwaltende Seite der Personalarbeit: Arbeitsverträge, Zeiterfassung, Lohnvorbereitung, Bescheinigungen und Personalakten. Sie sind erste Ansprechperson für Beschäftigte bei Fragen zu Urlaub, Krankmeldung und Abrechnung.

50 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Personalsachbearbeiter verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.600 € 3.000 € 3.400 € 36.000 €
Mit Berufserfahrung 3.100 € 3.600 € 4.200 € 43.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.700 € 4.300 € 5.200 € 51.600 €

Entscheidend sind Tarifbindung und Branche: Im öffentlichen Dienst richtet sich die Bezahlung nach dem TVöD (meist Entgeltgruppe 8 bis 9b), in der Metall- und Elektroindustrie liegt sie deutlich darüber, in kleinen Betrieben ohne Tarifvertrag und in Steuerkanzleien oft am unteren Rand. Wer eigenständig Löhne abrechnet, verdient in der Regel mehr als reine Verwaltungskräfte.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Personalsachbearbeiter?

Personalsachbearbeiter halten die Personalverwaltung eines Betriebs am Laufen. Sie legen Personalakten an und pflegen sie, erstellen Arbeitsverträge, Nachträge, Zeugnisse und Bescheinigungen, melden neue Beschäftigte bei Sozialversicherung und Krankenkassen an und wieder ab. Sie prüfen Arbeitszeitkonten, korrigieren Fehlbuchungen, verwalten Urlaubsansprüche und Krankmeldungen und bereiten die monatliche Lohn- und Gehaltsabrechnung vor - in manchen Betrieben rechnen sie auch selbst ab, in anderen liefern sie die Daten an ein Steuerbüro oder ein zentrales Abrechnungsteam.

Dazu kommt Kommunikation: Beschäftigte fragen nach der Lohnsteuerklasse, nach Elternzeit, nach der Abrechnung von Überstunden. Führungskräfte wollen wissen, wie ein befristeter Vertrag verlängert wird. Behörden, Krankenkassen und Berufsgenossenschaften fordern Nachweise an. In kleineren Unternehmen übernehmen Personalsachbearbeiter zusätzlich Aufgaben der Personalbeschaffung, schreiben Stellen aus, koordinieren Bewerbungsgespräche und betreuen die Ausbildung.

Wie wird man Personalsachbearbeiter?

Der häufigste Weg führt über eine kaufmännische Ausbildung, meist Kaufmann für Büromanagement, Industriekaufmann oder Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Die Ausbildung dauert drei Jahre und lässt sich verkürzen. Anschließend qualifiziert man sich über Weiterbildungen zur Personalsachbearbeitung, zur Lohn- und Gehaltsabrechnung oder zum Personalfachkaufmann weiter. Auch ein Studium in Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Personal ist ein üblicher Einstieg, besonders in großen Unternehmen.

Der Quereinstieg ist möglich und kommt häufig vor: Wer aus der Buchhaltung, der Sachbearbeitung oder einer Verwaltungstätigkeit kommt, kann sich in die Personalthemen einarbeiten, oft begleitet von Lehrgängen bei Kammern oder privaten Anbietern. Entscheidend ist, dass man sich in Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht und Lohnsteuerrecht sicher bewegt und mit den gängigen Programmen umgehen kann, etwa DATEV Lohn, SAP HCM oder Personalwirtschaftssoftware kleinerer Anbieter.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist detailgetrieben und terminfest. Zum Monatsende drückt die Abrechnung, Fristen für Meldungen und Bescheinigungen sind gesetzlich vorgegeben, und Fehler wirken sich unmittelbar auf das Geld anderer Menschen aus. Wer Zahlen nicht mag oder Ungenauigkeit gewöhnt ist, wird hier unglücklich. Die Rechtslage ändert sich laufend, Fortbildung ist keine Kür.

Zugleich verlangt der Beruf Verschwiegenheit. Personalsachbearbeiter kennen Gehälter, Abmahnungen, Krankheitsdaten und Kündigungen, oft bevor die Betroffenen davon reden. Das erzeugt eine gewisse Distanz zu Kollegen. Es gibt unangenehme Gespräche, etwa über Lohnpfändungen oder Fehlzeiten. Die Arbeitszeiten sind dafür meist geregelt, Schichtdienst gibt es nicht, Teilzeit und Homeoffice sind vielfach möglich.

Aussichten

Jeder Betrieb ab einer bestimmten Größe braucht Personalverwaltung, entsprechend ist die Nachfrage stabil und über alle Branchen verteilt. Routinevorgänge werden zunehmend automatisiert, digitale Personalakten und Self-Service-Portale nehmen einfache Tätigkeiten ab. Gefragt bleibt, wer Sonderfälle beurteilen kann: Pfändungen, betriebliche Altersvorsorge, Entsendungen ins Ausland, Zeitwirtschaft in Schichtbetrieben.

Entwicklungswege führen über die Spezialisierung auf die Lohn- und Gehaltsabrechnung, über den Personalfachkaufmann in die Personalreferentenlaufbahn oder in die Leitung einer Personalabteilung. Auch der Wechsel in Steuerberatungskanzleien oder zu Abrechnungsdienstleistern ist ein gangbarer Weg.

Aufgaben

  • Arbeitsverträge, Nachträge und Zeugnisse erstellen
  • Personalakten anlegen und digital pflegen
  • Beschäftigte bei Sozialversicherung und Krankenkassen an- und abmelden
  • Lohn- und Gehaltsabrechnung vorbereiten oder durchführen
  • Arbeitszeitkonten, Urlaub und Fehlzeiten verwalten
  • Bescheinigungen für Behörden, Kassen und Beschäftigte ausstellen
  • Beschäftigte und Führungskräfte zu Personalfragen beraten
  • Stellenausschreibungen und Bewerbungsverfahren organisieren

Voraussetzungen

  • abgeschlossene kaufmännische Ausbildung oder betriebswirtschaftliches Studium
  • Grundkenntnisse im Arbeits-, Sozialversicherungs- und Lohnsteuerrecht
  • sicherer Umgang mit Excel und Personalsoftware wie DATEV oder SAP
  • sorgfältige, fristbewusste Arbeitsweise
  • Verschwiegenheit im Umgang mit sensiblen Daten
  • gute schriftliche Ausdrucksfähigkeit

Wo man arbeitet

  • Personalabteilungen von Industrie- und Handelsunternehmen
  • Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Wohlfahrtsverbände
  • Behörden und öffentliche Verwaltungen
  • Steuerberatungskanzleien und Lohnabrechnungsdienstleister
  • Personaldienstleister und Zeitarbeitsfirmen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Büromanagement oder Industriekaufmann, mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer. Darauf folgt meist eine Weiterbildung in Personalsachbearbeitung oder Lohn- und Gehaltsabrechnung, später möglich ist der Personalfachkaufmann als Fortbildungsabschluss. Auch ein Bachelor in Betriebswirtschaft mit Personalschwerpunkt führt in den Beruf.

Offene Stellen als Personalsachbearbeiter

In der Suche fortsetzen

Verwandte Berufe

Kaufmann für Büromanagement

Kaufleute für Büromanagement organisieren den Schreibtischbetrieb einer Einrichtung: Sie bearbeiten Post und E-Mails, führen Termine und Akten, schreiben Rechnungen und sind meist die erste Ansprechperson für Anfragen von außen.

Offene Stellen
21
Monatsbrutto
2.200 – 4.300 €

Lohn- und Gehaltsbuchhalter

Lohn- und Gehaltsbuchhalter berechnen monatlich die Löhne und Gehälter der Beschäftigten eines Unternehmens, führen Steuern und Sozialabgaben ab und betreuen die dazugehörigen Meldungen an Finanzamt und Krankenkassen.

Offene Stellen
18
Monatsbrutto
2.600 – 6.200 €

Personalreferent

Personalreferenten betreuen eine feste Gruppe von Beschäftigten in allen personalrelevanten Fragen: von der Einstellung über Verträge und Arbeitszeit bis zur Trennung. Sie sind Bindeglied zwischen Führungskräften, Belegschaft und Betriebsrat.

Offene Stellen
26
Monatsbrutto
2.900 – 7.000 €

Recruiter

Recruiter besetzen offene Stellen: Sie schreiben Anzeigen, sprechen Kandidaten an, führen Gespräche und begleiten Einstellungen bis zur Vertragsunterschrift. Der Beruf verbindet Vertrieb, Menschenkenntnis und Organisation.

Offene Stellen
17
Monatsbrutto
2.700 – 7.500 €

Arbeitsplatz.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz