Zum Inhalt springen
Logistik & Verkehr

Seitenschubmaststaplerfahrer

Seitenschubmaststaplerfahrer bewegen mit Schubmast- und Seitenstaplern Paletten und Langgut in Hochregal- und Schmalganglagern. Sie lagern Ware ein und aus, versorgen Kommissionier- und Verladezonen und arbeiten dabei oft in großer Höhe auf engem Raum.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Seitenschubmaststaplerfahrer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.250 € 2.500 € 2.800 € 30.000 €
Mit Berufserfahrung 2.450 € 2.750 € 3.100 € 33.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.700 € 3.000 € 3.500 € 36.000 €

Das Gehalt hängt stark davon ab, ob der Betrieb nach Tarif zahlt, etwa nach den Landestarifverträgen für den Groß- und Außenhandel oder für Speditionen und Logistik, oder ob über eine Zeitarbeitsfirma nach dem Tarifvertrag der Zeitarbeit (GVP/DGB) knapp über Mindestlohn entlohnt wird. Schicht- und Nachtzuschläge machen im Mehrschichtbetrieb einen spürbaren Teil des tatsächlichen Verdienstes aus, ebenso die Region, mit höheren Löhnen im Süden und Westen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Seitenschubmaststaplerfahrer?

Seitenschubmaststapler sind Flurförderzeuge, deren Hubmast nach vorn ausfährt und deren Gabel seitlich verschoben werden kann. Dadurch kommen sie mit schmalen Gängen aus und erreichen Regalfächer in acht bis zwölf Metern Höhe. Seitenstapler-Varianten nehmen die Last quer zur Fahrtrichtung auf und transportieren damit Langgut wie Stahlprofile, Rohre, Holzbalken oder Plattenware. Der Arbeitstag besteht aus vielen kurzen Fahrten: Paletten vom Wareneingang holen, mit dem Handscanner verbuchen, in den zugewiesenen Lagerplatz einstellen, Ware für Aufträge auslagern und an die Kommissionierung oder den Versand übergeben. Vor Schichtbeginn wird das Gerät geprüft, also Bremsen, Hydraulik, Batterie, Ketten und Warneinrichtungen. Beschädigte Paletten, falsch gelagerte Ware oder Bestandsdifferenzen werden gemeldet, bei Inventuren wird gezählt.

Wie wird man Seitenschubmaststaplerfahrer?

Eine eigene Berufsausbildung gibt es nicht. Voraussetzung ist ein Fahrausweis für Flurförderzeuge nach dem DGUV Grundsatz 308-001, der allgemein Staplerschein genannt wird. Die Grundausbildung dauert meist drei bis fünf Tage und endet mit einer theoretischen und praktischen Prüfung. Für Schubmast- und Seitenstapler kommt eine Zusatzausbildung für diese Bauart dazu, danach folgt die schriftliche Beauftragung durch den Arbeitgeber. Viele Betriebe verlangen eine arbeitsmedizinische Untersuchung zur Fahr- und Steuertätigkeit. Mindestalter ist in der Regel 18 Jahre. Der Einstieg gelingt häufig über Zeitarbeitsfirmen oder als Lagerhelfer, der im Betrieb zum Staplerschein geschickt wird. Wer sich weiter absichern will, macht eine Ausbildung zum Fachlageristen oder zur Fachkraft für Lagerlogistik, auch als Umschulung über die Agentur für Arbeit.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit verlangt dauerhafte Konzentration. Eine Palette in zehn Metern Höhe millimetergenau einzusetzen, während unten Kollegen und andere Fahrzeuge unterwegs sind, lässt wenig Raum für Unachtsamkeit, und Fehler können Verletzte oder hohe Sachschäden verursachen. Gutes räumliches Sehen und Schwindelfreiheit sind nötig. Man sitzt oder steht viele Stunden in der Kabine, Vibrationen und einseitige Haltung belasten Rücken und Nacken. In Tiefkühl- und Außenlagern kommen Kälte und Zugluft dazu. In großen Verteil- und Logistikzentren ist Schichtarbeit die Regel, oft im Zwei- oder Dreischichtsystem, teils mit Nacht- und Samstagsarbeit. Der Takt wird durch Leistungskennzahlen und Scanner-Daten gemessen, was in Spitzenzeiten vor Weihnachten oder bei Saisonware deutlichen Zeitdruck erzeugt. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich, besonders in der Zeitarbeit.

Aussichten

Staplerfahrer mit Schubmasterfahrung werden fast überall gesucht, vor allem im Umfeld großer Logistikstandorte. Der Bedarf ist stabil, weil Hochregallager zunehmen und viele Fahrer in den kommenden Jahren in Rente gehen. Langfristig verändern Automatisierung und fahrerlose Transportsysteme einen Teil der Lagerarbeit, in gemischten Lagern, bei Langgut und bei Sonderfällen bleibt die manuelle Bedienung aber gefragt. Wer weiterkommen will, kann die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik nachholen, Schichtführer oder Vorarbeiter werden, Kollegen einweisen oder sich über die IHK zum Logistikmeister weiterbilden. Auch der Wechsel in die Ausbildung von Staplerfahrern ist möglich.

Aufgaben

  • Paletten und Langgut im Wareneingang annehmen und einlagern
  • Ware aus Hochregalen und Schmalgängen auslagern
  • Lagerbewegungen per Handscanner oder Terminal buchen
  • Kommissionier- und Versandzonen mit Nachschub versorgen
  • Lkw und Container be- und entladen
  • Stapler vor Schichtbeginn auf Sicherheit prüfen und Mängel melden
  • Beschädigte Ware und Bestandsabweichungen dokumentieren
  • Bei Inventuren Bestände zählen und prüfen

Voraussetzungen

  • Fahrausweis für Flurförderzeuge nach DGUV Grundsatz 308-001 mit Zusatzausbildung für Schubmast- oder Seitenstapler
  • Mindestalter von 18 Jahren
  • Arbeitsmedizinische Eignung, gutes räumliches Sehvermögen und Schwindelfreiheit
  • Konzentrationsfähigkeit und sorgfältige, sicherheitsbewusste Arbeitsweise
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Samstagsarbeit
  • Grundkenntnisse im Umgang mit Scannern und Lagerverwaltungssystemen

Wo man arbeitet

  • Logistik- und Distributionszentren
  • Speditionen und Kontraktlogistiker
  • Groß- und Einzelhandelslager
  • Stahl-, Holz- und Baustoffhandel
  • Lager von Industrie- und Produktionsbetrieben
  • Zeitarbeitsfirmen

Der Weg in den Beruf

Eine geregelte Ausbildung gibt es nicht, der Einstieg erfolgt über den Staplerschein nach DGUV Grundsatz 308-001, der in drei bis fünf Tagen erworben wird, plus eine ein- bis zweitägige Zusatzausbildung für Schubmast- oder Seitenstapler. Wer sich beruflich absichern will, kann die zweijährige Ausbildung zum Fachlageristen oder die dreijährige zur Fachkraft für Lagerlogistik anschließen.

Offene Stellen als Seitenschubmaststaplerfahrer

In der Suche fortsetzen

Verwandte Berufe

Fachkraft für Lagerlogistik

Fachkräfte für Lagerlogistik nehmen Waren an, lagern sie ein, stellen Sendungen zusammen und versenden sie. Sie steuern Warenströme im Lager und arbeiten mit Gabelstapler, Scanner und Lagerverwaltungssoftware.

Offene Stellen
137
Monatsbrutto
2.300 – 4.500 €

Fachlagerist

Fachlageristen nehmen Waren an, kontrollieren sie, lagern sie ein und stellen Sendungen für den Versand zusammen. Der Beruf wird in einer zweijährigen Ausbildung erlernt und ist körperlich fordernd.

Offene Stellen
31
Monatsbrutto
2.200 – 4.000 €

Gabelstaplerfahrer

Gabelstaplerfahrer transportieren Waren und Paletten mit Flurförderzeugen innerhalb von Lagern, Produktionshallen und auf Werksgeländen. Sie be- und entladen Fahrzeuge, ein- und auslagern Ware und halten den Materialfluss in Gang.

Offene Stellen
49
Monatsbrutto
2.200 – 3.800 €

Kommissionierer

Kommissionierer stellen in Lagern und Versandzentren Waren nach Auftragslisten zusammen, verpacken sie und machen sie versandfertig. Die Arbeit ist körperlich, taktgebunden und läuft häufig im Schichtbetrieb.

Offene Stellen
66
Monatsbrutto
2.200 – 3.700 €

Lagerhelfer

Lagerhelfer nehmen Waren an, kommissionieren Bestellungen, packen Sendungen und halten Bestände in Ordnung. Der Einstieg ist ohne Ausbildung möglich, die Arbeit ist körperlich und läuft häufig im Schichtbetrieb.

Offene Stellen
51
Monatsbrutto
2.100 – 3.400 €

Arbeitsplatz.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Zur Reichweitenmessung nutzen wir Matomo auf unserem eigenen Server – ohne Cookies und mit gekürzter IP-Adresse. Keine Werbenetzwerke, kein Tracking über andere Seiten hinweg. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz