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Logistik & Verkehr

Lagerhelfer

Lagerhelfer nehmen Waren an, kommissionieren Bestellungen, packen Sendungen und halten Bestände in Ordnung. Der Einstieg ist ohne Ausbildung möglich, die Arbeit ist körperlich und läuft häufig im Schichtbetrieb.

7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Lagerhelfer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.300 € 2.600 € 27.600 €
Mit Berufserfahrung 2.300 € 2.550 € 2.900 € 30.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.600 € 2.900 € 3.400 € 34.800 €

Am unteren Rand liegt der gesetzliche Mindestlohn, viele Helferstellen bewegen sich knapp darüber. Deutlich mehr zahlen tarifgebundene Betriebe, etwa nach dem Tarifvertrag für Spedition und Logistik der jeweiligen Region oder den Branchentarifen der Metall- und Chemieindustrie; Zeitarbeit nach iGZ/BAP-Tarif liegt darunter. Schicht-, Nacht- und Kältezulagen können das Monatsbrutto um mehrere Hundert Euro erhöhen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Lagerhelfer?

Lagerhelfer sorgen dafür, dass Waren im Lager ankommen, gefunden werden und wieder hinausgehen. Der Tag beginnt oft an der Rampe: Paletten vom Lkw abnehmen, Lieferscheine mit dem Inhalt vergleichen, Beschädigungen melden. Danach wird eingelagert, meist mit Handhubwagen, Ameise oder Rollwagen, in Regalgassen mit festen Lagerplätzen.

Den größten Teil der Arbeitszeit nimmt in vielen Betrieben das Kommissionieren ein. Der Handscanner oder ein Sprachsystem gibt den Lagerplatz und die Menge vor, der Artikel wird entnommen, gescannt und auf den Kommissionierwagen gelegt. Anschließend werden Sendungen gepackt, gewogen, mit Versandlabeln versehen und für die Abholung bereitgestellt. Dazwischen liegen Aufgaben, die selten in Stellenanzeigen stehen: Kartonagen entsorgen, Paletten stapeln, Gassen fegen, bei Inventuren zählen, Retouren sichten und wieder einsortieren.

Das Arbeitstempo gibt in großen Distributionszentren die Software vor. Vorgabezeiten pro Position, Leistungskennzahlen und tägliche Auswertungen sind dort normal. In kleineren Lagern eines Handwerksbetriebs oder Großhändlers ist der Ablauf freier, dafür sind die Aufgaben gemischter, und man hat mehr Kontakt zu Fahrern und Kollegen aus dem Verkauf.

Wie wird man Lagerhelfer?

Es gibt keine Ausbildung für diese Tätigkeit. Eingestellt wird ohne formalen Abschluss, oft auch ohne Berufserfahrung; angelernt wird in wenigen Tagen direkt am Arbeitsplatz. Viele beginnen über Zeitarbeitsfirmen oder befristete Saisonverträge, etwa im Herbst vor dem Weihnachtsgeschäft. Wer dauerhaft bleiben will, verbessert seine Lage mit einem Staplerschein, der häufig vom Betrieb bezahlt wird, und mit Kenntnissen im Lagerverwaltungssystem. Deutsch auf einfachem Sprachniveau reicht in den meisten Lagern aus, Sicherheitsunterweisungen müssen aber verstanden werden. Wer länger bleibt, kann über eine Umschulung zur Fachkraft für Lagerlogistik oder zum Fachlageristen einen anerkannten Abschluss nachholen, teilweise gefördert durch die Arbeitsagentur.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich. Sechs bis acht Stunden Stehen und Gehen, mehrere Kilometer Laufstrecke pro Schicht, Heben und Tragen von Kartons, häufiges Bücken und Überkopfgreifen. Rücken, Knie und Schultern werden dauerhaft belastet. Hallen sind im Sommer heiß, im Winter zugig; in Kühl- und Tiefkühllagern wird bei Minusgraden gearbeitet.

Schicht ist die Regel: Früh und Spät im Wechsel, in Versand- und Lebensmittellagern auch Nacht und Wochenende. Die Zulagen dafür machen einen merklichen Teil des Monatseinkommens aus. Belastend ist für viele weniger die Anstrengung als die Monotonie und der Leistungsdruck durch Zeitvorgaben. Wer über Zeitarbeit einsteigt, muss mit unsicherer Planung, wechselnden Einsatzorten und Befristungen rechnen. Sorgfalt zahlt sich aus, weil Kommissionierfehler direkt beim Kunden ankommen und nachverfolgt werden.

Aussichten

Helfer werden im Lager laufend gesucht, besonders in Ballungsräumen mit großen Logistikzentren und in Spitzenzeiten des Onlinehandels. Eine Stelle zu finden ist meist leicht, eine gut bezahlte und unbefristete deutlich schwerer. Automatisierung verändert die Tätigkeit: Fördertechnik, Shuttlelager und automatische Sortieranlagen ersetzen einfache Transportwege, während Kommissionieren und Packen weiter von Menschen erledigt werden.

Der übliche Weg nach oben führt über den Staplerschein zum Staplerfahrer, dann zu Aufgaben wie Wareneingangskontrolle, Versandvorbereitung oder Vorarbeiter einer Schicht. Mit nachgeholtem Abschluss als Fachkraft für Lagerlogistik öffnen sich Positionen in der Lagerverwaltung, Disposition oder Schichtleitung.

Aufgaben

  • Waren annehmen und gegen Lieferschein prüfen
  • Artikel nach Scanner-Vorgabe kommissionieren
  • Sendungen verpacken, wiegen und labeln
  • Waren ein- und auslagern, Lagerplätze pflegen
  • Paletten mit Handhubwagen oder Stapler bewegen
  • Retouren sichten und wieder einsortieren
  • Bei Inventuren Bestände zählen
  • Lagerflächen und Verkehrswege sauber halten

Voraussetzungen

  • Kein Ausbildungsabschluss erforderlich, Anlernen im Betrieb
  • Körperliche Belastbarkeit, Heben und Tragen, langes Stehen und Gehen
  • Bereitschaft zu Schicht-, teils Nacht- und Wochenendarbeit
  • Sorgfalt und Zuverlässigkeit beim Kommissionieren
  • Einfache Deutschkenntnisse für Unterweisungen und Auftragsdaten
  • Staplerschein von Vorteil, oft nachträglich erwerbbar

Wo man arbeitet

  • Logistik- und Distributionszentren
  • Großhandels- und Speditionslager
  • Produktionsbetriebe mit eigenem Lager
  • Kühl- und Tiefkühllager der Lebensmittelbranche
  • Versandhandel und Paketumschlag
  • Zeitarbeitsfirmen mit Einsatz in Lagerbetrieben

Der Weg in den Beruf

Der Einstieg erfolgt ohne Ausbildung, die Einarbeitung dauert wenige Tage bis Wochen im Betrieb. Ein Staplerschein lässt sich in einem mehrtägigen Kurs erwerben und erweitert die Einsatzmöglichkeiten deutlich. Wer einen anerkannten Abschluss will, kann eine zwei- bis dreijährige Ausbildung oder eine geförderte Umschulung zum Fachlageristen oder zur Fachkraft für Lagerlogistik anschließen.

Offene Stellen als Lagerhelfer

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