Staplerfahrer
Staplerfahrer transportieren Paletten, Gitterboxen und Schwergut mit Gabelstaplern innerhalb von Lagern, Produktionshallen und auf Betriebshöfen. Sie be- und entladen Lkw und sorgen dafür, dass Ware am richtigen Platz landet.
46 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Staplerfahrer verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.500 € | 2.800 € | 30.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.500 € | 2.900 € | 3.300 € | 34.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.800 € | 3.200 € | 3.800 € | 38.400 € |
Entscheidend sind Tarifbindung und Branche: In der Metall- und Elektroindustrie oder der Chemie liegen die Entgelte deutlich über denen in Speditionen und Handelslagern, wo häufig der Tarifvertrag für Logistik und Speditionsdienstleistungen des jeweiligen Bundeslandes oder nur der Mindestlohn gilt. Zeitarbeit zahlt nach iGZ-Tarif und damit meist am unteren Rand; Schicht-, Nacht- und Kühlhauszulagen können das Monatsentgelt spürbar erhöhen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Staplerfahrer?
Der Arbeitstag beginnt meist mit der Abfahrtkontrolle: Reifen, Gabelzinken, Hydraulik, Bremsen und Warneinrichtungen werden geprüft, Mängel gemeldet. Danach geht es an die Aufträge, die entweder auf einem Handscanner, einem Staplerterminal oder auf Papier stehen. Staplerfahrer nehmen Lkw-Ladungen an, setzen Paletten auf Kontrollplätze, buchen Ware ins Lagerverwaltungssystem ein und bringen sie in Regalfächer, teils in Höhen von zehn Metern und mehr. Beim Auslagern kommissionieren sie ganze Paletten, stellen Sendungen an Rampentore und laden Fahrzeuge so, dass die Ladung gesichert ist und das Gewicht richtig verteilt liegt.
Je nach Betrieb kommen unterschiedliche Geräte zum Einsatz: Frontstapler mit Verbrennungs- oder Elektromotor, Schubmaststapler im Schmalgang, Hochregalkommissionierer, Schlepper oder Seitenstapler für Langgut. Wer in der Produktion arbeitet, versorgt Maschinen mit Material und fährt Fertigware ab, oft im Takt der Anlage. Dazu gehören Nebenaufgaben: Ladungsträger sortieren, Batterien wechseln oder laden, Wege freihalten, Bestände zählen, Bruchpaletten aussortieren.
Wie wird man Staplerfahrer?
Eine klassische Ausbildung gibt es nicht. Voraussetzung ist der Fahrausweis für Flurförderzeuge nach DGUV-Grundsatz 308-001, umgangssprachlich Staplerschein. Der Kurs dauert je nach Anbieter zwei bis fünf Tage und endet mit theoretischer und praktischer Prüfung. Voraussetzung sind Mindestalter 18 Jahre und eine arbeitsmedizinische Eignung, meist über die Untersuchung G25. Zusätzlich muss der Arbeitgeber schriftlich mit dem Führen des Geräts beauftragen und jährlich unterweisen.
Viele beginnen als Lagerhelfer und lassen sich intern schulen. Wer den Bereich langfristig als Beruf sieht, kann eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik anschließen, die drei Jahre dauert, oder die zweijährige zum Fachlager isten. Damit öffnen sich Aufgaben in Disposition, Bestandsführung und Schichtleitung. Der Quereinstieg ist einer der niedrigschwelligsten in der Logistik, gute Deutschkenntnisse für Unterweisungen und Sicherheitsvorschriften sind aber nötig.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit läuft in vielen Betrieben im Zwei- oder Dreischichtsystem, im Handel oft mit Nachtschicht, weil Filialen morgens beliefert werden. Kühlhäuser bedeuten dauerhaft Minusgrade, Umschlagbereiche an offenen Rampen sind im Winter kalt und zugig. Das Sitzen im Fahrerstand über Stunden belastet Rücken und Nacken, das ständige Drehen des Oberkörpers beim Rückwärtsfahren ebenso. Zwischendurch wird körperlich gearbeitet: Paletten richten, Folie schneiden, Ware umstapeln.
Der Zeitdruck ist real. Lkw haben Zeitfenster, Produktionslinien dürfen nicht stillstehen, Leistung wird oft über Bewegungen pro Stunde gemessen. Gleichzeitig ist Flurförderzeugverkehr unfallträchtig: Fußgänger im Weg, herabfallende Lasten, Kippgefahr bei zu hoch angehobener Ladung. Wer unaufmerksam oder hektisch fährt, gefährdet andere. Verlässlichkeit, Ruhe und ein gutes Raumgefühl zählen mehr als Schnelligkeit.
Aussichten
Staplerfahrer werden bundesweit gesucht, vor allem in Ballungsräumen mit großen Logistikzentren und in der Zulieferindustrie. Viele Stellen entstehen zunächst über Zeitarbeit, häufig mit der Aussicht auf Übernahme. Fahrerlose Transportsysteme übernehmen in modernen Lagern einfache Punkt-zu-Punkt-Fahrten, ersetzen aber bislang selten den flexiblen Einsatz im Wareneingang und beim Lkw-Beladen.
Entwicklung läuft über Zusatzqualifikationen: Kranschein, Ladungssicherung, Gefahrgut nach ADR, Erlaubnis für Hubarbeitsbühnen. Weiter geht es als Vorarbeiter, Schichtführer oder Lagermeister, mit Ausbildung auch in Richtung Logistikmeister.
Aufgaben
- Paletten und Gitterboxen mit Frontstapler oder Schubmaststapler transportieren
- Lkw an der Rampe be- und entladen, Ladung sichern
- Ware ein- und auslagern, auch in Hochregalen
- Buchungen im Lagerverwaltungssystem per Scanner erfassen
- Täglich Abfahrtkontrolle am Fahrzeug durchführen und Mängel melden
- Produktionslinien mit Material versorgen und Fertigware abfahren
- Bestände zählen, beschädigte Ware und Paletten aussortieren
Voraussetzungen
- Gültiger Fahrausweis für Flurförderzeuge nach DGUV 308-001
- Mindestalter 18 Jahre und arbeitsmedizinische Eignung, meist Untersuchung G25
- Gutes Raumgefühl, Aufmerksamkeit und Sinn für Sicherheitsabstände
- Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit
- Belastbarer Rücken, Wetter- und Kältetoleranz bei Rampen- und Kühlhausarbeit
- Deutschkenntnisse für Unterweisungen, Aufträge und Sicherheitsvorschriften
Wo man arbeitet
- Logistik- und Distributionszentren
- Produktionsbetriebe und Zulieferindustrie
- Speditionen und Umschlagterminals
- Groß- und Einzelhandelslager
- Kühl- und Tiefkühlhäuser
- Baustoff- und Holzhandel
Der Weg in den Beruf
Der Einstieg erfolgt in der Regel über einen Staplerkurs nach DGUV-Grundsatz 308-001, der zwei bis fünf Tage dauert und mit einer theoretischen und praktischen Prüfung endet. Ein Schulabschluss ist nicht zwingend, viele Betriebe schulen angelernte Lagerkräfte selbst. Wer sich weiterentwickeln will, kann die zweijährige Ausbildung zum Fachlageristen oder die dreijährige zur Fachkraft für Lagerlogistik anschließen.
Offene Stellen als Staplerfahrer
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Verwandte Berufe
Berufskraftfahrer
Berufskraftfahrer transportieren Güter oder Personen mit Lkw, Sattelzügen oder Bussen und sind für Ladung, Fahrzeug und Papiere verantwortlich. Der Arbeitsalltag findet überwiegend auf der Straße statt, oft mit langen Standzeiten und Nächten unterwegs.
- Offene Stellen
- 49
- Monatsbrutto
- 2.300 – 4.300 €
Fachkraft für Lagerlogistik
Fachkräfte für Lagerlogistik nehmen Waren an, lagern sie ein, stellen Sendungen zusammen und versenden sie. Sie steuern Warenströme im Lager und arbeiten mit Gabelstapler, Scanner und Lagerverwaltungssoftware.
- Offene Stellen
- 90
- Monatsbrutto
- 2.300 – 4.500 €
Fachlagerist
Fachlageristen nehmen Waren an, kontrollieren sie, lagern sie ein und stellen Sendungen für den Versand zusammen. Der Beruf wird in einer zweijährigen Ausbildung erlernt und ist körperlich fordernd.
- Offene Stellen
- 24
- Monatsbrutto
- 2.200 – 4.000 €
Kommissionierer
Kommissionierer stellen in Lagern und Versandzentren Waren nach Auftragslisten zusammen, verpacken sie und machen sie versandfertig. Die Arbeit ist körperlich, taktgebunden und läuft häufig im Schichtbetrieb.
- Offene Stellen
- 17
- Monatsbrutto
- 2.200 – 3.700 €
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