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Regionalleiter / Regional Project Manager

Regionalleiter verantworten mehrere Standorte, Filialen oder Projekte innerhalb einer festgelegten Region und führen die dortigen Teams oder Projektleitungen. Sie steuern Umsatz, Budgets und Personal und berichten an die Geschäftsführung oder Bereichsleitung.

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Gehalt

Was man als Regionalleiter / Regional Project Manager verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 4.000 € 4.900 € 6.000 € 58.800 €
Mit Berufserfahrung 5.000 € 6.300 € 8.000 € 75.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.500 € 8.200 € 12.000 € 98.400 €

Die Spanne ist groß, weil das Gehalt fast immer frei verhandelt wird und stark von Branche, Größe der Region und Umsatzverantwortung abhängt: Im Bau, in der Energietechnik und bei Konzernen liegt es deutlich über dem Niveau in Handel, Gastronomie und Pflege. Ein variabler Anteil von zehn bis dreißig Prozent an Zielerreichung sowie ein Firmenwagen sind üblich und in den genannten Werten nicht enthalten; tarifgebunden ist die Position nur selten, etwa bei Trägern im öffentlichen Dienst nach TVöD.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Regionalleiter?

Ein Regionalleiter trägt die Verantwortung für ein geografisch abgegrenztes Gebiet - je nach Unternehmen sind das fünf Filialen in einem Ballungsraum oder dreißig Standorte in halb Deutschland. Die Arbeit besteht darin, Zahlen zu lesen und daraus Handlungen abzuleiten: Umsätze und Kosten pro Standort auswerten, Abweichungen vom Plan erklären, Maßnahmen mit den Standortleitungen vereinbaren und deren Umsetzung nachhalten. Dazu kommen Personalthemen - Stellen besetzen, Führungskräfte einarbeiten, Konflikte klären, in schwierigen Fällen Trennungsgespräche führen.

Im projektbezogenen Zuschnitt, häufig als Regional Project Manager bezeichnet, steht statt der Filiale das Projekt im Mittelpunkt: Bauvorhaben, Anlagenmontagen, Rollouts von Technik oder Software an vielen Orten. Dann geht es um Terminpläne, Nachträge, Lieferanten, Abnahmen und die Koordination mehrerer Projektleiter. In beiden Varianten ist ein großer Teil der Woche mit Standortbesuchen, Videokonferenzen und Berichten an die Zentrale gefüllt.

Wie wird man Regionalleiter?

Es gibt keine Ausbildung zum Regionalleiter. Die Position wird fast immer aus dem eigenen Fach heraus erreicht: Wer im Handel eine große Filiale erfolgreich geführt hat, wer in der Gastronomie mehrere Betriebe kennt, wer im Bau Projekte im zweistelligen Millionenbereich abgewickelt hat, kommt in Frage. Üblich ist ein betriebswirtschaftliches, ingenieurwissenschaftliches oder branchenspezifisches Studium, im Handel und Handwerk auch eine Ausbildung mit anschließender Weiterbildung zum Betriebswirt oder Meister. Entscheidend sind fünf bis zehn Jahre Berufserfahrung und der Nachweis, dass man Menschen geführt und Budgets verantwortet hat. Quereinstiege aus benachbarten Branchen kommen vor, wenn das Führungsprofil überzeugt.

Was der Beruf verlangt

Die Reisetätigkeit ist der härteste Teil. Wer eine Region betreut, ist regelmäßig unterwegs, oft mit Übernachtungen; Feierabend ist im Auto oder im Hotel. Die Position sitzt zwischen zwei Seiten: Die Zentrale erwartet Ergebnisse, die Standorte erwarten Rückendeckung und Ressourcen. Wer beides nicht auseinanderhalten kann, verschleißt schnell. Arbeitszeiten sind selten geregelt, Erreichbarkeit am Abend und an Wochenenden wird in vielen Unternehmen stillschweigend erwartet, gerade wenn im Handel oder in der Gastronomie samstags Hochbetrieb ist.

Dazu gehört, unangenehme Entscheidungen zu vertreten, die man nicht selbst getroffen hat - Standortschließungen, Personalabbau, neue Vorgaben aus der Zentrale. Die Zielerreichung wird gemessen, häufig ist ein Teil des Einkommens daran gebunden. Wer Konflikte meidet oder Zahlen als notwendiges Übel betrachtet, ist in dieser Rolle falsch.

Aussichten

Regionale Führungspositionen gibt es in fast jeder Branche mit verteilten Standorten: Einzelhandel, Systemgastronomie, Pflege, Logistik, Bau, Energietechnik, Facility Management. Die Nachfrage ist stabil, weil erfahrene Führungskräfte mit Reisebereitschaft knapp sind. Wer sich bewährt, geht weiter in die Bereichs- oder Vertriebsleitung, in die Geschäftsführung einer Landesgesellschaft oder wechselt in eine zentrale Funktion mit weniger Reisen. Ein Wechsel in die Selbstständigkeit als Berater oder Franchisenehmer ist ebenfalls ein üblicher Weg. Umgekehrt gilt: Wird eine Region umstrukturiert, fällt die Ebene als erste weg.

Aufgaben

  • Umsatz-, Kosten- und Qualitätszahlen der Standorte auswerten
  • Standortleitungen oder Projektleiter fachlich und disziplinarisch führen
  • Jahresbudgets planen und Abweichungen gegenüber der Zentrale begründen
  • Standorte und Baustellen regelmäßig vor Ort besuchen und Ergebnisse dokumentieren
  • Personal auswählen, einarbeiten und bei Konflikten eingreifen
  • Projekte, Umbauten oder Neueröffnungen in der Region steuern
  • Vorgaben der Geschäftsführung in konkrete Maßnahmen übersetzen
  • Verträge mit Dienstleistern und Lieferanten verhandeln

Voraussetzungen

  • Mehrjährige Berufserfahrung in der Branche, davon mehrere Jahre mit Führungsverantwortung
  • Kaufmännisches oder technisches Studium beziehungsweise Ausbildung mit Weiterbildung zum Betriebswirt oder Meister
  • Sicherer Umgang mit Kennzahlen, Budgets und Auswertungen in Excel oder ERP-Systemen
  • Führerschein Klasse B und hohe Reisebereitschaft, oft mit Übernachtungen
  • Durchsetzungsfähigkeit und die Bereitschaft, unangenehme Gespräche zu führen
  • Arbeitsrechtliche Grundkenntnisse für Personalgespräche und Vertragsfragen
  • Englisch, wenn die Muttergesellschaft im Ausland sitzt

Wo man arbeitet

  • Filialunternehmen im Einzel- und Großhandel
  • Systemgastronomie und Hotelketten
  • Bau-, Montage- und Anlagenbaubetriebe
  • Träger von Pflegeeinrichtungen und Kliniken
  • Logistik- und Facility-Management-Dienstleister
  • Energieversorger und Technikdienstleister

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg führt über ein betriebswirtschaftliches, ingenieurwissenschaftliches oder branchenbezogenes Bachelorstudium von sechs bis acht Semestern oder über eine duale Ausbildung mit anschließender Aufstiegsfortbildung zum Fachwirt, Betriebswirt oder Meister. Danach folgen in der Regel fünf bis zehn Jahre Praxis mit wachsender Führungsverantwortung, etwa als Filial-, Standort- oder Projektleitung. Die Regionalleitung selbst wird intern besetzt oder über eine Direktbewerbung erreicht, einen eigenen Abschluss gibt es dafür nicht.

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