Zum Inhalt springen
Logistik & Verkehr

Mitarbeiter Logistik

Mitarbeiter in der Logistik nehmen Waren an, lagern sie ein, stellen Bestellungen zusammen und machen sie versandfertig. Die Arbeit findet in Lagerhallen und Versandzentren statt, häufig im Schichtbetrieb.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Mitarbeiter Logistik verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.400 € 2.800 € 28.800 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.800 € 3.300 € 33.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.300 € 4.000 € 39.600 €

Entscheidend sind Tarifbindung und Branche: In Betrieben unter dem Tarifvertrag für Spedition und Logistik oder mit Anbindung an die Metall- und Elektroindustrie liegen die Werte deutlich über denen von Zeitarbeit und tariffreien Kontraktlogistikern, die oft nahe am Mindestlohn zahlen. Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge sowie Schichtzulagen machen im Dreischichtbetrieb einen erheblichen Teil des Monatseinkommens aus.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Mitarbeiter Logistik?

Der Arbeitstag folgt dem Weg der Ware durch das Lager. Bei der Wareneingangskontrolle werden Lieferungen abgeglichen, Paletten auf Beschädigungen geprüft und Mengen im System erfasst. Danach wird eingelagert, entweder von Hand in Regalfächer oder mit Flurförderzeug in Hochregale. Der größte Teil der Zeit geht meist in die Kommissionierung: Nach Pickliste, Handscanner oder Sprachsteuerung werden Artikel aus den Regalen geholt und zu Aufträgen zusammengestellt. Anschließend wird verpackt, gewogen, etikettiert und für Speditionen oder Paketdienste bereitgestellt. Dazu kommen Bestandskontrollen, Inventurzählungen, das Melden von Abweichungen und Fehlmengen sowie das Sauberhalten der Wege und Arbeitsplätze.

Die Aufgaben unterscheiden sich stark nach Betrieb. In einem Versandzentrum für Konsumgüter dominiert das Kommissionieren im Takt, mit Vorgaben zu Picks pro Stunde. In einem Ersatzteillager eines Maschinenbauers gehört mehr Suchen, Prüfen und Nachdenken dazu. In der Produktionslogistik werden Fertigungslinien mit Material versorgt, hier zählt Pünktlichkeit gegenüber der Schicht in der Halle.

Wie wird man Mitarbeiter Logistik?

Der Einstieg ist auch ohne Ausbildung möglich. Viele Betriebe stellen als Lagerhelfer ein und schulen intern ein, oft zunächst über Zeitarbeit. Wer bleiben und aufsteigen will, kommt an Qualifikationen kaum vorbei: Der Staplerschein nach DGUV Grundsatz 308-001 ist der wichtigste Hebel und wird häufig vom Arbeitgeber bezahlt. Der reguläre Weg ist die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Lagerwirtschaft oder die dreijährige zur Fachkraft für Lagerlogistik, die auch Disposition, Tourenplanung und Kennzahlen umfasst. Quereinsteiger aus Handwerk, Handel oder Produktion sind in der Branche üblich; Deutschkenntnisse auf einfachem Niveau und Zuverlässigkeit zählen mehr als Zeugnisse.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich. Stehen und Gehen über die ganze Schicht, Heben und Tragen, Bücken und Strecken, dazu Kälte in Kühl- und Frischebereichen oder Hitze unter dem Hallendach. Rücken und Knie sind die Schwachstellen des Berufs, wer sie schon belastet hat, sollte das ernst nehmen. Schichtarbeit ist die Regel, in großen Distributionszentren auch Nacht- und Wochenendarbeit. Leistungsvorgaben und Zeitdruck steigen in Saisonspitzen deutlich, im Onlinehandel besonders im vierten Quartal. Monotonie ist ein reales Thema: Wer Abwechslung im Tagesverlauf braucht, wird in einem stark automatisierten Pickbereich unglücklich. Genauigkeit ist trotzdem gefordert, denn falsch kommissionierte Ware kostet den Betrieb Geld und verursacht Rückläufer. Sicherheitsregeln im Umgang mit Staplern, Hubwagen und Fördertechnik sind kein Formalkram, Unfälle im Lager sind häufig und schwer.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und stabil, offene Stellen gibt es in fast jeder Region mit Gewerbegebiet. Die Fluktuation ist ebenfalls hoch, was den Einstieg leicht und die Bezahlung am unteren Rand hält. Automatisierung verändert die Arbeit: Einfache Transportwege übernehmen zunehmend Fahrerlose Transportsysteme und Shuttlelager, während Prüfen, Störungsbehebung und Anlagenbedienung wichtiger werden. Wer sich darauf einlässt, hat gute Karten. Entwicklungswege führen über den Staplerschein und die Gefahrgutbeauftragung zum Vorarbeiter, Schichtführer oder Teamleiter, weiter über die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik und die Weiterbildung zum Logistikmeister oder Fachwirt für Logistiksysteme. Auch Wechsel in Disposition, Arbeitsvorbereitung oder Qualitätssicherung sind aus dem Lager heraus üblich.

Aufgaben

  • Wareneingänge annehmen, prüfen und im System erfassen
  • Artikel nach Pickliste oder Handscanner kommissionieren
  • Waren ein- und auslagern, auch mit Hubwagen oder Stapler
  • Sendungen verpacken, etikettieren und versandfertig stellen
  • Bestände kontrollieren und bei Inventuren zählen
  • Fehlmengen, Beschädigungen und Abweichungen melden
  • Produktionslinien oder Filialen mit Material versorgen
  • Ordnung und Arbeitssicherheit im Lagerbereich einhalten

Voraussetzungen

  • Kein bestimmter Schulabschluss zwingend, Hauptschulabschluss üblich
  • Körperliche Belastbarkeit für Heben, Tragen und Stehen über die Schicht
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit
  • Sorgfalt und Zuverlässigkeit beim Erfassen und Zusammenstellen von Aufträgen
  • Deutschkenntnisse für Belege, Anweisungen und Sicherheitsunterweisungen
  • Staplerschein von Vorteil, oft nachträglich vom Betrieb finanziert
  • Grundlegender Umgang mit Scanner und Lagerverwaltungssystem

Wo man arbeitet

  • Versand- und Distributionszentren des Onlinehandels
  • Lager von Industrie- und Produktionsbetrieben
  • Speditionen und Logistikdienstleister
  • Groß- und Einzelhandelslager
  • Kühl- und Frischelager der Lebensmittelbranche
  • Ersatzteil- und Werkslager

Der Weg in den Beruf

Der Einstieg gelingt meist als angelernte Kraft mit betrieblicher Einarbeitung, häufig über Zeitarbeit. Wer sich qualifizieren will, absolviert die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Lagerwirtschaft oder die dreijährige zur Fachkraft für Lagerlogistik mit IHK-Abschluss. Der Staplerschein lässt sich in wenigen Tagen nachholen und verbessert Einsatzmöglichkeiten und Bezahlung deutlich.

Offene Stellen als Mitarbeiter Logistik

In der Suche fortsetzen

Verwandte Berufe

Berufskraftfahrer

Berufskraftfahrer transportieren Güter oder Personen mit Lkw, Sattelzügen oder Bussen und sind für Ladung, Fahrzeug und Papiere verantwortlich. Der Arbeitsalltag findet überwiegend auf der Straße statt, oft mit langen Standzeiten und Nächten unterwegs.

Offene Stellen
49
Monatsbrutto
2.300 – 4.300 €

Fachkraft für Lagerlogistik

Fachkräfte für Lagerlogistik nehmen Waren an, lagern sie ein, stellen Sendungen zusammen und versenden sie. Sie steuern Warenströme im Lager und arbeiten mit Gabelstapler, Scanner und Lagerverwaltungssoftware.

Offene Stellen
90
Monatsbrutto
2.300 – 4.500 €

Fachlagerist

Fachlageristen nehmen Waren an, kontrollieren sie, lagern sie ein und stellen Sendungen für den Versand zusammen. Der Beruf wird in einer zweijährigen Ausbildung erlernt und ist körperlich fordernd.

Offene Stellen
24
Monatsbrutto
2.200 – 4.000 €

Kommissionierer

Kommissionierer stellen in Lagern und Versandzentren Waren nach Auftragslisten zusammen, verpacken sie und machen sie versandfertig. Die Arbeit ist körperlich, taktgebunden und läuft häufig im Schichtbetrieb.

Offene Stellen
17
Monatsbrutto
2.200 – 3.700 €

Staplerfahrer

Staplerfahrer transportieren Paletten, Gitterboxen und Schwergut mit Gabelstaplern innerhalb von Lagern, Produktionshallen und auf Betriebshöfen. Sie be- und entladen Lkw und sorgen dafür, dass Ware am richtigen Platz landet.

Offene Stellen
46
Monatsbrutto
2.200 – 3.800 €

Arbeitsplatz.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz