Zum Inhalt springen
Logistik & Verkehr

Mitarbeiter Lager/ Logistik

Mitarbeiter im Lager und in der Logistik nehmen Waren an, lagern sie ein, kommissionieren Aufträge und machen Sendungen versandfertig. Die Arbeit ist körperlich, oft im Schichtbetrieb und stark von Zeitvorgaben bestimmt.

0 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Mitarbeiter Lager/ Logistik verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.350 € 2.700 € 28.200 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.750 € 3.200 € 33.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.200 € 3.900 € 38.400 €

Entscheidend sind Tarifbindung und Branche: In tarifgebundenen Betrieben gelten Tarifverträge für Spedition und Logistik der jeweiligen Bundesländer, in der Industrie oft der besser zahlende Tarif der Metall- und Elektroindustrie oder der Chemie. Zeitarbeit und Helferstellen ohne Tarif liegen nahe am Mindestlohn; Schicht-, Nacht- und Kühlhauszulagen sowie ein Staplerführerschein erhöhen das Einkommen deutlich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Mitarbeiter Lager/Logistik?

Der Arbeitstag beginnt meist an der Warenannahme oder am Kommissionierplatz. Anliefernde Lkw werden entladen, die Ware gegen Lieferschein geprüft: Stimmen Menge, Artikelnummer und Zustand? Beschädigte Paletten werden dokumentiert und gemeldet. Danach folgt das Einlagern nach Lagerplatzsystem, häufig mit Handscanner, Ameise oder Gabelstapler.

Den größten Teil der Arbeitszeit macht in vielen Betrieben das Kommissionieren aus: Aufträge werden am Scanner oder per Pick-by-Voice angezeigt, die Artikel aus den Regalen geholt, auf Paletten oder in Kartons gepackt, gewogen, etikettiert und in die Versandzone gebracht. Dazu kommen Verpacken, Palettieren und Sichern mit Folie oder Spanngurten, das Bearbeiten von Retouren, Bestandskontrollen und Inventurzählungen sowie das Buchen aller Bewegungen im Lagerverwaltungssystem. Ordnung und Sauberkeit im Lager, das Freihalten von Fluchtwegen und die Sichtkontrolle von Hubwagen gehören ebenfalls dazu.

Wie wird man Mitarbeiter Lager/Logistik?

Der Einstieg ist als Helfertätigkeit ohne Ausbildung möglich; viele Betriebe verlangen lediglich einen Schulabschluss, ausreichende Deutschkenntnisse und Bereitschaft zur Schichtarbeit. Eingearbeitet wird im Betrieb, oft innerhalb weniger Wochen. Ein Staplerführerschein ist der wichtigste Zusatznachweis und wird häufig vom Arbeitgeber finanziert.

Wer den Beruf langfristig ausüben will, sollte eine Ausbildung nachholen: Fachlagerist dauert zwei Jahre, Fachkraft für Lagerlogistik drei Jahre. Beide werden dual absolviert. Für Quereinsteiger gibt es außerdem Teilqualifizierungen und Umschulungen über die Arbeitsagentur, teils mit anschließender Externenprüfung. Wer aus Handel, Handwerk oder Produktion kommt, findet meist schnell Anschluss.

Was der Beruf verlangt

Die Belastung ist körperlich real: Heben und Tragen bis zu den zulässigen Grenzen, stundenlanges Gehen und Stehen auf Beton, Arbeiten in unbeheizten Hallen oder im Kühlbereich, Zugluft an den Toren. Viele Betriebe arbeiten in zwei oder drei Schichten, im Versandhandel auch nachts und am Wochenende; Zeitarbeit ist verbreitet, Befristungen ebenso.

Dazu kommt Zeitdruck. Leistung wird in Pickzahlen pro Stunde gemessen, Fehler fallen auf und werden zurückverfolgt. Genauigkeit muss auch in der siebten Arbeitsstunde noch stimmen. Wer im Lager mit Flurförderzeugen arbeitet, trägt Verantwortung für Sicherheit: Unfälle mit Staplern gehören zu den häufigsten schweren Arbeitsunfällen. Sicherheitsschuhe, Warnweste und Aufmerksamkeit sind Pflicht, nicht Empfehlung. Monotonie ist ein Thema, ebenso der Gehaltsrahmen, der im Helferbereich nahe am Mindestlohn liegt.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und stabil. Onlinehandel, Ersatzteillogistik und Lebensmittelverteilung brauchen dauerhaft Personal, offene Stellen bleiben in vielen Regionen länger unbesetzt. Automatisierung verändert die Arbeit: Fahrerlose Transportsysteme und automatische Lager nehmen Wege ab, verschieben die Tätigkeit aber in Richtung Anlagenbedienung, Störungsbehebung und Qualitätskontrolle.

Entwicklungswege führen über die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik, dann zum Vorarbeiter, Schichtführer oder Teamleiter. Weiterführend sind der Logistikmeister, der Fachwirt für Logistiksysteme oder eine Spezialisierung auf Gefahrgut, Zoll, Ladungssicherung oder Bestandsführung. Wer den Staplerschein, einen Kranschein und Systemkenntnisse in SAP oder einem anderen Lagerverwaltungssystem mitbringt, hat deutlich bessere Karten als beim Einstieg.

Aufgaben

  • Wareneingänge entladen und gegen Lieferschein prüfen
  • Artikel nach Lagerplatzsystem einlagern und umlagern
  • Kundenaufträge per Scanner kommissionieren
  • Sendungen verpacken, etikettieren und versandfertig machen
  • Paletten mit Hubwagen oder Gabelstapler bewegen
  • Warenbewegungen im Lagerverwaltungssystem buchen
  • Retouren prüfen und wieder einlagern
  • Bestandskontrollen und Inventuren durchführen

Voraussetzungen

  • Körperliche Belastbarkeit, Heben und Tragen, langes Stehen und Gehen
  • Bereitschaft zu Schicht-, Samstags- und teils Nachtarbeit
  • Sorgfalt und Zuverlässigkeit bei gleichbleibender Routine
  • Staplerführerschein von Vorteil, oft im Betrieb nachholbar
  • Deutschkenntnisse für Lieferpapiere und Sicherheitsanweisungen
  • Grundlegender Umgang mit Scanner und Lagersoftware

Wo man arbeitet

  • Distributions- und Versandzentren des Onlinehandels
  • Speditionen und Logistikdienstleister
  • Lager von Industrie- und Produktionsbetrieben
  • Groß- und Einzelhandelslager
  • Kühl- und Tiefkühllager
  • Ersatzteil- und Werkslager

Der Weg in den Beruf

Der Einstieg ist als angelernte Hilfskraft ohne formale Ausbildung möglich, mit Einarbeitung im Betrieb. Wer eine Ausbildung absolviert, wählt zwischen dem zweijährigen Fachlageristen und der dreijährigen Fachkraft für Lagerlogistik, beide dual mit IHK-Abschluss. Umschulungen und Teilqualifizierungen sind für Quereinsteiger ein gängiger Weg.

Offene Stellen als Mitarbeiter Lager/ Logistik

In der Suche fortsetzen

Zu diesem Beruf steht gerade keine Anzeige im Bestand. Der Bestand wird täglich abgeglichen; die Suche zeigt auch verwandte Bezeichnungen.

Verwandte Berufe

Berufskraftfahrer

Berufskraftfahrer transportieren Güter oder Personen mit Lkw, Sattelzügen oder Bussen und sind für Ladung, Fahrzeug und Papiere verantwortlich. Der Arbeitsalltag findet überwiegend auf der Straße statt, oft mit langen Standzeiten und Nächten unterwegs.

Offene Stellen
49
Monatsbrutto
2.300 – 4.300 €

Fachkraft für Lagerlogistik

Fachkräfte für Lagerlogistik nehmen Waren an, lagern sie ein, stellen Sendungen zusammen und versenden sie. Sie steuern Warenströme im Lager und arbeiten mit Gabelstapler, Scanner und Lagerverwaltungssoftware.

Offene Stellen
90
Monatsbrutto
2.300 – 4.500 €

Fachlagerist

Fachlageristen nehmen Waren an, kontrollieren sie, lagern sie ein und stellen Sendungen für den Versand zusammen. Der Beruf wird in einer zweijährigen Ausbildung erlernt und ist körperlich fordernd.

Offene Stellen
24
Monatsbrutto
2.200 – 4.000 €

Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung

Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung organisieren den Transport von Waren per Lkw, Schiff, Bahn oder Flugzeug. Sie kalkulieren Preise, buchen Frachtraum, erstellen Zoll- und Transportpapiere und betreuen Kunden von der Anfrage bis zur Zustellung.

Offene Stellen
8
Monatsbrutto
2.500 – 5.800 €

Kommissionierer

Kommissionierer stellen in Lagern und Versandzentren Waren nach Auftragslisten zusammen, verpacken sie und machen sie versandfertig. Die Arbeit ist körperlich, taktgebunden und läuft häufig im Schichtbetrieb.

Offene Stellen
17
Monatsbrutto
2.200 – 3.700 €

Arbeitsplatz.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz