Kosmetiker
Kosmetiker behandeln Haut, Gesicht, Hände und Füße mit reinigenden, pflegenden und dekorativen Verfahren. Sie arbeiten überwiegend in Kosmetikstudios, Wellnessbereichen und Hautarztpraxen und beraten Kunden zu Pflegeprodukten.
21 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Kosmetiker verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.000 € | 2.250 € | 2.500 € | 27.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.200 € | 2.600 € | 3.000 € | 31.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.500 € | 3.000 € | 3.800 € | 36.000 € |
Die Kosmetikbranche ist überwiegend nicht tarifgebunden und von Kleinbetrieben geprägt, weshalb Gehälter häufig nahe am Mindestlohn liegen und Provisionen auf Produktverkäufe einen merklichen Teil des Einkommens ausmachen. Deutlich mehr zahlen dermatologische Praxen, Kliniken, große Hotelgruppen und Herstellerfirmen; Selbstständige verdienen je nach Kundenstamm und Standort auch weniger als angestellte Kollegen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Kosmetiker?
Der Arbeitstag besteht aus einer Reihe von Terminen, die meist zwischen 45 und 90 Minuten dauern. Eine klassische Gesichtsbehandlung beginnt mit der Hautanalyse, oft mit Lupenlampe: Feuchtigkeitsgehalt, Talgproduktion, Unreinheiten, Empfindlichkeiten. Danach folgen Reinigung, Peeling, Ausreinigung der Poren, Massage, Maske und Abschlusspflege. Dazu kommen Wimpern- und Brauenformung, Haarentfernung mit Warm- oder Zuckerwachs, Maniküre, Fußpflege, Make-up für Anlässe sowie apparative Verfahren wie Ultraschall, Mikrodermabrasion, Microneedling oder Behandlungen mit fruchtsäurehaltigen Präparaten.
Ein großer Teil der Arbeit ist Beratung. Kunden kommen mit Akne, Rosacea, trockener Haut oder Wünschen nach sichtbarer Hautverjüngung und erwarten eine Einschätzung, was möglich ist und was nicht. Dazu gehört auch, Grenzen zu benennen und bei Verdacht auf Hauterkrankungen an einen Arzt zu verweisen. Produktverkauf gehört in fast jedem Studio dazu und ist häufig ein Teil des Umsatzziels. Wer selbstständig arbeitet, führt zusätzlich Terminbuch, Kasse, Warenbestellung und Werbung, oft über Instagram.
Wie wird man Kosmetiker?
Der klassische Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zur Kosmetikerin oder zum Kosmetiker in einem Studio mit Berufsschulunterricht. Ein mittlerer Schulabschluss ist üblich, formal vorgeschrieben ist er nicht. Parallel existiert ein großer Markt privater Kosmetikschulen mit Vollzeitlehrgängen über ein bis zwei Jahre, die schulisch abschließen und Geld kosten. Für einzelne Bereiche wie Wimpernverlängerung, Permanent Make-up oder apparative Kosmetik gibt es kurze Zertifikatskurse; sie ersetzen keine Grundausbildung, sind aber der übliche Weg zur Spezialisierung. Ein Quereinstieg über solche Kurse ist verbreitet, führt aber ohne anerkannten Abschluss zu schlechteren Chancen in Praxen und größeren Betrieben.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet fast durchgehend in gebeugter oder sitzender Haltung mit angespannten Armen und hoher Konzentration im Nahbereich statt. Rücken, Schultern, Nacken und Augen werden stark belastet, die Hände durch häufiges Waschen und Desinfizieren. Kontaktallergien auf Wirkstoffe, Klebstoffe und Duftstoffe sind ein realer Grund für Berufsausstiege. Die Öffnungszeiten richten sich nach den Kunden, also späte Nachmittage, Abendtermine und Samstage. Vor Feiertagen und Hochzeitssaison wird es voll, im Januar und im Sommerloch leer.
Dazu kommt viel Nähe: körperliche Berührung, Gespräche über Aussehen, Unsicherheiten und manchmal überzogene Erwartungen. Freundlich zu bleiben, wenn der siebte Kunde des Tages mit Kritik kommt, ist Teil der Leistung. Die Bezahlung ist in der Branche niedrig, oft nahe am Mindestlohn, teils mit Provision auf Produktverkäufe. Viele Beschäftigte arbeiten in Teilzeit oder in Kleinbetrieben ohne Tarifbindung.
Aussichten
Die Nachfrage nach Hautpflege und ästhetischen Behandlungen wächst langsam aber stetig, besonders bei apparativen Verfahren und dauerhafter Haarentfernung. Studios finden schwer qualifiziertes Personal, weshalb gut ausgebildete Kräfte relativ leicht eine Stelle bekommen. Deutlich besser bezahlt sind Positionen in dermatologischen Praxen, Kliniken und dem medizinisch-ästhetischen Bereich, ebenso Fachberatung und Schulung bei Kosmetikherstellern. Wirtschaftlich lohnt sich der Beruf am ehesten mit eigenem Studio oder einer klaren Spezialisierung; das setzt aber Kundenstamm, Startkapital und kaufmännisches Geschick voraus. Zum Podologen oder zur Fachkraft für medizinische Fußpflege führt ein eigener, geregelter Ausbildungsweg.
Aufgaben
- Haut analysieren und Behandlungspläne festlegen
- Gesichtsbehandlungen mit Reinigung, Peeling, Ausreinigung und Maske durchführen
- Haare mit Warmwachs, Zucker oder Apparaten entfernen
- Wimpern und Augenbrauen färben, formen und verlängern
- Maniküre, Fußpflege und Nagelmodellage anbieten
- apparative Verfahren wie Ultraschall oder Microneedling einsetzen
- Kunden zu Pflegeprodukten beraten und diese verkaufen
- Termine planen, Hygienevorschriften einhalten und Geräte aufbereiten
Voraussetzungen
- abgeschlossene Ausbildung oder Fachschulausbildung im Bereich Kosmetik
- Kenntnisse in Hautkunde, Hygiene und Kosmetikinhaltsstoffen
- ruhige, sichere Hände und gutes Nahsehen
- Freundlichkeit und Belastbarkeit im engen Kundenkontakt
- gesunde Haut an den Händen, keine Allergien gegen typische Wirkstoffe
- Bereitschaft zu Abend- und Samstagsarbeit
- Interesse an Beratung und Verkauf
Wo man arbeitet
- Kosmetikstudios
- Wellness- und Spabereiche in Hotels
- dermatologische und ästhetische Arztpraxen
- Parfümerien und Kosmetikabteilungen
- Kliniken und Reha-Einrichtungen
- selbstständig mit eigenem Studio oder mobil
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zur Kosmetikerin oder zum Kosmetiker mit Abschlussprüfung vor der Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer. Alternativ führen ein- bis zweijährige Vollzeitlehrgänge an privaten Kosmetikschulen zu einem schulischen Abschluss, die jedoch Schulgeld kosten. Spezialisierungen etwa in apparativer Kosmetik oder Permanent Make-up werden über kurze Zertifikatskurse erworben.
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- Offene Stellen
- 9
- Monatsbrutto
- 1.900 – 3.800 €
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- Offene Stellen
- 4
- Monatsbrutto
- 2.200 – 3.900 €
Podologe
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- Offene Stellen
- 7
- Monatsbrutto
- 2.200 – 4.500 €
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