Business Development Manager
Business Development Manager erschließen neue Geschäftsfelder, Märkte und Kundengruppen für ein Unternehmen. Sie analysieren Marktpotenziale, bauen Partnerschaften auf und begleiten neue Angebote von der Idee bis zum ersten Umsatz.
32 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Business Development Manager verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.400 € | 4.000 € | 4.800 € | 48.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.500 € | 5.500 € | 7.000 € | 66.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.000 € | 7.500 € | 11.000 € | 90.000 € |
Business Development ist fast durchgängig frei verhandelt, Tarifbindung besteht nur in tarifgebundenen Industriebetrieben, etwa nach dem Entgeltrahmenabkommen der Metall- und Elektroindustrie. Entscheidend sind Branche, Unternehmensgröße und der variable Anteil, der je nach Zielerreichung zehn bis dreißig Prozent des Jahresgehalts ausmachen kann.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Business Development Manager?
Business Development liegt zwischen Vertrieb, Strategie und Marketing. Die Aufgabe besteht darin, Wachstum zu finden, wo es bisher keines gibt: neue Kundensegmente, neue Regionen, neue Produkte, neue Vertriebswege. Der Alltag beginnt oft mit Recherche und Zahlen. Wie groß ist ein Markt, wer sind die Wettbewerber, welche Preise sind durchsetzbar, welche regulatorischen Hürden gibt es. Daraus entstehen Business Cases, die intern vor Geschäftsführung oder Bereichsleitung verteidigt werden müssen.
Der zweite Teil ist Kontaktarbeit. Business Development Manager sprechen mit potenziellen Partnern, Distributoren, Großkunden und Branchenverbänden, besuchen Messen und führen Erstgespräche, aus denen später Verträge werden. Sie verhandeln Kooperations- und Rahmenverträge, koordinieren Pilotprojekte und übergeben etablierte Kunden an den regulären Vertrieb. Intern arbeiten sie mit Produktmanagement, Marketing, Recht und Controlling zusammen. Ein erheblicher Teil der Zeit geht für Abstimmung, Präsentationen und CRM-Pflege drauf.
Wie wird man Business Development Manager?
Es gibt keine geschützte Ausbildung. Üblich ist ein Studium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik oder Volkswirtschaft, in technischen Branchen auch ein natur- oder ingenieurwissenschaftliches Studium mit betriebswirtschaftlicher Ergänzung. Der Einstieg erfolgt selten direkt: Die meisten kommen aus dem Vertrieb, dem Produktmanagement, der Unternehmensberatung oder dem Marketing und wechseln nach einigen Jahren. Wer eine kaufmännische Ausbildung mit Weiterbildung zum Fachwirt oder Betriebswirt mitbringt und im Vertrieb Ergebnisse vorweisen kann, hat ebenfalls Chancen, vor allem im Mittelstand.
Verhandlungssicheres Englisch wird fast überall vorausgesetzt, weitere Sprachen sind bei internationaler Ausrichtung ein deutlicher Vorteil. Branchenkenntnis zählt oft mehr als der Abschluss, weil Gesprächspartner Fachwissen erwarten.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist ergebnisgetrieben und wenig planbar. Viele Ansätze führen zu nichts, und das über Monate. Wer Bestätigung durch schnelle Erfolge braucht, tut sich schwer. Reisetätigkeit gehört in vielen Stellen dazu, teils mit mehreren Übernachtungen pro Woche, was mit familiären Verpflichtungen kollidieren kann. Überstunden vor Messen, Angebotsfristen oder Jahresabschlüssen sind üblich.
Dazu kommt eine Zwitterrolle: Business Development hat selten eigene Weisungsbefugnis, muss aber Kollegen aus Technik, Recht und Produktion zur Mitarbeit bewegen. Das erfordert Geduld und politisches Geschick. In Unternehmen ohne klare Strategie wird die Stelle schnell zum Sammelbecken für alles, was sonst niemand macht. Umsatzziele und variable Vergütungsanteile erhöhen den Druck zusätzlich.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil, besonders in Software, Medizintechnik, erneuerbaren Energien, Logistik und im industriellen Mittelstand, der neue Exportmärkte sucht. Konjunkturell reagieren solche Stellen allerdings empfindlich: In Sparphasen wird zuerst bei Wachstumsprojekten gekürzt.
Entwicklungswege führen zur Leitung eines Geschäftsbereichs, in die Vertriebsleitung, ins Key Account Management großer Kunden oder in die Unternehmensstrategie. Mit internationaler Erfahrung sind Positionen im Aufbau von Auslandsgesellschaften erreichbar. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit als Berater ist verbreitet, setzt aber ein belastbares Netzwerk voraus.
Aufgaben
- Märkte, Wettbewerber und Kundenpotenziale analysieren
- Business Cases und Wirtschaftlichkeitsrechnungen erstellen
- Kontakte zu potenziellen Partnern und Großkunden aufbauen
- Kooperations-, Vertriebs- und Rahmenverträge verhandeln
- Pilotprojekte mit Neukunden begleiten und auswerten
- Messen, Branchenveranstaltungen und Kundentermine wahrnehmen
- Interne Abstimmung mit Produktmanagement, Recht und Controlling
- Vertriebspipeline und CRM-Daten pflegen und berichten
Voraussetzungen
- Wirtschaftswissenschaftliches oder technisches Studium, alternativ kaufmännische Ausbildung mit Weiterbildung und Vertriebserfahrung
- Sicherer Umgang mit Zahlen, Kalkulationen und Marktdaten
- Verhandlungsgeschick und Ausdauer bei langen Verkaufszyklen
- Verhandlungssicheres Englisch, oft weitere Fremdsprachen
- Präsentationssicherheit vor Geschäftsführung und Kunden
- Reisebereitschaft und Führerschein Klasse B
- Branchenkenntnis im jeweiligen Marktumfeld
Wo man arbeitet
- Industrieunternehmen und mittelständische Hersteller
- Software- und Technologieunternehmen
- Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen
- Handels- und Logistikunternehmen
- Start-ups in der Wachstumsphase
Der Weg in den Beruf
Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen oder einem verwandten Fach mit einer Regelstudienzeit von drei bis fünf Jahren. Der direkte Einstieg ist selten; meist folgen zwei bis fünf Jahre in Vertrieb, Produktmanagement oder Beratung, bevor der Wechsel ins Business Development gelingt. Quereinsteiger mit kaufmännischer Ausbildung, Weiterbildung zum Fachwirt oder Betriebswirt und nachweisbaren Vertriebserfolgen werden vor allem im Mittelstand eingestellt.
Offene Stellen als Business Development Manager
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