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Handwerk & Produktion

Volkswagen Kfz-Mechatroniker

Kfz-Mechatroniker in Volkswagen-Betrieben warten, diagnostizieren und reparieren Fahrzeuge der Marken des Konzerns. Der Beruf verbindet Mechanik, Elektronik und Softwarediagnose an vernetzten Fahrzeugen.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Volkswagen Kfz-Mechatroniker verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.750 € 3.100 € 33.000 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.300 € 3.800 € 39.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.400 € 3.900 € 4.800 € 46.800 €

Entscheidend ist, wo gearbeitet wird: In den Werken und konzerneigenen Betrieben gilt der Volkswagen-Haustarifvertrag mit der IG Metall, der deutlich über den regionalen Tarifverträgen des Kfz-Handwerks liegt, die für die meisten Vertragswerkstätten gelten. Zusätzlich wirken Region, Zertifizierungsstufe, Hochvoltqualifikation und Schichtzulagen auf das Einkommen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Volkswagen Kfz-Mechatroniker?

Der Arbeitstag beginnt meist mit der Auftragsliste aus der Serviceannahme: Inspektionen nach Herstellervorgabe, Ölwechsel, Bremsen, Fahrwerksarbeiten, Reifenwechsel in der Saison. Dazwischen liegen die aufwendigeren Fälle, bei denen ein Fehler gesucht werden muss. Dafür wird das Fahrzeug an das konzerneigene Diagnosesystem angeschlossen, Fehlerspeicher werden ausgelesen, Messwerte im laufenden Betrieb verglichen, Steuergeräte neu bespielt. Ein großer Teil der Arbeit besteht darin, technische Informationen aus den Hersteller-Datenbanken zu lesen und Reparaturanweisungen genau einzuhalten, weil Garantie- und Gewährleistungsfälle dokumentiert werden müssen.

Hinzu kommen Arbeiten an Hochvoltsystemen, wenn der Betrieb Elektro- und Hybridfahrzeuge betreut: Batterie freischalten, Ladeelektronik prüfen, Wärmemanagement kontrollieren. Auch Karosserie- und Komfortelektronik, Fahrerassistenzsysteme mit Kamera- und Radarkalibrierung sowie Nachrüstungen gehören dazu. Wer in einem Volkswagen-Werk oder in der Nutzfahrzeugsparte arbeitet, hat andere Schwerpunkte: Prüfstände, Vorserienfahrzeuge, Umbauten, Instandhaltung.

Wie wird man Volkswagen Kfz-Mechatroniker?

Grundlage ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker, meist mit Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik, im Nutzfahrzeugbereich auch Nutzfahrzeugtechnik oder System- und Hochvolttechnik. Ausgebildet wird im Autohaus oder im Werk, dazu kommt Berufsschule und bei Volkswagen ein eigenes Schulungsprogramm mit Zertifizierungsstufen bis zum Serviceteknikker und Diagnosetechniker. Betriebe erwarten in der Regel einen guten Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife, Interesse an Physik und Technik hilft mehr als Bestnoten.

Ein Quereinstieg ist möglich, aber selten ohne Vorkenntnisse. Wer aus verwandten Metall- oder Elektroberufen kommt, kann eine verkürzte Ausbildung oder eine Externenprüfung bei der Handwerkskammer anstreben. Ohne Nachweis lässt sich in einer Markenwerkstatt kaum arbeiten, weil viele Tätigkeiten an eine Herstellerqualifikation gebunden sind, besonders an Hochvoltfahrzeugen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich. Über Kopf schrauben, gebückt im Radkasten stehen, Reifen und Batterien heben, kalte Hallen im Winter, Öl und Bremsstaub an den Händen. Rückenprobleme und Handgelenksbeschwerden sind in dem Beruf verbreitet. Der Takt ist eng kalkuliert: Für jede Arbeit gibt es eine Vorgabezeit, und wer sie dauerhaft überschreitet, bekommt das zu spüren. Reifensaison und Urlaubszeiten bringen Überstunden, im Werk kommt Schichtarbeit dazu.

Gleichzeitig verlangt der Beruf sauberes, dokumentiertes Arbeiten und Lernbereitschaft. Fahrzeugtechnik ändert sich schnell, Schulungen finden regelmäßig statt, teils in der Freizeit oder mit Reisen. Wer nicht gern liest und Diagnosewege systematisch abarbeitet, wird bei modernen Fahrzeugen an Grenzen stoßen.

Aussichten

Fachkräfte sind knapp, gerade solche mit Hochvolt- und Diagnoseerfahrung. Markenbetriebe suchen dauerhaft, und die Umstellung auf Elektroantriebe verändert die Arbeit stärker als sie sie reduziert: weniger Motorinstandsetzung, mehr Elektronik, Software und Batteriediagnose. Weiterentwickeln lässt sich in Richtung Serviceberatung, Werkstattmeister nach der Meisterprüfung, technischer Trainer oder Garantiesachbearbeitung. Mit Fachhochschulreife ist auch ein Studium der Fahrzeugtechnik ein realistischer Weg.

Aufgaben

  • Inspektionen und Wartungen nach Herstellervorgabe durchführen
  • Fehlerspeicher auslesen und Störungen systematisch eingrenzen
  • Steuergeräte programmieren und Softwareupdates einspielen
  • Bremsen, Fahrwerk, Kupplung und Antriebskomponenten instand setzen
  • Arbeiten an Hochvoltsystemen von Elektro- und Hybridfahrzeugen
  • Fahrerassistenzsysteme kalibrieren und prüfen
  • Reifen- und Räderservice sowie Achsvermessung
  • Arbeitszeiten und Befunde für Garantieabwicklung dokumentieren

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker oder gleichwertige Qualifikation
  • Herstellerschulungen der Marke, für Hochvoltarbeiten eine entsprechende Qualifizierungsstufe
  • Technisches Verständnis für Mechanik, Elektrik und Fahrzeugelektronik
  • Bereitschaft, sich laufend in neue Systeme einzuarbeiten
  • Körperliche Belastbarkeit, gutes Sehvermögen, keine Allergien gegen Öle und Lösemittel
  • Führerschein der Klasse B, für Nutzfahrzeuge häufig C oder CE

Wo man arbeitet

  • Volkswagen-Vertragswerkstätten und Autohäuser
  • Konzerneigene Servicebetriebe und Niederlassungen
  • Nutzfahrzeug- und Transporterwerkstätten
  • Werke und Versuchsbereiche des Herstellers
  • Freie Werkstätten mit Markenschwerpunkt

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker im Autohaus oder Werk mit Abschluss vor der Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer. Bei Verkürzung durch Vorkenntnisse oder gute Leistungen sind drei Jahre möglich. Darauf folgen markenspezifische Zertifizierungen, später optional die Meisterprüfung oder eine Weiterbildung zum Servicetechniker.

Offene Stellen als Volkswagen Kfz-Mechatroniker

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