KFZ-Mechatroniker Nutzfahrzeugtechnik
Kfz-Mechatroniker der Fachrichtung Nutzfahrzeugtechnik warten und reparieren Lkw, Busse, Anhänger und Sattelzugmaschinen. Sie arbeiten an Motoren, Bremsanlagen, Hydraulik und Fahrzeugelektronik und übernehmen gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen.
8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als KFZ-Mechatroniker Nutzfahrzeugtechnik verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.850 € | 3.200 € | 34.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.400 € | 3.900 € | 40.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.600 € | 4.200 € | 5.200 € | 50.400 € |
Maßgeblich sind die regionalen Tarifverträge des Kfz-Gewerbes zwischen IG Metall und den Landesverbänden des Kraftfahrzeuggewerbes; Verkehrsbetriebe zahlen häufig nach TV-N, kommunale Fuhrparks nach TVöD. Deutlich mehr bringen Bereitschafts-, Nacht- und Wochenendzulagen, Herstellerzertifikate für Hochvolttechnik sowie ein Wechsel in Süddeutschland oder in große Industriebetriebe.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Kfz-Mechatroniker Nutzfahrzeugtechnik?
Im Mittelpunkt stehen Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen: Sattelzugmaschinen, Kipper, Betonmischer, Linienbusse, Anhänger und Aufbauten wie Kühlkoffer oder Ladekrane. Ein typischer Tag beginnt mit einem Fahrzeug auf der Hebebühne oder über der Arbeitsgrube. Anstehende Arbeiten sind Ölwechsel, Bremsbeläge und Bremsscheiben tauschen, Luftfederung und Druckluftanlage prüfen, Achsen vermessen, Kupplungen und Getriebe instand setzen, Abgasnachbehandlung und AdBlue-Systeme kontrollieren.
Ein großer Teil der Arbeit ist Diagnose am Rechner. Nutzfahrzeuge sind vernetzt, Steuergeräte für Motor, Getriebe, Bremse und Assistenzsysteme kommunizieren über Bussysteme. Fehlerspeicher auslesen, Messwerte deuten, Kabelbäume durchmessen und Software aufspielen gehören genauso dazu wie das Lösen festgerosteter Schrauben. Hinzu kommen die Prüfungen: Sicherheitsprüfung, Vorbereitung zur Hauptuntersuchung, Tachografenprüfung, bei entsprechender Berechtigung auch Gasanlagen- oder Bremsenprüfstandsarbeiten. Wer im Pannendienst eingeteilt ist, fährt zu liegengebliebenen Fahrzeugen an der Autobahn oder auf den Betriebshof eines Kunden.
Wie wird man Kfz-Mechatroniker Nutzfahrzeugtechnik?
Über die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker mit dem Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik. Ausgebildet wird in Nutzfahrzeug-Vertragswerkstätten, bei Speditionen mit eigener Werkstatt, in Busbetrieben, kommunalen Fuhrparks und bei Landmaschinen- oder Baumaschinenhändlern. Rechtlich gefordert ist kein bestimmter Schulabschluss, in der Praxis stellen Betriebe meist mit mittlerem Abschluss oder gutem Hauptschulabschluss ein. Der Führerschein Klasse C bzw. CE wird häufig während oder nach der Ausbildung nachgeholt und vom Betrieb bezuschusst, weil Probefahrten sonst nicht möglich sind.
Quereinstieg gelingt am ehesten aus verwandten Metall- und Landmaschinenberufen; wer aus dem Pkw-Bereich kommt, arbeitet sich meist ohne zweite Ausbildung ein. Danach führen Wege über Herstellerschulungen, Zertifizierungen für Hochvolttechnik und Bremsenprüfung sowie über die Meisterprüfung oder die Weiterbildung zum Kfz-Servicetechniker weiter.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich schwer. Räder wiegen über 100 Kilogramm, viele Handgriffe erfolgen über Kopf, in Zwangshaltung oder in der Grube. Öl, Fett, Bremsstaub und Dieselgeruch gehören zum Alltag, ebenso Lärm, Kälte im Winter und Arbeiten im Freien, wenn ein Fahrzeug nicht in die Halle passt. Rückenprobleme und Gelenkbeschwerden sind in diesem Beruf verbreitet.
Die Arbeitszeiten richten sich nach den Fahrzeugen: Lkw sollen fahren, nicht stehen, deshalb wird oft in Früh- und Spätschicht gearbeitet, in Busbetrieben und bei großen Werkstätten auch nachts und am Wochenende. Bereitschaft für den Pannendienst ist üblich. Dazu kommt Zeitdruck, weil jede Standstunde den Kunden Geld kostet, und die Pflicht zur Sorgfalt, weil fehlerhafte Bremsen oder Lenkungen an einem 40-Tonner Menschenleben gefährden. Wer sich schwer damit tut, ständig neue Technik zu lernen, kommt langfristig nicht mit.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und stabil. Der Güterverkehr wächst, der Fahrzeugbestand altert, und Fachkräfte fehlen in nahezu allen Regionen; unbefristete Übernahme nach der Ausbildung ist die Regel. Elektrische und wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeuge verschieben die Anforderungen, ohne Arbeit zu vernichten: Hochvolttechnik, Batteriediagnose und Softwarearbeit gewinnen an Gewicht. Entwicklungswege führen zum Serviceberater, Werkstattmeister, Kundendiensttechniker beim Hersteller, Prüfingenieur mit Zusatzqualifikation, in die Fuhrparkleitung oder in einen eigenen Betrieb.
Aufgaben
- Wartung und Inspektion von Lkw, Bussen, Anhängern und Aufbauten
- Fehlerdiagnose an Steuergeräten und Bussystemen mit Diagnosetester
- Instandsetzung von Motor, Getriebe, Achsen und Kupplung
- Prüfen und Reparieren von Druckluftbremsen und Luftfederung
- Arbeiten an Hydraulik, Ladekranen, Kipper- und Kühlaufbauten
- Durchführen von Sicherheitsprüfungen und Vorbereiten der Hauptuntersuchung
- Aufspielen von Software-Updates und Kalibrieren von Assistenzsystemen
- Einsätze im Pannen- und Notdienst beim Kunden
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker, vorzugsweise Fachrichtung Nutzfahrzeugtechnik
- Technisches Verständnis für Mechanik, Elektrik, Hydraulik und Pneumatik
- Körperliche Belastbarkeit, Schwindelfreiheit ist nicht nötig, Kraft und gesunder Rücken schon
- Führerschein Klasse C oder CE, für Busse Klasse D von Vorteil
- Bereitschaft zu Schichtarbeit, Bereitschaftsdienst und laufenden Weiterbildungen
- Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein bei sicherheitsrelevanten Bauteilen
- Grundkenntnisse in EDV für Diagnosesysteme und Auftragsdokumentation
Wo man arbeitet
- Nutzfahrzeug-Vertragswerkstätten und Servicebetriebe
- Werkstätten von Speditionen und Logistikunternehmen
- Verkehrsbetriebe und Busunternehmen
- Kommunale Fuhrparks, Feuerwehr- und Entsorgungsbetriebe
- Land- und Baumaschinenhändler
- Mobiler Service- und Pannendienst
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker mit Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik in Betrieb und Berufsschule. Sie endet mit der gestreckten Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer oder der Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Anschließend sind Herstellerzertifikate, die Weiterbildung zum Servicetechniker sowie der Kfz-Techniker-Meister möglich.
Offene Stellen als KFZ-Mechatroniker Nutzfahrzeugtechnik
In der Suche fortsetzen
KFZ-Mechatroniker/in Nutzfahrzeugtechnik (m/w/d)
KFZ-Mechatroniker/in Nutzfahrzeugtechnik (m/w/d)
KFZ-Mechatroniker/in Nutzfahrzeugtechnik (m/w/d)
KFZ-Mechatroniker Nutzfahrzeugtechnik (m/w/d)
KFZ-Mechatroniker/in Nutzfahrzeugtechnik (m/w/d)
KFZ-Mechatroniker/in Nutzfahrzeugtechnik (m/w/d)
KFZ-Mechatroniker/in Nutzfahrzeugtechnik (m/w/d)
Verwandte Berufe
Industriemechaniker
Industriemechaniker bauen, warten und reparieren Maschinen und Produktionsanlagen. Sie fertigen Bauteile, montieren Anlagen und halten die Produktion am Laufen.
- Offene Stellen
- 192
- Monatsbrutto
- 2.600 – 5.500 €
Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker
Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker richten beschädigte Fahrzeugkarosserien wieder her, bauen Aufbauten für Nutzfahrzeuge und montieren Anhänger, Kofferaufbauten oder Sonderfahrzeuge. Sie arbeiten mit Blech, Aluminium, Kunststoff und zunehmend mit Elektronik.
- Offene Stellen
- 15
- Monatsbrutto
- 2.400 – 4.800 €
Land- und Baumaschinenmechatroniker
Land- und Baumaschinenmechatroniker warten und reparieren Traktoren, Mähdrescher, Bagger und Kommunalfahrzeuge. Sie arbeiten an Hydraulik, Motoren, Elektronik und Steuerungssoftware – in der Werkstatt und direkt auf dem Feld oder der Baustelle.
- Offene Stellen
- 9
- Monatsbrutto
- 2.500 – 4.800 €
Mechatroniker für Kältetechnik
Mechatroniker für Kältetechnik bauen, warten und reparieren Kälte- und Klimaanlagen – von der Supermarkt-Kühltheke über Wärmepumpen bis zur industriellen Prozesskühlung. Der Beruf verbindet Metallbau, Elektrotechnik, Regelungstechnik und Kältemittelkunde.
- Offene Stellen
- 17
- Monatsbrutto
- 2.700 – 5.400 €
Passend dazu im Ratgeber
- Arbeitsmedizinische Vorsorge: Pflicht, Angebot, Wunsch Vorsorge ist keine Eignungsprüfung und kein Test, den man bestehen muss. Welche drei Arten...
- Bildschirmarbeitsplatz einrichten: die Reihenfolge Ein Bildschirmarbeitsplatz wird von unten nach oben eingerichtet: erst der Stuhl, dann der...
- Quereinstieg: wie ein Wechsel in einen anderen Beruf gelingt Ein Berufswechsel scheitert selten an der Fähigkeit und oft an der Darstellung. Welche Weg...