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Handwerk & Produktion

Land- und Baumaschinenmechatroniker

Land- und Baumaschinenmechatroniker warten und reparieren Traktoren, Mähdrescher, Bagger und Kommunalfahrzeuge. Sie arbeiten an Hydraulik, Motoren, Elektronik und Steuerungssoftware – in der Werkstatt und direkt auf dem Feld oder der Baustelle.

9 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Land- und Baumaschinenmechatroniker verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.800 € 3.200 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.300 € 3.800 € 39.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.400 € 3.900 € 4.800 € 46.800 €

Entscheidend sind Tarifbindung und Region: In Betrieben mit Tarifvertrag des Kraftfahrzeuggewerbes oder des Metallhandwerks liegen die Löhne über denen kleiner, nicht tarifgebundener Landmaschinenwerkstätten, im Süden und Westen zudem über dem Osten. Überstunden in der Saison, Außendienst- und Bereitschaftszulagen erhöhen das reale Monatseinkommen deutlich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Land- und Baumaschinenmechatroniker?

Ein Mähdrescher steht in der Ernte still, ein Radlader verliert Hydrauliköl, ein Traktor meldet einen Fehlercode im Abgasnachbehandlungssystem: Land- und Baumaschinenmechatroniker finden die Ursache und beheben sie. Sie schließen Diagnosegeräte und Laptops an die Fahrzeugelektronik an, lesen Fehlerspeicher aus, prüfen Sensoren und Steuergeräte und spielen Softwareupdates auf. Genauso gehört das Grobe dazu: Getriebe ausbauen, Achsen zerlegen, Hydraulikschläuche pressen, Schweißnähte setzen, Reifen von zwei Metern Durchmesser wechseln.

Ein großer Teil der Arbeit ist Wartung nach Plan – Öl- und Filterwechsel, Bremsen, Schmierstellen, Sicherheitsprüfungen an Ladekranen und Anbaugeräten. Dazu kommt der Umbau und die Nachrüstung: Frontlader, GPS-Lenksysteme, Isobus-Terminals, Streuautomaten für Kommunalfahrzeuge. Wer im Kundendienst arbeitet, fährt mit dem Servicewagen zu Höfen, Baustellen und Bauhöfen und repariert dort, wo die Maschine steht. Übergabegespräche mit Landwirten und Baggerfahrern, Einweisungen in neue Technik und das Schreiben von Arbeitsberichten für die Abrechnung sind ebenfalls Teil des Alltags.

Wie wird man Land- und Baumaschinenmechatroniker?

Über eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung im Handwerk. Betriebe sind Landmaschinenfachbetriebe, Baumaschinenhändler, Herstellervertretungen und kommunale Bauhöfe. Formal ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, die meisten Auszubildenden haben einen mittleren Abschluss; brauchbare Noten in Mathematik und Physik helfen, weil Hydraulik und Elektrotechnik rechnerisch verstanden werden müssen. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Quereinstieg gelingt am ehesten aus verwandten Metall- und Fahrzeugberufen: Kfz-Mechatroniker, Nutzfahrzeugtechniker, Industriemechaniker oder Anlagenmechaniker können über eine Umschulung oder eine verkürzte Zweitausbildung wechseln. Erfahrung mit Hydraulik und Dieseltechnik wird dabei angerechnet. Ohne technische Vorbildung führt der Weg in der Regel über die reguläre Ausbildung.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist körperlich fordernd. Gearbeitet wird in Zwangshaltungen unter Maschinen, mit schwerem Werkzeug, an schmutzigen und öligen Teilen. Im Winter ist die Halle kalt, im Sommer der Motorraum heiß. Draußen wird bei jedem Wetter geschraubt. Lärm, Vibration, Öl- und Kraftstoffkontakt gehören dazu.

Die Arbeitszeiten folgen den Saisons. In der Ernte und in der Bausaison sind Überstunden und Wochenendeinsätze normal, weil eine stillstehende Maschine den Kunden Geld kostet. Der Winter ist ruhiger und wird für Überholungen genutzt. Bereitschaftsdienste sind in vielen Betrieben üblich. Wer im Außendienst arbeitet, braucht den Führerschein, Selbstständigkeit und Geduld mit Kunden unter Zeitdruck. Anspruchsvoll ist die Bandbreite der Technik: Jeder Hersteller hat eigene Diagnosesysteme, und die Elektronik wird schneller komplexer, als sich alte Kenntnisse abnutzen. Lernbereitschaft ist keine Kür.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und in vielen Regionen höher als das Angebot an Fachkräften. Landwirtschaft, Bau und Kommunen können auf Instandhaltung nicht verzichten, und Maschinen werden teurer und technisch anspruchsvoller, statt einfacher. Fachkräfte mit Hersteller-Zertifizierungen und Diagnoseerfahrung sind gesucht.

Entwicklungswege führen über den Meister – auch als Voraussetzung für einen eigenen Betrieb oder die Ausbildung von Nachwuchs – oder über den Techniker für Landbautechnik. Möglich sind der Wechsel in den technischen Kundendienst eines Herstellers, in Schulung und Anwendungsberatung, in den Ersatzteil- und Maschinenvertrieb oder in Sonderbereiche wie Präzisionslandwirtschaft und Elektroantriebe in Kommunalfahrzeugen.

Aufgaben

  • Fehlerdiagnose an Motoren, Hydraulik und Fahrzeugelektronik mit Diagnosegerät
  • Wartungs- und Inspektionsarbeiten nach Herstellervorgaben durchführen
  • Getriebe, Achsen, Pumpen und Zylinder aus- und einbauen, zerlegen und instand setzen
  • Hydraulikleitungen anfertigen, Schweiß- und Metallarbeiten ausführen
  • Anbaugeräte, GPS-Lenksysteme und Isobus-Technik montieren und einstellen
  • Steuergeräte programmieren und Softwareupdates aufspielen
  • Reparaturen im Außendienst auf Höfen und Baustellen erledigen
  • Kunden in die Bedienung neuer Maschinen einweisen und Arbeitsberichte schreiben

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Land- und Baumaschinenmechatroniker oder vergleichbare Metall-/Fahrzeugqualifikation
  • Technisches Verständnis für Hydraulik, Elektrik und Motorentechnik
  • Körperliche Belastbarkeit, Arbeiten in Zwangshaltung und bei Wetter
  • Führerschein Klasse B, häufig zusätzlich T oder C für Probefahrten und Servicefahrten
  • Bereitschaft zu Saisonüberstunden, Wochenenddiensten und Rufbereitschaft
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein bei Sicherheitsprüfungen
  • Bereitschaft, sich in wechselnde Herstellersysteme einzuarbeiten

Wo man arbeitet

  • Landmaschinen-Fachwerkstätten und Herstellervertretungen
  • Baumaschinenhändler und Mietparks
  • Kommunale Bauhöfe und Straßenmeistereien
  • Große Landwirtschaftsbetriebe, Lohnunternehmen und Maschinenringe
  • Kundendienst im Außeneinsatz auf Feldern und Baustellen

Der Weg in den Beruf

Der Weg führt über die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker in einem Handwerksbetrieb mit Berufsschule. Abschluss ist die Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Danach sind Meisterprüfung, Weiterbildung zum Techniker für Landbautechnik oder Hersteller-Zertifizierungen möglich.

Offene Stellen als Land- und Baumaschinenmechatroniker

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