Baugeräteführer
Baugeräteführer bedienen und warten schwere Baumaschinen wie Bagger, Raupen, Radlader, Walzen und Krane auf Baustellen. Sie bewegen Erdmassen, heben Lasten und halten die Technik einsatzfähig.
11 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Baugeräteführer verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.700 € | 3.000 € | 3.400 € | 36.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.200 € | 3.600 € | 4.200 € | 43.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.800 € | 4.300 € | 5.200 € | 51.600 € |
In tarifgebundenen Betrieben richtet sich der Lohn nach dem Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe (BRTV) und der jeweiligen Lohngruppe, mit spürbarem Unterschied zwischen West und Ost. Deutlich mehr bringen Zulagen für Montage, Überstunden und Erschwernis sowie Spezialgeräte wie Großbagger, Turmdrehkran oder Bohrgerät.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Baugeräteführer?
Baugeräteführer sitzen an den Hebeln der großen Maschinen im Bauwesen. Sie heben Baugruben aus, ziehen Gräben für Leitungen, planieren Flächen, verdichten Untergrund mit Walzen und Rüttelplatten, laden Erde und Schotter auf Lkw oder setzen mit dem Kran Fertigteile und Material an ihren Platz. Dazu gehört das Einmessen und Abstecken nach Plan, das Lesen von Bauzeichnungen und Höhenangaben und die Abstimmung mit dem Baustellenpersonal über Handzeichen und Funk.
Ein erheblicher Teil der Arbeit ist Technik am Gerät selbst. Vor jedem Einsatz wird das Gerät geprüft, Öl- und Hydraulikstände kontrolliert, Ketten gespannt, Zähne und Schneiden getauscht, geschmiert und gereinigt. Kleinere Störungen werden vor Ort behoben, bei größeren wird der Servicemonteur gerufen. Auch das Umsetzen der Maschinen zwischen Baustellen, das Verladen auf Tieflader und die Ladungssicherung fallen an.
Wie wird man Baugeräteführer?
Der klassische Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Baugeräteführer im Bauhauptgewerbe, mit Betrieb, Berufsschule und überbetrieblicher Ausbildung im Ausbildungszentrum. Die meisten Betriebe erwarten einen Hauptschul- oder Realschulabschluss. Nach der Prüfung folgen häufig weitere Nachweise: Führerschein C/CE für den Maschinentransport, Kranführerschein, Baumaschinenscheine für einzelne Gerätearten.
Quereinstieg ist verbreitet. Wer aus dem Straßenbau, Tiefbau, der Landwirtschaft oder als Berufskraftfahrer kommt, wird oft angelernt und über Lehrgänge und Befähigungsnachweise qualifiziert. Ohne Ausbildung bleibt man aber lohnmäßig und bei der Gerätevielfalt meist eingeschränkt.
Was der Beruf verlangt
Baustellen laufen bei Kälte, Regen und Hitze weiter. Arbeitsbeginn ist früh, Zehn-Stunden-Tage in der Saison sind normal, im Winter kann es je nach Auftragslage zu Kurzarbeit oder Saisonarbeitslosigkeit kommen. Wer für ein überregional tätiges Unternehmen arbeitet, ist häufig auf Montage und übernachtet auswärts.
Körperlich ist der Beruf weniger schwer als andere Bautätigkeiten, dafür belasten Ganzkörpervibrationen, Lärm und langes Sitzen in einer Position Rücken und Gehör. Die Wartungsarbeiten dagegen sind schmutzig und anstrengend. Vor allem aber trägt man Verantwortung: Ein Bagger, der eine Gasleitung trifft, ein falsch gesetzter Kranhaken oder eine kippende Maschine am Hang haben schwere Folgen. Verlangt werden räumliches Vorstellungsvermögen, ruhige Feinmotorik, technisches Verständnis und die Bereitschaft, Sicherheitsregeln auch unter Zeitdruck einzuhalten. Schwindelfreiheit und gutes Sehvermögen sind für Kranarbeit Voraussetzung.
Aussichten
Geübte Maschinisten werden gesucht. Infrastruktur, Kanalsanierung, Netzausbau und Rückbau sichern die Nachfrage, auch wenn der Hochbau konjunkturell schwankt. Wer viele Gerätearten beherrscht und Scheine mitbringt, findet zügig eine Stelle. Entwicklungswege führen über den Vorarbeiter und Werkpolier zum geprüften Baumaschinenmeister oder in den Maschinenservice und die Geräteverwaltung eines Bauunternehmens. Auch der Wechsel in Vermietstationen für Baumaschinen, in die Einweisung von Kunden oder in die Bedienung von Spezialgerät wie Bohr-, Ramm- und Abbruchtechnik ist möglich. Maschinensteuerung über GPS und digitale Modelle gewinnt an Bedeutung, entsprechende Kenntnisse sind ein deutlicher Vorteil.
Aufgaben
- Bagger, Radlader, Raupen, Walzen und Krane auf Baustellen führen
- Baugruben und Leitungsgräben ausheben und Flächen planieren
- Boden und Schotter verdichten, Material laden und umsetzen
- Lasten mit Kran oder Anbaugerät heben und einbauen
- Baupläne, Höhenangaben und Absteckungen umsetzen
- täglich Wartung, Schmierung und Sicherheitskontrolle der Geräte
- kleinere Störungen und Reparaturen selbst beheben
- Maschinen auf Tieflader verladen und Ladung sichern
Voraussetzungen
- abgeschlossene Ausbildung zum Baugeräteführer oder einschlägige Berufserfahrung
- Führerschein, für Maschinentransporte C/CE
- Befähigungsnachweise für Erdbaumaschinen und gegebenenfalls Krane
- technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
- räumliches Vorstellungsvermögen und Konzentration über lange Schichten
- gutes Sehvermögen, Schwindelfreiheit für Kranarbeit
- Bereitschaft zu Außeneinsatz bei jedem Wetter und zu Montage
Wo man arbeitet
- Tiefbau- und Straßenbauunternehmen
- Hochbau- und Abbruchbetriebe
- Spezialtiefbau und Erdbewegungsfirmen
- Bauhöfe und Baumaschinenvermietungen
- Kies-, Sand- und Kompostwerke, Deponien
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Baugeräteführer im Bauhauptgewerbe mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer beziehungsweise Handwerkskammer. Praxis im Betrieb wird mit Berufsschule und überbetrieblichen Kursen im Ausbildungszentrum kombiniert. Ergänzend werden Führerschein C/CE und Befähigungsnachweise für einzelne Gerätearten erworben.
Offene Stellen als Baugeräteführer
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Baugeräteführer - Tiefbau / Kabelleitungsbau (m/w/d)
Ausbildung zum Baugeräteführer (m/w/d)
Verwandte Berufe
Berufskraftfahrer
Berufskraftfahrer transportieren Güter oder Personen mit Lkw, Sattelzügen oder Bussen und sind für Ladung, Fahrzeug und Papiere verantwortlich. Der Arbeitsalltag findet überwiegend auf der Straße statt, oft mit langen Standzeiten und Nächten unterwegs.
- Offene Stellen
- 47
- Monatsbrutto
- 2.300 – 4.300 €
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Land- und Baumaschinenmechatroniker warten und reparieren Traktoren, Mähdrescher, Bagger und Kommunalfahrzeuge. Sie arbeiten an Hydraulik, Motoren, Elektronik und Steuerungssoftware – in der Werkstatt und direkt auf dem Feld oder der Baustelle.
- Offene Stellen
- 9
- Monatsbrutto
- 2.500 – 4.800 €
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- Offene Stellen
- 4
- Monatsbrutto
- 2.700 – 5.200 €
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Tiefbaufacharbeiter bauen Straßen, Kanäle, Rohrleitungen und Gleise: Sie heben Gräben aus, verlegen Leitungen, verdichten Böden und stellen Fahrbahnaufbauten her. Die Arbeit findet ganzjährig im Freien statt.
- Offene Stellen
- 21
- Monatsbrutto
- 2.500 – 4.900 €
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