Was macht ein Store Manager?
Ein Store Manager leitet eine einzelne Filiale und trägt die Verantwortung dafür, dass der Laden läuft. Das beginnt morgens mit dem Aufschließen, dem Zählen der Kasse und der Prüfung, wer im Dienst ist, und endet abends mit dem Kassenabschluss und dem Tagesbericht an die Bezirks- oder Regionalleitung. Dazwischen liegt eine Mischung aus Verkauf, Organisation und Personalarbeit. Der Store Manager erstellt Dienstpläne, führt Mitarbeitergespräche, schult neue Kräfte an, bestellt Ware nach, kontrolliert Lieferungen, kümmert sich um Reklamationen und setzt Werbeaktionen und Warenpräsentationen um, die aus der Zentrale vorgegeben werden. Kennzahlen bestimmen den Alltag stark: Umsatz pro Tag, Kundenfrequenz, durchschnittlicher Bonwert, Personalkosten im Verhältnis zum Umsatz, Inventurdifferenzen. In kleineren Filialen steht der Filialleiter den größten Teil der Arbeitszeit selbst an der Kasse oder im Verkaufsgespräch, in großen Häusern verschiebt sich der Anteil zur Führung und Planung.
Wie wird man Store Manager?
Der häufigste Weg führt über eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel oder zum Verkäufer und mehrere Jahre auf der Fläche, oft mit einer Zwischenstufe als stellvertretende Filialleitung. Viele Handelsketten haben eigene Nachwuchsprogramme, in denen Verkäuferinnen innerhalb von ein bis zwei Jahren auf die Leitung vorbereitet werden. Ein Abschluss als Handelsfachwirt oder ein Studium in Betriebswirtschaft oder Handelsmanagement beschleunigt den Aufstieg, besonders bei größeren Flächen oder in Filialen mit hohem Umsatz. Der Quereinstieg ist verbreitet: Wer in der Gastronomie, im Hotel oder im Service geführt hat, bekommt in vielen Ketten eine Chance, weil Warenkunde sich lernen lässt, Führung auf einer engen Fläche aber nicht.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeitszeiten richten sich nach den Öffnungszeiten, also spätabends, samstags und in der Vorweihnachtszeit fast durchgehend. Wer Dienstpläne schreibt, füllt Lücken bei Krankheit oft selbst. Der Job ist überwiegend stehend, verbunden mit Heben von Kartons und Warenumbauten. Der Druck kommt von zwei Seiten: aus der Zentrale über Zielvorgaben und aus dem Team, das häufig unterbesetzt, in Teilzeit organisiert und von hoher Fluktuation geprägt ist. Konflikte mit Kunden, Diebstahl, kurzfristige Absagen und Personalsuche gehören zum Alltag. Wer schlecht abgrenzt, arbeitet regelmäßig über die vereinbarte Zeit hinaus. Gefordert sind Ruhe in hektischen Momenten, Zahlenverständnis und die Bereitschaft, unangenehme Gespräche zu führen.
Aussichten
Der Bedarf ist konstant hoch, weil viele Ketten Führungsstellen in Filialen nur schwer besetzt bekommen und Personal in der Fläche schnell wechselt. Wer sich bewährt, kann größere Filialen übernehmen, in die Bezirks- oder Regionalleitung mit mehreren Standorten wechseln oder in Zentralfunktionen wie Einkauf, Expansion oder Vertriebssteuerung gehen. Der stationäre Handel steht durch den Onlinehandel unter Druck, Standorte werden geschlossen oder verkleinert, was Umzugsbereitschaft nützlich macht. Gleichzeitig entstehen Stellen in Fachmärkten, in Filialen der Systemgastronomie und in Flagship Stores von Marken, die eigene Läden betreiben.