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Sortierer

Sortierer trennen Abfälle, Wertstoffe, Pakete, Briefe oder Textilien von Hand oder an Anlagen nach festgelegten Kriterien. Die Tätigkeit ist eine Helfertätigkeit ohne vorgeschriebene Ausbildung, meist im Schichtbetrieb.

6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Sortierer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.350 € 2.600 € 28.200 €
Mit Berufserfahrung 2.300 € 2.550 € 2.900 € 30.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.500 € 2.800 € 3.300 € 33.600 €

Viele Stellen werden zum gesetzlichen Mindestlohn oder knapp darüber bezahlt, vor allem über Zeitarbeit nach den Tarifverträgen von GVP und DGB. Besser zahlen tarifgebundene Betriebe wie die Deutsche Post nach ihrem Haustarifvertrag, kommunale Entsorger nach TVöD oder private Entsorger nach dem Tarifvertrag des BDE, zudem steigern Nacht- und Wochenendzuschläge das tatsächliche Einkommen spürbar.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sortierer?

Sortierer arbeiten dort, wo große Mengen gleichartiger Dinge getrennt werden müssen. In Recycling- und Sortieranlagen stehen sie an Förderbändern und ziehen Störstoffe aus dem Strom von Verpackungen, Papier oder Bauabfällen: Glas aus dem Kunststoff, Batterien aus dem Papier, Folien aus den Dosen. Was von Maschinen nicht erkannt wird, landet in ihren Händen und wird in Schächte oder Behälter geworfen. In Paket- und Briefzentren ordnen sie Sendungen nach Postleitzahlen und Touren, legen Pakete aufs Band, scannen Etiketten und beladen Rollcontainer. In der Altkleidersortierung prüfen sie Textilien nach Zustand und Material und teilen sie in Qualitätsstufen ein. Hinzu kommen kleinere Wartungshandgriffe, das Reinigen des Arbeitsplatzes, das Melden von Störungen an Anlagen und das Wechseln voller Behälter.

Wie wird man Sortierer?

Eine Ausbildung ist nicht vorgeschrieben. Die Einarbeitung erfolgt im Betrieb und dauert meist wenige Tage bis einige Wochen. Sie umfasst Arbeitsschutz, Hygiene, die Erkennung der zu trennenden Stoffe und die Bedienung der Anlage oder der Scanner. Viele Stellen werden über Zeitarbeitsfirmen besetzt, was den Einstieg erleichtert, aber oft mit befristeten Verträgen verbunden ist. Grundkenntnisse in Deutsch reichen in vielen Betrieben aus. Wer sich weiterentwickeln will, kann einen Staplerschein erwerben oder später eine Ausbildung anschließen, etwa zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft, zur Fachkraft für Lagerlogistik oder zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich anstrengend und eintönig. Sortierer stehen in der Regel die ganze Schicht, greifen in schnellem Takt und wiederholen dieselben Bewegungen, was Schultern, Rücken und Handgelenke belastet. In der Abfallsortierung kommen Geruch, Staub, Lärm, Zugluft und je nach Jahreszeit Hitze oder Kälte hinzu. Schutzkleidung, Handschuhe und oft eine Impfung gegen Tetanus und Hepatitis gehören dazu, weil spitze Gegenstände und verunreinigte Abfälle im Material sind. In der Paketsortierung ist das Heben schwerer Sendungen Alltag, vor Weihnachten steigt das Volumen stark. Gearbeitet wird häufig im Schichtdienst, auch nachts und am Wochenende. Konzentration über lange Zeit am laufenden Band fällt vielen schwer, ebenso der Umstand, dass die Bezahlung meist nahe am Mindestlohn liegt.

Aussichten

Arbeit gibt es regelmäßig, weil die Fluktuation hoch ist und der Versandhandel sowie die gesetzlichen Recyclingquoten für anhaltenden Bedarf sorgen. Gleichzeitig ersetzen optische Sortiertechnik, Nahinfrarot-Scanner und automatische Paketsortierer zunehmend Handarbeit, sodass einfache Tätigkeiten langfristig weniger werden. Gefragter bleiben Beschäftigte, die Anlagen überwachen, Störungen beheben und Qualität kontrollieren. Erfahrene Sortierer können zum Vorarbeiter, Schichtführer oder Anlagenbediener aufsteigen. Ein Staplerschein oder eine anschließende Berufsausbildung verbessert die Chancen auf eine unbefristete und besser bezahlte Stelle deutlich.

Aufgaben

  • Störstoffe und Wertstoffe am Sortierband von Hand aussortieren
  • Pakete und Briefe nach Postleitzahlen und Touren verteilen
  • Sendungen scannen und auf Rollcontainer oder Bänder legen
  • Altkleider nach Zustand, Material und Qualitätsstufe trennen
  • volle Behälter wechseln und Sortierfraktionen bereitstellen
  • Störungen an Förderbändern und Anlagen melden
  • Arbeitsplatz und Anlagenbereich reinigen

Voraussetzungen

  • kein bestimmter Schulabschluss erforderlich
  • körperliche Belastbarkeit für langes Stehen und Heben
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit
  • Konzentration bei gleichförmiger Arbeit im Takt
  • Unempfindlichkeit gegenüber Geruch, Staub und Schmutz in der Abfallsortierung
  • Grundkenntnisse der deutschen Sprache für Sicherheitsunterweisungen

Wo man arbeitet

  • Recycling- und Sortieranlagen
  • Paket- und Briefzentren
  • Verteilzentren des Versandhandels
  • Altkleider- und Textilsortierbetriebe
  • Entsorgungsbetriebe und Wertstoffhöfe
  • Zeitarbeitsfirmen

Der Weg in den Beruf

Eine formale Ausbildung gibt es nicht, die Einarbeitung im Betrieb dauert einige Tage bis wenige Wochen. Wer aufsteigen will, kann später eine dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft oder eine zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen absolvieren.

Offene Stellen als Sortierer

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4
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