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Vertrieb & Kundenservice

Sales Manager Außendienst in der Neukundenakquise

Sales Manager im Außendienst mit Fokus Neukundenakquise gewinnen aktiv neue Geschäftskunden in einem festen Gebiet. Der Beruf besteht aus Kaltakquise, Terminreisen und Abschlussgesprächen und wird meist stark über Provision bezahlt.

6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Sales Manager Außendienst in der Neukundenakquise verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.800 € 3.400 € 4.200 € 40.800 €
Mit Berufserfahrung 3.800 € 4.700 € 6.000 € 56.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.000 € 6.500 € 9.500 € 78.000 €

Entscheidend ist die Aufteilung zwischen Fixum und Provision: In vielen Stellen liegt der variable Anteil bei 20 bis 50 Prozent, bei Handelsvertretern auf reiner Provisionsbasis sogar bei 100 Prozent. Branche und Auftragswert wirken stark, Softwarevertrieb und Investitionsgüter zahlen deutlich mehr als Werbe- oder Verbrauchsgütervertrieb; einen einheitlichen Tarifvertrag gibt es nicht, in der Industrie orientieren sich Innen- und Außendienstgehälter teils an den Tarifen von Metall- und Elektroindustrie oder Chemie.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sales Manager Außendienst in der Neukundenakquise?

Im Zentrum steht eine einzige Aufgabe: Kunden gewinnen, die vorher noch nichts gekauft haben. Bestandskunden betreuen andere. Der Arbeitstag beginnt häufig am Telefon oder Laptop mit der Vorbereitung von Terminen, Recherche zu Zielunternehmen, Ansprechpartnern und Entscheidungswegen. Danach folgt die Fahrt zum Kunden, meist zwei bis fünf Termine am Tag im zugewiesenen Gebiet. Vor Ort geht es darum, den Bedarf zu erfassen, das eigene Produkt oder die Dienstleistung dagegen zu stellen, Preise zu erklären und Einwände zu entkräften. Angebote werden erstellt, nachverfolgt, Verträge verhandelt und unterschrieben. Alles landet im CRM-System, denn die Pipeline ist die Grundlage für Forecast und Provisionsabrechnung.

Je nach Branche unterscheidet sich der Rhythmus deutlich. Im Verkauf von Werbeflächen, Bürobedarf oder Energieverträgen sind Abschlüsse schnell und die Zahl der Termine hoch. Bei Maschinen, Software oder Logistikdienstleistungen dauern Verkaufszyklen Monate, es sind mehrere Gespräche mit Einkauf, Fachabteilung und Geschäftsführung nötig, oft mit technischer Unterstützung durch Kollegen aus dem Innendienst oder dem Presales.

Wie wird man Sales Manager Außendienst?

Ein festgelegter Ausbildungsweg existiert nicht. Üblich sind eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement oder Industriekaufmann, oder ein Studium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen oder einem für die Branche passenden Fach. In technischen Branchen zählt Produktverständnis mehr als der Abschluss, dort steigen auch Techniker und Meister ein. Der Quereinstieg ist einer der häufigsten überhaupt: Wer im Einzelhandel, in der Gastronomie, im Callcenter oder im Innendienst Verkaufserfahrung gesammelt hat, wird eingestellt und intern geschult. Erwartet werden ein Führerschein und die Bereitschaft, die ersten Monate mit intensiver Produkteinarbeitung und Begleitung durch erfahrene Kollegen zu verbringen.

Was der Beruf verlangt

Neukundenakquise heißt, häufiger abgelehnt als angenommen zu werden. Absagequoten von neun aus zehn Kontakten sind in manchen Branchen normal. Wer das persönlich nimmt, hält die Arbeit nicht lange durch. Dazu kommt permanenter Zahlendruck: Wochenberichte, Monatsziele, Rankings innerhalb des Teams. Der Verdienst hängt oft zu einem erheblichen Teil an der Provision, was in guten Monaten viel und in schlechten wenig bedeutet.

Die Reisetätigkeit ist beträchtlich. Bei regionalen Gebieten sind es lange Tage im Auto, bei größeren Gebieten mehrere Übernachtungen pro Woche. Termine liegen manchmal früh morgens oder abends, Angebote und CRM-Pflege bleiben für den Abend übrig. Familienleben und Vertriebsaußendienst lassen sich vereinbaren, verlangen aber Planung. Positiv ist die große Selbstständigkeit: Wer seine Zahlen bringt, wird selten kontrolliert.

Aussichten

Die Nachfrage nach Vertriebsmitarbeitern, die tatsächlich neue Kunden gewinnen, ist stabil hoch, weil viele Unternehmen genau diese Rolle schwer besetzt bekommen. Erfolge sind messbar, das erleichtert den Wechsel zwischen Branchen. Entwicklungswege führen zum Key Account Management mit größeren Kunden, zur Teamleitung oder Regionalverantwortung, zum Vertriebsleiter oder in Richtung Sales Operations und Enablement. Digitale Kanäle verändern die Arbeit: Ein Teil der Erstgespräche findet per Video statt, Leadrecherche und Ansprache laufen datengestützt. Die Fähigkeit, ein Gespräch mit einem skeptischen Entscheider zu führen, bleibt der Kern.

Aufgaben

  • Zielkunden recherchieren und Ansprechpartner identifizieren
  • Kaltakquise per Telefon, E-Mail und über Netzwerke
  • Erstgespräche und Bedarfsanalysen beim Kunden vor Ort
  • Angebote kalkulieren, präsentieren und nachverfolgen
  • Preis- und Vertragsverhandlungen bis zum Abschluss
  • Pipeline und Kontakthistorie im CRM-System pflegen
  • Messen und Branchenveranstaltungen zur Kontaktanbahnung nutzen
  • Übergabe gewonnener Kunden an Innendienst oder Betreuung

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung, Studium oder nachgewiesene Verkaufserfahrung
  • Führerschein Klasse B und Reisebereitschaft
  • Sicheres Auftreten und Gesprächsführung mit Entscheidern
  • Hohe Frustrationstoleranz bei Absagen
  • Selbstorganisation und Disziplin ohne tägliche Aufsicht
  • Sicherer Umgang mit CRM-Software und Zahlen
  • Je nach Branche technisches Produktverständnis oder Englischkenntnisse

Wo man arbeitet

  • Industrie- und Maschinenbauunternehmen
  • Software- und IT-Anbieter
  • Großhandel und Handelsvertretungen
  • Dienstleister für Logistik, Energie, Werbung und Finanzen
  • Personaldienstleister und Vertriebsagenturen
  • Homeoffice mit festem Vertriebsgebiet

Der Weg in den Beruf

Klassisch führt eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa im Groß- und Außenhandelsmanagement, oder ein wirtschaftswissenschaftliches Studium in den Beruf. Ebenso verbreitet ist der Quereinstieg mit Verkaufserfahrung aus Handel, Innendienst oder Callcenter, gefolgt von mehrmonatiger interner Produkt- und Vertriebsschulung. Weiterbildungen wie Fachwirt für Vertrieb oder zertifizierte Verkaufstrainings ergänzen den Weg.

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