Sales Development
Sales Development Representatives sprechen potenzielle Kunden zum ersten Mal an, prüfen deren Bedarf und übergeben qualifizierte Kontakte an den Vertrieb. Der Beruf ist vor allem in Softwareunternehmen und im B2B-Geschäft verbreitet.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Sales Development verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 3.100 € | 3.700 € | 37.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.200 € | 3.900 € | 4.700 € | 46.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.000 € | 4.900 € | 6.500 € | 58.800 € |
Tarifverträge gibt es in diesem Beruf praktisch nicht, verhandelt wird individuell. Das Gehalt besteht meist aus einem festen Teil und zehn bis dreißig Prozent variabler Vergütung, die an vereinbarte Termine und daraus entstandene Abschlüsse gebunden ist; große Softwareunternehmen in München, Berlin und Hamburg zahlen deutlich mehr als kleine Mittelständler.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht Sales Development?
Sales Development steht am Anfang des Vertriebsprozesses. Wer in diesem Beruf arbeitet, recherchiert Unternehmen, die zum eigenen Produkt passen, findet die richtigen Ansprechpartner und nimmt Kontakt auf: per Telefon, E-Mail, LinkedIn-Nachricht. Ziel ist kein Abschluss, sondern ein Termin. Im Gespräch wird geklärt, ob überhaupt ein Bedarf besteht, wer über das Budget entscheidet und wann eine Anschaffung realistisch ist. Passt es, geht der Kontakt an einen Account Executive, der die Verhandlung übernimmt.
Der Alltag ist stark strukturiert und messbar. Es gibt Zielwerte für Anrufe, geschriebene Mails, geführte Gespräche und vereinbarte Termine. Alles wird im CRM dokumentiert, meist Salesforce oder HubSpot. Dazu kommen Sequenztools, mit denen Kontaktketten automatisiert versendet und nachverfolgt werden. Ein großer Teil der Zeit geht in Recherche und Nachfassen, ein kleinerer in echte Gespräche - die Ablehnungsquote ist hoch.
Wie wird man Sales Development Representative?
Es gibt keinen geregelten Ausbildungsweg. Viele Unternehmen stellen Berufseinsteiger mit kaufmännischer Ausbildung, abgebrochenem oder abgeschlossenem Studium ein und schulen intern in mehreren Wochen auf Produkt, Zielgruppe und Gesprächsführung. Häufig kommen Bewerber aus Gastronomie, Einzelhandel, Call-Center oder Studentenjobs mit Kundenkontakt. Ein Studium in Betriebswirtschaft, Kommunikation oder Wirtschaftspsychologie hilft, ist aber selten Bedingung. Wichtiger sind sicheres Auftreten am Telefon, verständliches Schreiben und in vielen Firmen verhandlungssicheres Englisch, weil Märkte über Deutschland hinaus bearbeitet werden. Für technische Produkte wird Verständnis für IT-Themen erwartet, das man sich im ersten halben Jahr aneignen muss.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist repetitiv und wird laufend an Zahlen gemessen. Wer schlecht mit Ablehnung umgehen kann, hält den Rhythmus nicht lange durch: Von zwanzig Anrufen führen oft nur wenige zu einem Gespräch, und viele davon endet mit einem Nein. Monatsziele werden öffentlich im Team verglichen, in manchen Unternehmen erzeugt das erheblichen Druck. Die Fluktuation in dieser Rolle ist hoch, ein bis zwei Jahre gelten als üblich.
Die Arbeitszeiten liegen in der Regel im Bürorahmen, Homeoffice ist verbreitet. Wer internationale Märkte betreut, verschiebt den Tag mitunter nach hinten. Körperlich fordert der Beruf wenig, mental verlangt er Disziplin an Tagen ohne Erfolg und die Bereitschaft, Gesprächsleitfäden und Formulierungen immer wieder zu überarbeiten.
Aussichten
Sales Development ist als Einstieg in den Vertrieb gedacht und wird auch so genutzt. Nach ein bis zwei Jahren mit erfüllten Zielen ist der Wechsel zum Account Executive der Regelweg, mit eigenem Umsatzziel und deutlich höherer variabler Vergütung. Andere Richtungen sind Teamleitung im Sales Development, Customer Success, Sales Operations oder Marketing mit Schwerpunkt Leadgenerierung.
Die Nachfrage schwankt mit der Investitionslaune der Softwarebranche. In Wachstumsphasen werden ganze Teams aufgebaut, in Sparphasen wird an dieser Stelle zuerst gekürzt, weil der Beitrag zum Umsatz indirekt ist. Wer belastbare Zahlen aus früheren Stationen vorweisen kann, findet trotzdem verlässlich Stellen, da die Rolle in fast jedem B2B-Unternehmen mit erklärungsbedürftigem Produkt existiert.
Aufgaben
- Zielunternehmen und passende Ansprechpartner recherchieren
- Erstkontakt per Telefon, E-Mail und über soziale Netzwerke herstellen
- Bedarf, Budget und Entscheidungswege im Gespräch klären
- Termine für Account Executives vereinbaren und vorbereiten
- Alle Aktivitäten und Gesprächsergebnisse im CRM dokumentieren
- Kontaktsequenzen und Gesprächsleitfäden testen und anpassen
- Rückmeldungen aus dem Markt an Marketing und Produkt weitergeben
Voraussetzungen
- Kaufmännische Ausbildung, Studium oder vergleichbare Erfahrung mit Kundenkontakt
- Sicheres, verständliches Auftreten am Telefon
- Gutes schriftliches Deutsch, oft zusätzlich verhandlungssicheres Englisch
- Ausdauer im Umgang mit Ablehnung und Zielvorgaben
- Strukturierte Arbeitsweise und Routine in CRM-Systemen
- Interesse daran, ein technisches Produkt schnell zu verstehen
Wo man arbeitet
- Softwareunternehmen und SaaS-Anbieter
- B2B-Dienstleister und Beratungen
- Industrieunternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten
- Agenturen für Leadgenerierung und Outbound-Vertrieb
- Remote aus dem Homeoffice
Der Weg in den Beruf
Ein geregelter Ausbildungsberuf existiert nicht. Üblich ist der Direkteinstieg nach kaufmännischer Ausbildung oder Studium, gefolgt von einer internen Einarbeitung von vier bis zwölf Wochen zu Produkt, Zielgruppe und Gesprächsführung. Wer aus dem Einzelhandel, der Gastronomie oder einem Call-Center kommt, wird häufig ohne fachliche Vorkenntnisse eingestellt.
Offene Stellen als Sales Development
In der Suche fortsetzenPraktikum im Bereich Sales Development (m/w/d)
Sales Development - Kundenakquise / CRM / Leadgen (m/w/d)
Verwandte Berufe
Account Executive
Account Executives verkaufen Produkte oder Dienstleistungen an Geschäftskunden und führen Interessenten vom ersten Gespräch bis zum unterschriebenen Vertrag. Sie arbeiten mit Umsatzzielen, die monatlich oder quartalsweise gemessen werden.
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- 3.000 – 11.000 €
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Customer Success Manager betreuen Bestandskunden nach dem Vertragsabschluss, sorgen dafür, dass diese das gekaufte Produkt tatsächlich nutzen, und arbeiten daran, Verträge zu verlängern und auszubauen. Der Beruf ist vor allem in Software- und Abo-Geschäftsmodellen verbreitet.
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- 2.900 – 8.000 €
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Kaufleute für Büromanagement organisieren den Schreibtischbetrieb einer Einrichtung: Sie bearbeiten Post und E-Mails, führen Termine und Akten, schreiben Rechnungen und sind meist die erste Ansprechperson für Anfragen von außen.
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- 2.200 – 4.300 €
Vertriebsmitarbeiter im Innendienst
Vertriebsmitarbeiter im Innendienst betreuen Kunden vom Büro aus: Sie erstellen Angebote, erfassen Aufträge, klären Liefertermine und halten dem Außendienst den Rücken frei. Der Beruf verbindet kaufmännische Sachbearbeitung mit Verkaufsgesprächen am Telefon und per E-Mail.
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- Monatsbrutto
- 2.500 – 5.800 €
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