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Customer Success Manager

Customer Success Manager betreuen Bestandskunden nach dem Vertragsabschluss, sorgen dafür, dass diese das gekaufte Produkt tatsächlich nutzen, und arbeiten daran, Verträge zu verlängern und auszubauen. Der Beruf ist vor allem in Software- und Abo-Geschäftsmodellen verbreitet.

8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Customer Success Manager verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.500 € 4.200 € 42.000 €
Mit Berufserfahrung 3.800 € 4.600 € 5.600 € 55.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.000 € 6.000 € 8.000 € 72.000 €

Ein Tarifvertrag greift in dieser Funktion praktisch nie, verhandelt wird individuell. Entscheidend sind Unternehmensgröße, Finanzierungsstand des Arbeitgebers, Standort und die Größe der betreuten Kunden; ein variabler Anteil von zehn bis zwanzig Prozent, gebunden an Verlängerungsquoten und Zusatzumsatz, ist üblich und in den genannten Werten nicht enthalten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Customer Success Manager?

Customer Success Manager übernehmen Kunden, sobald der Vertrieb den Vertrag geschlossen hat. Sie richten die Software gemeinsam mit dem Kunden ein, schulen die künftigen Nutzer, definieren Ziele und prüfen später, ob diese erreicht werden. Ein großer Teil der Arbeit besteht aus Terminen: Onboarding-Calls, Quartalsgespräche mit Ansprechpartnern, Eskalationsrunden, wenn etwas nicht funktioniert. Dazwischen wird dokumentiert, im CRM-System nachgehalten und mit Produktentwicklung und Support abgestimmt, was ein Kunde braucht.

Der messbare Kern des Berufs sind Zahlen: Wie viele Kunden verlängern, wie viele kündigen, wie stark wächst der Umsatz in bestehenden Verträgen. Wer Nutzungsdaten auswertet, erkennt früh, wenn ein Kunde die gekaufte Lösung kaum öffnet, und greift ein, bevor es zur Kündigung kommt. Verkaufen gehört ebenfalls dazu, auch wenn der Titel das nicht sagt: Zusatzmodule, mehr Lizenzen, längere Laufzeiten.

Wie wird man Customer Success Manager?

Es gibt keine Ausbildung und kein Studium mit diesem Namen. Üblich sind Bachelorabschlüsse in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik, Kommunikations- oder Geisteswissenschaften, gefolgt von einem Einstieg als Junior im Support, im Vertriebsinnendienst oder in der Kundenbetreuung. Viele kommen als Quereinsteiger, etwa aus dem Einzelhandel, der Hotellerie, dem Agenturgeschäft oder aus einer kaufmännischen Ausbildung. Entscheidend ist, dass man das Produkt und die Branche des Kunden versteht und Gespräche mit unterschiedlichen Hierarchieebenen führen kann. Wer aus einer Fachbranche kommt, etwa Logistik oder Personalwesen, und dort eine Software eingeführt hat, hat gute Argumente. Englisch ist in international tätigen Unternehmen Voraussetzung, nicht Zusatz.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist überwiegend Bildschirm- und Gesprächsarbeit, oft im Homeoffice oder hybrid. Der Kalender ist eng, viele Termine liegen hintereinander, und Kunden melden sich, wenn es brennt. Unzufriedenheit landet zuerst beim Customer Success Manager, auch wenn die Ursache in der Software oder im Vertriebsversprechen liegt. Diese Rolle zwischen Kunde und eigenem Unternehmen aushalten zu können, ist die zentrale Anforderung.

Zum Quartals- und Jahresende steigt der Druck, weil Verlängerungen und Zielerreichung anstehen. Ein Teil der Vergütung ist häufig variabel und an Kündigungsquoten oder Zusatzumsatz gebunden. Reisen zu Kunden kommen je nach Segment dazu, bei Großkunden regelmäßig. Wer keine Konfliktgespräche führen mag oder Zahlenverantwortung als belastend empfindet, ist im Beruf falsch aufgestellt.

Aussichten

Solange Software als Abonnement verkauft wird, bleibt die Nachfrage stabil, weil der wirtschaftliche Erfolg dieser Modelle an Vertragsverlängerungen hängt. In wirtschaftlich schwachen Phasen wird allerdings gerade in dieser Funktion gestrichen oder die Betreuungsquote erhöht, sodass eine Person mehr Kunden begleiten muss. Entwicklungswege führen zur Betreuung strategischer Großkunden, in die Teamleitung, in den Aufbau von Prozessen und Kennzahlen oder in verwandte Funktionen wie Account Management, Produktmanagement und Vertrieb. Wer eine Branche und ein Produkt gründlich kennt, wechselt vergleichsweise leicht zu Wettbewerbern.

Aufgaben

  • Neukunden beim Einrichten und Einführen der Software begleiten
  • Anwender schulen und Fragen zur Nutzung beantworten
  • Nutzungsdaten auswerten und Kündigungsrisiken früh erkennen
  • Regelmäßige Statusgespräche mit Ansprechpartnern der Kunden führen
  • Vertragsverlängerungen vorbereiten und Zusatzmodule anbieten
  • Kundenanliegen an Support, Produktentwicklung und Vertrieb weitergeben
  • Kundenkontakte und Vereinbarungen im CRM-System dokumentieren
  • Bei Eskalationen zwischen Kunde und internen Teams vermitteln

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Studium oder kaufmännische Ausbildung, oft auch Quereinstieg mit Branchenerfahrung
  • Sicheres Auftreten in Gesprächen mit Fach- und Führungskräften
  • Verständnis für Software und Bereitschaft, Produkte technisch zu durchdringen
  • Umgang mit Kennzahlen und Auswertungen
  • Englisch in Wort und Schrift bei internationalen Kunden
  • Belastbarkeit bei Beschwerden und Zielvorgaben

Wo man arbeitet

  • Softwareunternehmen und SaaS-Anbieter
  • IT-Dienstleister und Systemhäuser
  • Agenturen und Online-Plattformen
  • Industrie- und Dienstleistungsunternehmen mit Abo-Produkten
  • Remote oder hybrid vom Homeoffice aus

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg führt über ein drei- bis vierjähriges Bachelorstudium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik oder einem angrenzenden Fach und anschließend über eine Junior-Position im Support, Vertriebsinnendienst oder Account Management. Ein geschützter Abschluss existiert nicht; eingearbeitet wird im Unternehmen, ergänzt durch Produktzertifizierungen des Herstellers. Auch der Quereinstieg aus einer kaufmännischen Ausbildung oder einer Fachbranche ist verbreitet.

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