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Project Manager

Project Manager planen, steuern und überwachen Projekte von der Zieldefinition bis zur Abnahme. Sie koordinieren Teams, Budgets und Termine und berichten an Auftraggeber oder Geschäftsleitung.

10 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Project Manager verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.400 € 4.100 € 5.000 € 49.200 €
Mit Berufserfahrung 4.500 € 5.600 € 7.000 € 67.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.000 € 7.500 € 10.000 € 90.000 €

Entscheidend sind Branche und Unternehmensgröße: In der Pharma-, Automobil- und Softwarebranche sowie in Konzernen mit Tarifbindung nach IG Metall oder IG BCE liegen die Werte deutlich über denen von Agenturen, Vereinen und kleinen Dienstleistern. Im öffentlichen Dienst richtet sich das Gehalt nach TVöD oder TV-L, meist Entgeltgruppe 12 bis 14, mit engerer Spanne und ohne variable Bonusanteile.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Project Manager?

Project Manager – im Deutschen Projektleiter oder Projektmanager – verantworten die Umsetzung zeitlich begrenzter Vorhaben. Das kann die Einführung einer neuen Software sein, der Bau einer Produktionslinie, eine Produktentwicklung, eine Marketingkampagne oder ein Umzug in ein neues Werk. Zu Beginn klären sie mit den Auftraggebern, was das Projekt liefern soll, welche Termine gelten und welches Budget zur Verfügung steht. Daraus entstehen Projektplan, Arbeitspakete und eine Aufstellung, wer welche Aufgabe übernimmt.

Im laufenden Projekt besteht die Arbeit vor allem aus Koordination und Kommunikation. Project Manager leiten Statustermine, verfolgen offene Punkte, prüfen Kosten gegen Plan, holen Entscheidungen von Vorgesetzten ein und vermitteln zwischen Fachabteilungen, Lieferanten und Kunden. Sie erkennen Risiken früh, dokumentieren Änderungen und schreiben Berichte für Lenkungskreise. Vieles davei ist Detailarbeit in Tabellen, Ticketsystemen und Präsentationen. Gearbeitet wird klassisch nach Phasenplänen, agil in Sprints oder in Mischformen, je nach Branche und Unternehmen.

Wie wird man Project Manager?

Es gibt keine geschützte Ausbildung. Der übliche Weg führt über ein Studium – Wirtschaftsingenieurwesen, Betriebswirtschaft, Informatik, Bauingenieurwesen, Naturwissenschaften – und einige Jahre Fachtätigkeit im jeweiligen Feld. Wer sich dort bewährt, übernimmt Teilprojekte und später ganze Projekte. Auch der Aufstieg aus einer Ausbildung mit anschließender Weiterbildung zum Fachwirt oder Techniker ist möglich, in technischen Betrieben sogar häufig. Verbreitete Zertifikate sind IPMA Level D bis A, PMP des Project Management Institute, PRINCE2 und Scrum Master. Sie ersetzen keine Erfahrung, werden aber in Stellenanzeigen oft verlangt.

Was der Beruf verlangt

Project Manager tragen Verantwortung für Ergebnisse, haben aber häufig keine disziplinarische Weisungsbefugnis über die Beteiligten. Sie müssen also überzeugen, verhandeln und Konflikte aushalten. Wenn Termine kippen, richtet sich der Druck zuerst auf die Projektleitung. Vor Meilensteinen und Go-live-Terminen entstehen Überstunden, in international aufgestellten Unternehmen kommen Telefontermine in fremden Zeitzonen hinzu. Wer in Anlagenbau, Beratung oder Bau arbeitet, reist regelmäßig und ist teils wochenlang auswärts.

Schwer fällt vielen der Wechsel von der Fachaufgabe zur Steuerungsaufgabe: Man löst Probleme nicht mehr selbst, sondern sorgt dafür, dass andere sie lösen. Dazu gehört Geduld für Dokumentation, Protokolle und Reporting, das manche als bürokratisch empfinden. Nötig sind Struktur, Belastbarkeit, klare Sprache in Wort und Schrift sowie sicheres Englisch.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und breit, weil nahezu jede Branche Vorhaben in Projektform organisiert – besonders im IT-Umfeld, in der Energiewirtschaft, im Maschinen- und Anlagenbau sowie im öffentlichen Sektor. Einstiege gelingen meist über Junior-Positionen, Projektassistenz oder das Projektbüro. Entwicklungswege führen zur Leitung großer Programme, ins Portfoliomanagement, in die Linienführung einer Abteilung oder in die selbstständige Beratung. Spezialisierung auf eine Branche und nachweisbare Erfolge in vergleichbaren Projekten wirken bei Bewerbungen stärker als jedes Zertifikat.

Aufgaben

  • Projektziele, Umfang und Meilensteine mit Auftraggebern abstimmen
  • Projekt- und Ressourcenpläne erstellen und laufend aktualisieren
  • Budget überwachen und Abweichungen begründen
  • Statustermine und Lenkungskreise vorbereiten und leiten
  • Risiken und Änderungsanträge bewerten und dokumentieren
  • Zwischen Fachabteilungen, Lieferanten und Kunden vermitteln
  • Projektberichte für die Geschäftsleitung erstellen
  • Abnahme, Übergabe in den Betrieb und Nachbetrachtung organisieren

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Studium oder eine Ausbildung mit Weiterbildung und mehrjähriger Fachpraxis
  • Kenntnisse in Projektmethoden, klassisch und agil
  • Sicherer Umgang mit Planungs-, Ticket- und Tabellenwerkzeugen
  • Englisch in Wort und Schrift, in internationalen Firmen verhandlungssicher
  • Durchsetzungsfähigkeit und Konfliktbereitschaft ohne Weisungsbefugnis
  • Bereitschaft zu Reisen und zu Arbeitsspitzen vor Meilensteinen
  • Zertifikat wie IPMA, PMP oder PRINCE2 von Vorteil

Wo man arbeitet

  • Industrie- und Fertigungsunternehmen
  • IT- und Softwarehäuser
  • Unternehmensberatungen und Agenturen
  • Bau- und Anlagenbaufirmen
  • Behörden, Kliniken und öffentliche Einrichtungen
  • Banken und Versicherungen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein drei- bis fünfjähriges Studium in einem fachlich passenden Feld, gefolgt von zwei bis fünf Jahren Berufspraxis, in denen Teilprojekte übernommen werden. Parallel oder danach folgt oft eine Zertifizierung nach IPMA, PMP oder PRINCE2, die je nach Stufe wenige Wochen bis mehrere Monate Vorbereitung kostet. Ein Quereinstieg aus der Fachtätigkeit ohne Studium ist möglich, wenn Projekterfahrung nachweisbar ist.

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