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Personal & Recruiting

Personalsachbearbeiter Entgeltabrechnung

Personalsachbearbeiter in der Entgeltabrechnung rechnen Löhne und Gehälter ab, melden Sozialversicherungs- und Steuerdaten und betreuen Beschäftigte in allen Fragen rund um die Abrechnung. Die Arbeit folgt einem festen Monatszyklus mit harten Terminen.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Personalsachbearbeiter Entgeltabrechnung verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.700 € 3.100 € 3.600 € 37.200 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.900 € 4.600 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.000 € 4.800 € 6.000 € 57.600 €

Am stärksten wirken Betriebsgröße und Tarifbindung: In der Metall- und Elektroindustrie oder nach TVöD und TV-L liegen die Gehälter deutlich über denen kleiner Lohnbüros und Steuerberatungskanzleien. Zusatzwissen in SAP HCM, internationaler Abrechnung oder betrieblicher Altersversorgung hebt die Spanne merklich an.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Personalsachbearbeiter Entgeltabrechnung?

Im Zentrum steht die monatliche Lohn- und Gehaltsabrechnung. Dazu werden Stammdaten gepflegt, Zeitwirtschaftsdaten übernommen, Zuschläge, Überstunden, Provisionen, Sachbezüge und Einmalzahlungen erfasst und die Abrechnung in einem System wie SAP HCM, DATEV Lohn und Gehalt, Sage oder P&I LOGA gerechnet. Anschließend folgen Beitragsnachweise an die Krankenkassen, Lohnsteueranmeldung an das Finanzamt, Buchungsbelege für die Finanzbuchhaltung und Zahlläufe.

Dazu kommen die Nebenprozesse, die in Summe oft mehr Zeit kosten als der Abrechnungslauf selbst: An- und Abmeldungen zur Sozialversicherung, Bescheinigungen für Elterngeld, Krankengeld, Arbeitslosengeld und Rentenversicherung, Pfändungen und Abtretungen, betriebliche Altersversorgung, Dienstwagen und andere geldwerte Vorteile, Mutterschutz- und Elternzeitfälle, Altersteilzeit. Beschäftigte fragen nach Abzügen auf der Abrechnung, Führungskräfte nach Personalkosten. Bei Betriebsprüfungen der Deutschen Rentenversicherung oder Lohnsteueraußenprüfungen liefert die Entgeltabrechnung die Unterlagen und beantwortet Rückfragen.

Wie wird man Personalsachbearbeiter Entgeltabrechnung?

Der häufigste Weg führt über eine kaufmännische Ausbildung, etwa Kaufmann für Büromanagement, Industriekaufmann oder Steuerfachangestellter, gefolgt von einer Weiterbildung zur Fachkraft oder zum Fachassistenten Lohn und Gehalt. Auch geprüfte Personalfachkaufleute und Absolventen betriebswirtschaftlicher Studiengänge mit Schwerpunkt Personal arbeiten in diesem Feld. Quereinstiege gelingen aus der Buchhaltung, aus Steuerbüros und aus der allgemeinen Personaladministration, meist über eine Zertifikatsweiterbildung und Einarbeitung im Team. Wer die Abrechnung eines mittelgroßen Betriebs allein verantwortet, braucht dafür in der Regel mehrere Jahre Praxis.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeiten sind meist geregelt, oft mit Gleitzeit und Möglichkeit zum Homeoffice. Der Monatszyklus erzeugt aber verlässlich Spitzen: In den Tagen vor dem Abrechnungslauf und zum Jahreswechsel wird es eng, Fristen für Meldungen und Zahlungen lassen sich nicht verschieben. Fehler sind sichtbar und teuer, weil sie sofort im Portemonnaie einzelner Menschen ankommen oder Beitragsnachforderungen auslösen. Das verlangt Genauigkeit über lange Strecken und die Bereitschaft, Sozialversicherungs- und Lohnsteuerrecht dauerhaft nachzuverfolgen, denn beide ändern sich jedes Jahr. Wer Zahlen, Vorschriften und Detailarbeit nicht mag, wird hier unglücklich. Vertraulichkeit ist Pflicht, da Gehälter, Krankheitsdaten und Pfändungen durch die Hand gehen.

Aussichten

Entgeltabrechnung wird in jedem Betrieb mit Beschäftigten gebraucht, und erfahrene Fachkräfte sind knapp, besonders solche mit sicherem Sozialversicherungswissen und Erfahrung in einem verbreiteten Abrechnungssystem. Automatisierung und Outsourcing verlagern die Arbeit teils zu Lohnbüros, Steuerberatungen und Dienstleistern, sie fällt dort aber weiter an und wird eher komplexer. Entwicklungswege führen zur Teamleitung Payroll, zur Spezialisierung auf internationale Abrechnung, betriebliche Altersversorgung oder Systembetreuung, oder weiter in HR-Controlling und Personalleitung.

Aufgaben

  • monatliche Lohn- und Gehaltsabrechnung erstellen und prüfen
  • Personalstammdaten und Zeitwirtschaftsdaten pflegen
  • An- und Abmeldungen zur Sozialversicherung vornehmen
  • Beitragsnachweise und Lohnsteueranmeldungen übermitteln
  • Bescheinigungen, Pfändungen und geldwerte Vorteile bearbeiten
  • Beschäftigte und Führungskräfte zu Abrechnungsfragen beraten
  • Lohnkonten abstimmen und Buchungsbelege bereitstellen
  • Betriebs- und Lohnsteuerprüfungen begleiten

Voraussetzungen

  • kaufmännische Ausbildung oder vergleichbare Qualifikation
  • Kenntnisse im Lohnsteuer- und Sozialversicherungsrecht
  • Sicherer Umgang mit Abrechnungssoftware und Excel
  • hohe Genauigkeit und Termintreue
  • Verschwiegenheit im Umgang mit sensiblen Daten
  • Bereitschaft zur laufenden Weiterbildung bei Rechtsänderungen

Wo man arbeitet

  • Personalabteilungen von Unternehmen aller Branchen
  • Steuerberatungs- und Lohnbüros
  • Payroll-Dienstleister und Shared-Service-Center
  • Behörden, Kliniken und soziale Träger
  • Personalabteilungen von Verbänden und Kirchen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Büromanagement oder Steuerfachangestellter. Darauf folgt meist eine Weiterbildung zur Fachkraft Lohn und Gehalt oder zum geprüften Personalfachkaufmann, die je nach Anbieter mehrere Monate bis zwei Jahre dauert und mit einem Kammer- oder Zertifikatsabschluss endet.

Offene Stellen als Personalsachbearbeiter Entgeltabrechnung

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