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Neueröffnung! Augenoptikermeister

Augenoptikermeister leiten ein Optikfachgeschäft oder eine Filiale, führen Sehtests und Kontaktlinsenanpassungen durch und sind für Werkstatt, Beratung und Personal verantwortlich. Bei Neueröffnungen bauen sie den Standort mit auf.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Neueröffnung! Augenoptikermeister verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.800 € 3.200 € 3.700 € 38.400 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.800 € 4.400 € 45.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.800 € 4.500 € 5.500 € 54.000 €

Entscheidend sind Betriebsform und Region: Filialisten zahlen oft nach Haustarif mit Umsatzprämien, kleine Inhaberbetriebe frei verhandelt und häufig etwas niedriger. Der Tarifvertrag für das Augenoptikerhandwerk gilt nur in einzelnen Bundesländern, viele Betriebe zahlen darüber; Umsatzbeteiligungen und Verantwortung für mehrere Standorte können das Einkommen deutlich anheben.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Augenoptikermeister?

Augenoptikermeister verbinden Handwerk, Gesundheitsdienstleistung und Verkauf. Ein großer Teil des Tages besteht aus Refraktion: Sehstärke bestimmen, Augenglasbestimmung durchführen, Nah- und Fernwerte prüfen, Ergebnisse dokumentieren. Dazu kommen Kontaktlinsenanpassungen mit Spaltlampe und Topografie, Nachkontrollen und die Beratung zu Pflegemitteln. In der Werkstatt werden Gläser eingeschliffen, Fassungen gerichtet, Bohrungen gesetzt und Reparaturen erledigt. Im Verkaufsraum beraten sie zu Fassungen, Gleitsichtdesigns, Entspiegelungen und Filtergläsern und nehmen Zentrierdaten per Videosystem auf.

Mit dem Meistertitel kommen Aufgaben hinzu, die über die reine Fachtätigkeit hinausgehen: Warenbestellung und Lagerpflege, Preisgestaltung, Umgang mit Krankenkassenabrechnungen, Kontakt zu Augenärzten, Ausbildung von Lehrlingen und Dienstplanung. Bei einer Neueröffnung gehören außerdem Ladeneinrichtung, Geräteauswahl, Aufbau eines Kundenstamms und lokales Marketing dazu.

Wie wird man Augenoptikermeister?

Am Anfang steht die dreijährige duale Ausbildung zum Augenoptiker mit Berufsschule und Betrieb. Danach folgt die Meisterausbildung an einer Fachschule, meist in Köln, Dortmund, München oder Berlin, in Vollzeit rund ein Jahr, in Teilzeit zwei bis drei Jahre. Geprüft werden Fachpraxis, Fachtheorie, Betriebswirtschaft und Berufspädagogik. Der Meisterbrief ist Voraussetzung, um ein Augenoptikgeschäft selbstständig zu führen, denn das Handwerk ist zulassungspflichtig.

Alternativ führt ein Bachelorstudium in Augenoptik und Optometrie zum gleichen Ziel und ermöglicht zusätzlich optometrische Screenings. Ein echter Quereinstieg ohne augenoptische Ausbildung existiert praktisch nicht.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet zu den Öffnungszeiten des Einzelhandels statt, also regelmäßig samstags und an langen Abenden. Wer eine Filiale leitet, bleibt oft länger, weil Bestellungen, Abrechnung und Personalthemen nach Ladenschluss liegen. Der Beruf ist überwiegend stehend, die Werkstattarbeit fordert feine Motorik und gute eigene Nahsicht.

Anspruchsvoll ist der Wechsel zwischen Rollen: In einem Termin geht es um medizinisch relevante Befunde, im nächsten um Umsatzziele und den Verkauf einer teuren Fassung. Dieser Spannungsbogen zwischen Gesundheitsberuf und Handel liegt nicht jedem. Kundengespräche verlangen Geduld, besonders bei Gleitsichtreklamationen und bei älteren Menschen mit Anpassungsschwierigkeiten. In Ketten sind Vorgaben zu Abschlussquoten üblich, in kleinen Betrieben lastet dagegen viel Verantwortung auf einer Person.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und in vielen Regionen höher als das Angebot. Meister werden von Filialisten, Mittelständlern und übernahmesuchenden Inhabern gesucht, Wechselmöglichkeiten sind entsprechend gut. Die alternde Bevölkerung, zunehmende Kurzsichtigkeit bei Kindern und Myopiemanagement erweitern das Aufgabenfeld. Gleichzeitig drücken Online-Anbieter auf die Preise für Standardbrillen, was Betriebe stärker in Richtung Beratung, Kontaktlinsen und optometrische Leistungen lenkt.

Entwicklungswege führen in die Filialleitung, in die Bezirks- oder Regionalverantwortung mehrerer Standorte, in den Außendienst und die Anwendungstechnik der Glas- und Geräteindustrie, in die Berufsschule oder in die eigene Selbstständigkeit durch Neugründung oder Betriebsübernahme. Weiterbildungen zum Optometristen oder in Vergrößernden Sehhilfen erhöhen die Spezialisierung.

Aufgaben

  • Sehstärke bestimmen und Refraktionswerte dokumentieren
  • Kontaktlinsen anpassen und Nachkontrollen durchführen
  • Gläser einschleifen, Fassungen anpassen und Reparaturen ausführen
  • Kunden zu Fassungen, Glasdesigns und Veredelungen beraten
  • Zentrierdaten aufnehmen und Brillen ausliefern
  • Ware bestellen, Lager und Preise verwalten
  • Auszubildende anleiten und Dienstpläne erstellen
  • Krankenkassen- und Kundenabrechnungen bearbeiten

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Ausbildung zum Augenoptiker
  • Meisterbrief im Augenoptikerhandwerk oder Bachelor Augenoptik/Optometrie
  • Sicherheit in Refraktion und Kontaktlinsenanpassung
  • handwerkliches Geschick und gutes eigenes Sehvermögen im Nahbereich
  • Bereitschaft zu Samstagsarbeit und Ladenöffnungszeiten
  • Freude an Beratungsgesprächen und Verkauf
  • betriebswirtschaftliches Grundverständnis

Wo man arbeitet

  • Augenoptikfachgeschäfte
  • Filialen von Optikerketten
  • Werkstätten und Beratungsräume im Ladengeschäft
  • augenärztliche Praxen mit angeschlossener Optik
  • Industrie für Brillengläser und Messgeräte

Der Weg in den Beruf

Zuerst die dreijährige duale Ausbildung zum Augenoptiker mit Gesellenprüfung. Darauf folgt die Meisterschule, in Vollzeit etwa ein Jahr, in Teilzeit zwei bis drei Jahre, mit Abschluss als Augenoptikermeister. Alternativ qualifiziert ein sechs- bis siebensemestriges Bachelorstudium in Augenoptik und Optometrie.

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Augenoptiker beraten Kunden bei der Brillenwahl, messen die Sehstärke und fertigen Brillen in der Werkstatt an. Der Beruf verbindet Handwerk, Messtechnik und Verkauf im direkten Kundenkontakt.

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Monatsbrutto
2.100 – 4.800 €

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Hörakustikermeister passen Hörsysteme an, messen das Gehör und leiten Fachgeschäfte oder Filialen. Der Meistertitel ist im Hörakustiker-Handwerk Voraussetzung, um einen Betrieb selbstständig zu führen und auszubilden.

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Orthoptisten untersuchen und behandeln Schielerkrankungen, Augenbewegungsstörungen und Sehschwächen, vor allem bei Kindern. Sie arbeiten in der Sehschule von Augenkliniken und Augenarztpraxen, meist eng an der Seite von Augenärzten.

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