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Network Engineer

Network Engineers planen, konfigurieren und überwachen Datennetze in Unternehmen, Rechenzentren und bei Providern. Sie sorgen dafür, dass Router, Switches, Firewalls und WLAN zuverlässig zusammenarbeiten.

9 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Network Engineer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.000 € 3.500 € 4.200 € 42.000 €
Mit Berufserfahrung 4.000 € 4.800 € 5.600 € 57.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.000 € 6.000 € 7.500 € 72.000 €

Am stärksten wirken Branche und Betriebsgröße: Konzerne, Provider und Finanzdienstleister zahlen deutlich mehr als kleine Systemhäuser, im öffentlichen Dienst richtet sich die Vergütung nach TVöD beziehungsweise TV-L und liegt meist unter dem Niveau der Privatwirtschaft. Rufbereitschaft und Zertifikate in Netzsicherheit oder Cloud erhöhen das Gehalt zusätzlich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Network Engineer?

Network Engineers kümmern sich um die Infrastruktur, über die aller Datenverkehr eines Unternehmens läuft. Sie konfigurieren Switches und Router, richten VLANs und Routing-Protokolle wie OSPF oder BGP ein, verwalten Firewall-Regeln und VPN-Zugänge und bauen WLAN-Netze in Bürogebäuden, Hallen oder Krankenhäusern auf. Ein großer Teil der Arbeit ist Fehlersuche: Wenn eine Standortverbindung ausfällt oder eine Anwendung langsam läuft, analysieren sie Logs, lesen Paketmitschnitte mit Wireshark und arbeiten sich von der Leitung bis zur Applikation vor.

Dazu kommen Projekte: Migration auf neue Hardware, Anbindung eines Standorts über SD-WAN, Segmentierung des Netzes aus Sicherheitsgründen, Umzug von Diensten in die Cloud. Dokumentation gehört dazu, auch wenn sie oft liegen bleibt. Wer bei einem Provider oder Dienstleister arbeitet, betreut mehrere Kunden gleichzeitig; im Konzern ist die Umgebung größer, aber die Verantwortung stärker aufgeteilt.

Wie wird man Network Engineer?

Es gibt keinen einheitlichen Weg. Häufig ist die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration, drei Jahre dual, danach mehrere Jahre Praxis. Ebenso verbreitet ist ein Studium in Informatik, Technischer Informatik oder Nachrichtentechnik. Wichtiger als der Abschluss sind Herstellerzertifikate: CCNA und CCNP von Cisco gelten als Standard, dazu Zertifizierungen von Fortinet, Juniper, Aruba oder Palo Alto. Diese Zertifikate müssen regelmäßig erneuert werden.

Quereinstieg ist realistisch, meist über den IT-Support oder die Systemadministration. Wer dort Netzthemen übernimmt, ein Heimlabor aufbaut und ein Zertifikat nachholt, kommt in die Rolle hinein. Ohne belegbare Praxis oder Zertifikat ist der Einstieg schwer.

Was der Beruf verlangt

Netze fallen nicht zu Bürozeiten aus. Rufbereitschaft und Wartungsfenster nachts oder am Wochenende sind in vielen Stellen Teil des Vertrags, weil Umbauten nur dann möglich sind, wenn niemand arbeitet. Bei einem größeren Ausfall steht die halbe Firma still, und der Druck ist entsprechend. Wer schlecht mit dieser Art Verantwortung umgeht, wird unglücklich.

Der Beruf ist überwiegend Schreibtischarbeit, aber nicht ausschließlich: Verkabelung, Rack-Montage und Vor-Ort-Einsätze an anderen Standorten kommen dazu, mitunter mit Reisetätigkeit. Fachenglisch ist Pflicht, weil Dokumentation und Support fast immer englisch sind. Und die Technik verändert sich: Automatisierung mit Python und Ansible, Cloud-Netzwerke in AWS oder Azure, Zero-Trust-Konzepte. Wer aufhört zu lernen, arbeitet nach einigen Jahren mit veralteten Kenntnissen.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und regional breit verteilt, weil jedes größere Unternehmen, jede Klinik und jede Verwaltung ein Netz betreiben muss. Klassische Handarbeit an einzelnen Geräten nimmt ab, dafür wachsen die Anteile Automatisierung, Cloud-Anbindung und Netzsicherheit. Entwicklungswege führen in die Spezialisierung als Security Engineer oder Cloud Network Architect, in die Beratung oder in die Leitung eines Infrastrukturteams. Freiberufliche Tätigkeit ist möglich, verlangt aber ein belastbares Netzwerk aus Auftraggebern und aktuelle Zertifikate.

Aufgaben

  • Switches, Router und Firewalls konfigurieren und aktualisieren
  • Routing- und Switching-Konzepte für Standorte planen
  • Netzstörungen analysieren und beheben, auch unter Zeitdruck
  • WLAN-Ausleuchtung und Access Points einrichten
  • VPN- und Fernzugriffslösungen betreuen
  • Monitoring einrichten und Auslastung auswerten
  • Netzpläne und Konfigurationen dokumentieren
  • Wiederkehrende Aufgaben mit Skripten automatisieren

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene IT-Ausbildung oder Informatikstudium, alternativ nachweisbare Praxis
  • Kenntnisse in TCP/IP, Routing, Switching und Netzsicherheit
  • Herstellerzertifikate wie CCNA oder CCNP als Nachweis der Fachkenntnis
  • Gutes technisches Englisch
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft und Wartungsarbeiten außerhalb der Bürozeiten
  • Strukturiertes Vorgehen bei der Fehlersuche
  • Führerschein bei Stellen mit Standortbetreuung

Wo man arbeitet

  • IT-Abteilungen größerer Unternehmen
  • IT-Dienstleister und Systemhäuser
  • Rechenzentren
  • Telekommunikationsanbieter
  • Behörden, Kliniken und Hochschulen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration oder ein Bachelorstudium in Informatik beziehungsweise Technischer Informatik. Danach folgen einige Jahre Praxis im IT-Betrieb sowie Herstellerzertifizierungen, meist beginnend mit dem CCNA. Ein geschützter Berufstitel oder eine staatliche Prüfung existiert nicht.

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