Fachinformatiker Systemintegration
Fachinformatiker für Systemintegration planen, installieren und betreuen IT-Systeme und Netzwerke in Unternehmen. Sie sorgen dafür, dass Server, Clients und Anwendungen laufen, und helfen Nutzern, wenn etwas nicht funktioniert.
12 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Fachinformatiker Systemintegration verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 3.200 € | 3.700 € | 38.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.400 € | 4.000 € | 4.700 € | 48.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.200 € | 5.000 € | 6.200 € | 60.000 € |
Entscheidend sind Branche und Betriebsgröße: In der Metall- und Elektroindustrie, bei Banken oder in großen Konzernen liegen die Gehälter deutlich über denen kleiner Systemhäuser. Im öffentlichen Dienst gilt der TVöD, meist Entgeltgruppe 8 bis 11, mit engerer Spanne und planbaren Stufensteigerungen; Spezialkenntnisse in Cloud und IT-Sicherheit bringen in der Privatwirtschaft die größten Zuschläge.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Fachinformatiker für Systemintegration?
Fachinformatiker für Systemintegration halten die technische Infrastruktur eines Unternehmens am Laufen. Sie richten Server ein, konfigurieren Switches, Router und Firewalls, verwalten Benutzerkonten und Zugriffsrechte, verteilen Software auf Arbeitsplatzrechner und überwachen, ob Backups tatsächlich durchgelaufen sind. Ein großer Teil der Arbeit ist Fehlersuche: Ein Drucker meldet sich nicht mehr im Netz, eine Datenbank antwortet langsam, ein Notebook kommt nicht ins VPN. Dazu kommt Dokumentation, die oft unbeliebt, aber notwendig ist, sowie Absprachen mit Herstellern, Dienstleistern und Fachabteilungen.
Je nach Arbeitgeber verschiebt sich der Schwerpunkt. In einem Systemhaus wechseln Kundenprojekte, Migrationen und Vor-Ort-Termine sich ab. In der internen IT eines Industriebetriebs oder einer Behörde geht es mehr um Betrieb, Monitoring, Lizenzen und den ersten und zweiten Support. In größeren Häusern spezialisieren sich Beschäftigte mit der Zeit auf Netzwerk, Virtualisierung, Cloud-Dienste, Microsoft-Umgebungen oder IT-Sicherheit.
Wie wird man Fachinformatiker für Systemintegration?
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung im Betrieb mit Berufsschule, die mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer endet. Verkürzung auf zweieinhalb Jahre ist bei guten Leistungen oder Vorbildung möglich. Formal ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, in der Praxis stellen Betriebe meist mit mittlerem Abschluss oder Abitur ein. Wichtiger als die Noten ist nachweisbares Interesse: eigener Heimserver, Linux ausprobiert, Netzwerk zu Hause selbst gebaut.
Der Quereinstieg ist in dieser Branche verbreiteter als in vielen anderen. Umschulungen über die Arbeitsagentur dauern zwei bis zweieinhalb Jahre und führen zum gleichen Abschluss. Auch ohne Abschluss kommen Menschen über Helpdesk-Stellen in den Beruf, brauchen dann aber Herstellerzertifikate von Microsoft, Cisco, VMware oder AWS, um weiterzukommen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist selten so ruhig, wie der Stellentext vermuten lässt. Wenn ein System ausfällt, warten Kollegen oder Kunden, und der Druck ist unmittelbar. Rufbereitschaft, Wartungsfenster am Wochenende und Umzüge oder Migrationen nach Feierabend gehören in vielen Betrieben dazu, weil Änderungen nicht im laufenden Betrieb möglich sind. Körperlich fordernd wird es beim Aufbau von Racks und beim Ausrollen von Hardware.
Geduld mit Menschen ist genauso wichtig wie technisches Verständnis. Ein Teil der Anfragen wiederholt sich, und nicht jeder Nutzer beschreibt sein Problem präzise. Wer nur programmieren möchte, ist in der Anwendungsentwicklung besser aufgehoben. Hinzu kommt die Pflicht, sich fortlaufend einzuarbeiten: Produkte, Cloud-Dienste und Sicherheitsanforderungen ändern sich schneller als in vielen anderen Berufen, und ein Teil dieser Weiterbildung findet in der Freizeit statt.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und stabil, in fast allen Branchen und Regionen. Fachkräfte mit Erfahrung in Netzwerken, Cloud-Migration oder IT-Sicherheit finden schnell eine Stelle, und Wechsel sind das wirksamste Mittel zur Gehaltssteigerung. Entwicklungswege führen über Spezialisierung als Systemadministrator oder Security-Fachkraft, über die Weiterbildung zum IT-Techniker oder Operativen Professional, über ein Studium der Informatik oder Wirtschaftsinformatik, oder in Richtung Projektleitung und Teamleitung. Auch Beratung und Vertrieb technischer Lösungen sind gängige Anschlüsse.
Aufgaben
- Server, Netzwerkkomponenten und Arbeitsplatzrechner installieren und konfigurieren
- Störungen analysieren und beheben, im First- und Second-Level-Support
- Benutzerkonten, Gruppen und Zugriffsrechte verwalten
- Backups einrichten, überwachen und Wiederherstellungen testen
- Updates und Sicherheitspatches einspielen
- IT-Systeme und Änderungen dokumentieren
- Kunden und Kollegen in die Nutzung neuer Systeme einweisen
- Bei Migrationen und Rollouts mitarbeiten
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Fachinformatiker oder vergleichbare Kenntnisse
- Grundverständnis von Netzwerken, Betriebssystemen und Virtualisierung
- Strukturierte Fehlersuche und Geduld bei wiederkehrenden Anfragen
- Englisch für Dokumentationen und Herstellersupport
- Bereitschaft zu Rufbereitschaft und Wartungsarbeiten außerhalb der Kernzeit
- Häufig Führerschein für Einsätze beim Kunden
Wo man arbeitet
- IT-Systemhäuser und Dienstleister
- Interne IT-Abteilungen von Industrie- und Handelsunternehmen
- Rechenzentren und Hosting-Anbieter
- Behörden, Kliniken und Hochschulen
- Banken und Versicherungen
Der Weg in den Beruf
Der Regelweg ist die dreijährige duale Ausbildung im Betrieb mit Berufsschulunterricht, abgeschlossen mit der IHK-Prüfung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Bei guten Leistungen oder Vorbildung ist eine Verkürzung auf zweieinhalb Jahre möglich. Für Umsteiger bietet sich eine geförderte Umschulung mit gleichem Abschluss an, die etwa zwei bis zweieinhalb Jahre dauert.
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