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IT & Software

IT-Systemelektroniker

IT-Systemelektroniker installieren, verkabeln und warten IT- und Kommunikationssysteme – von der Stromversorgung im Serverraum über Netzwerktechnik bis zum Endgerät. Der Beruf verbindet Elektrotechnik mit Informationstechnik.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als IT-Systemelektroniker verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.600 € 3.000 € 3.500 € 36.000 €
Mit Berufserfahrung 3.100 € 3.600 € 4.300 € 43.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.700 € 4.300 € 5.300 € 51.600 €

Am stärksten wirkt die Tarifbindung: In Betrieben nach dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie oder dem TVöD liegen die Werte deutlich über denen kleiner Systemhäuser ohne Tarif. Rufbereitschaft, Nacht- und Wochenendzuschläge sowie Montagepauschalen erhöhen das tatsächliche Einkommen zusätzlich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein IT-Systemelektroniker?

IT-Systemelektroniker richten IT-Anlagen und Telekommunikationstechnik ein und halten sie in Betrieb. Sie ziehen Netzwerkkabel, konfektionieren Glasfaser- und Kupferleitungen, montieren Patchfelder und Serverschränke, schließen Switches, Router und Access Points an und messen die Übertragungsstrecken durch. Ein zweiter Teil der Arbeit liegt in der Elektrotechnik: Stromversorgung für Rechenzentren, unterbrechungsfreie Stromversorgungen, Erdung, Blitzschutz und Verteilungen gehören zum Aufgabenbereich. Dazu kommen Installation und Grundkonfiguration von Betriebssystemen, Inbetriebnahme von Telefonanlagen, Videokonferenz- und Sicherheitstechnik sowie die Störungssuche, wenn eine Verbindung ausfällt oder ein Gerät nicht startet.

Der Alltag wechselt zwischen Werkstatt, Serverraum und Kundenbetrieb. Wer bei einem Systemhaus oder Netzbetreiber arbeitet, ist häufig im Außendienst unterwegs und dokumentiert jeden Einsatz. In größeren Unternehmen liegt der Schwerpunkt eher auf dem eigenen Netz und dem internen Support.

Wie wird man IT-Systemelektroniker?

Üblich ist die duale Ausbildung im anerkannten Ausbildungsberuf IT-Systemelektroniker, geregelt nach der Verordnung über die IT-Berufe. Sie dauert dreieinhalb Jahre und endet mit der gestreckten Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Ausgebildet wird bei Systemhäusern, Telekommunikationsanbietern, Elektro- und Anlagenbaubetrieben sowie in IT-Abteilungen größerer Unternehmen. Betriebe erwarten meist einen mittleren Schulabschluss; mit gutem Hauptschulabschluss und Interesse an Mathematik, Physik und Technik ist ein Einstieg möglich.

Quereinstiege gelingen aus verwandten Elektroberufen, etwa als Elektroniker für Betriebstechnik oder Informationstechniker, oft über eine Umschulung oder eine Externenprüfung nach entsprechender Berufspraxis. Wichtig sind Herstellerzertifikate für Netzwerktechnik und die Befähigung als Elektrofachkraft.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlicher, als der Begriff IT vermuten lässt. Kabeltrassen werden über Kopf montiert, Serverschränke sind schwer, Installationen finden in engen Schächten, auf Leitern und in Zwischendecken statt. Ein Farbsehvermögen ist nötig, weil Adern und Fasern über Farbcodes unterschieden werden. Wer an Anlagen unter Spannung arbeitet, trägt Verantwortung für Sicherheit und muss die einschlägigen Normen wirklich kennen.

Umbauten und Wartungen fallen oft abends, nachts oder am Wochenende an, weil Systeme dann stillstehen dürfen. Rufbereitschaft ist in vielen Betrieben üblich. Im Außendienst kommen Fahrzeiten hinzu und Kunden, die unter Druck stehen, weil nichts mehr läuft. Technik und Standards ändern sich schnell, Lernen gehört dauerhaft dazu.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und in vielen Regionen höher als das Angebot an Fachkräften. Netzausbau, Glasfaseranschlüsse, Rechenzentren, Gebäudeautomation und die Absicherung bestehender Infrastruktur sorgen für Aufträge. Fachkräfte mit Elektro- und IT-Kenntnissen zugleich sind schwer zu ersetzen, weil reine Administratoren die elektrotechnische Seite nicht abdecken.

Entwicklungswege führen über Spezialisierungen in Netzwerk-, Glasfaser- oder Sicherheitstechnik, über die Aufstiegsfortbildung zum Industriemeister der Fachrichtung Elektrotechnik oder zum Techniker, über die IT-Fortbildungsprofile bis zum geprüften Berufsspezialisten oder Fachwirt. Mit Fachhochschulreife ist ein Studium in Elektrotechnik oder Informationstechnik möglich. Auch Projektleitung, Servicekoordination und Vertrieb technischer Lösungen sind übliche Anschlüsse.

Aufgaben

  • Netzwerke verkabeln, Patchfelder auflegen und Übertragungsstrecken messen
  • Serverschränke, Switches, Router und Access Points montieren und anschließen
  • Stromversorgung, USV-Anlagen, Erdung und Verteilungen installieren
  • Betriebssysteme und Netzwerkkomponenten in Betrieb nehmen und grundkonfigurieren
  • Störungen an IT- und Kommunikationsanlagen eingrenzen und beheben
  • Telefon-, Konferenz- und Sicherheitstechnik einrichten
  • Anlagen prüfen, Messprotokolle und Dokumentation erstellen
  • Kunden in die Bedienung der Systeme einweisen

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Ausbildung als IT-Systemelektroniker oder vergleichbare Elektroqualifikation
  • Verständnis für Elektrotechnik und Netzwerkgrundlagen
  • Kenntnis der Sicherheitsvorschriften für Arbeiten an elektrischen Anlagen
  • Farbsehvermögen, Schwindelfreiheit und körperliche Belastbarkeit
  • sorgfältige Dokumentation und handwerkliche Genauigkeit
  • Führerschein Klasse B für Einsätze beim Kunden
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft und Arbeit außerhalb der Regelzeiten

Wo man arbeitet

  • IT-Systemhäuser und Netzwerkdienstleister
  • Telekommunikationsanbieter und Netzbetreiber
  • Elektroinstallations- und Anlagenbaubetriebe
  • IT-Abteilungen von Industrie, Handel und Verwaltung
  • Rechenzentren und Betreiber von Serverinfrastruktur

Der Weg in den Beruf

Der Weg führt über die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum IT-Systemelektroniker in Betrieb und Berufsschule. Sie endet mit der gestreckten Abschlussprüfung vor der IHK. Bei guten Leistungen oder einschlägiger Vorbildung ist eine Verkürzung auf drei Jahre möglich.

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