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IT & Software

IT-Systemadministrator

IT-Systemadministratoren halten Server, Netzwerke und Arbeitsplatzrechner eines Unternehmens am Laufen. Sie richten Systeme ein, verwalten Benutzerkonten, sichern Daten und beheben Störungen.

48 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als IT-Systemadministrator verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.700 € 3.200 € 3.800 € 38.400 €
Mit Berufserfahrung 3.400 € 4.100 € 5.000 € 49.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.300 € 5.200 € 6.800 € 62.400 €

Am stärksten wirken Branche und Betriebsgröße: Systemhäuser und kleine Mittelständler zahlen deutlich weniger als Banken, Versicherungen oder Industriekonzerne. Im öffentlichen Dienst richtet sich die Bezahlung nach TVöD oder TV-L, meist Entgeltgruppe 9 bis 11, mit engerer Spanne und kaum Verhandlungsraum; Rufbereitschaft und Schichtzulagen kommen extra.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein IT-Systemadministrator?

IT-Systemadministratoren betreiben die technische Infrastruktur eines Unternehmens. Dazu gehören Server, Netzwerke, Speichersysteme, Virtualisierungsumgebungen und die Rechner der Beschäftigten. Der Alltag besteht aus Installation und Konfiguration von Betriebssystemen, dem Anlegen und Sperren von Benutzerkonten im Active Directory oder einem vergleichbaren Verzeichnisdienst, dem Einspielen von Sicherheitsupdates, der Überwachung von Auslastung und Verfügbarkeit sowie dem Prüfen von Backups. Wenn ein Dienst ausfällt, ein Drucker keine Verbindung findet oder ein Mitarbeiter sein Passwort vergessen hat, landet das Ticket bei der Administration.

Ein großer Teil der Arbeit ist Fehlersuche: Logdateien lesen, Netzwerkpakete verfolgen, Änderungen zurückdrehen, Hersteller-Support einschalten. Dazu kommen Projekte, etwa Migrationen auf neue Serverversionen, Umzüge in die Cloud, die Einführung von Mehr-Faktor-Authentifizierung oder der Aufbau eines Monitorings. Viele Aufgaben werden über Skripte automatisiert, meist mit PowerShell oder Bash. Dokumentation gehört dazu, wird aber häufig aus Zeitmangel vernachlässigt. In kleineren Betrieben ist der Administrator gleichzeitig Ansprechpartner für alle Anwenderfragen, in großen Häusern gibt es getrennte Teams für Support, Netzwerk, Server und Sicherheit.

Wie wird man IT-Systemadministrator?

Der häufigste Weg ist die dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Ebenfalls verbreitet sind ein Studium der Informatik oder Wirtschaftsinformatik sowie der Quereinstieg. Der Beruf ist nicht geschützt, entscheidend sind nachweisbare Kenntnisse. Wer aus einer anderen Richtung kommt, startet oft im Anwendersupport und arbeitet sich über Herstellerzertifikate von Microsoft, Cisco, VMware oder Linux-Anbietern in die Administration hinein. Umschulungen über die Arbeitsagentur sind möglich und werden von Arbeitgebern akzeptiert, wenn praktische Erfahrung dazukommt. Ein eigenes Testlabor zu Hause ist in Bewerbungsgesprächen ein ernstzunehmendes Argument.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist überwiegend geistig, aber nicht immer entspannt. Wenn ein System steht, arbeitet das ganze Unternehmen nicht, und der Druck ist entsprechend hoch. Wartungsfenster liegen abends, nachts oder am Wochenende, weil Ausfälle im Tagesgeschäft nicht hinnehmbar sind. Rufbereitschaft ist in vielen Stellen Teil des Vertrags. Kritische Sicherheitslücken erzwingen kurzfristiges Handeln, auch am Freitagabend.

Dazu kommt der Umgang mit Menschen, die Technik nicht verstehen und häufig gereizt sind. Geduld und die Fähigkeit, Sachverhalte ohne Fachjargon zu erklären, sind so wichtig wie technisches Wissen. Auch Serverschränke einbauen, Kabel ziehen und Hardware tragen kommt vor. Wer nicht bereit ist, sich dauerhaft weiterzubilden, verliert in diesem Beruf innerhalb weniger Jahre den Anschluss.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und stabil. Fast jedes Unternehmen ab einer bestimmten Größe braucht Administration, dazu kommen IT-Dienstleister, die Kunden betreuen. Die Verlagerung in die Cloud verändert die Arbeit, sie lässt sie aber nicht verschwinden: Statt Server im Keller werden Mandanten, Identitäten und Berechtigungen in Microsoft 365 oder Azure verwaltet. Entwicklungswege führen in die IT-Sicherheit, in die Cloud- oder Netzwerkspezialisierung, in Richtung DevOps und Automatisierung oder in die Teamleitung. Spezialisten mit Zertifikaten und Projekterfahrung sind deutlich besser bezahlt als Allrounder in kleinen Betrieben.

Aufgaben

  • Server, Netzwerke und Arbeitsplatzrechner einrichten und betreiben
  • Benutzerkonten, Gruppen und Berechtigungen verwalten
  • Sicherheitsupdates einspielen und Systeme patchen
  • Backups einrichten, überwachen und Wiederherstellung testen
  • Störungen im Ticketsystem annehmen und beheben
  • wiederkehrende Aufgaben mit Skripten automatisieren
  • Migrationen und Infrastrukturprojekte umsetzen
  • Systeme und Konfigurationen dokumentieren

Voraussetzungen

  • abgeschlossene IT-Ausbildung, Informatikstudium oder gleichwertige praktische Kenntnisse
  • fundierte Kenntnisse in Windows- und/oder Linux-Serverbetrieb
  • Verständnis von Netzwerken, TCP/IP, DNS und Firewalls
  • strukturierte Fehlersuche und Belastbarkeit bei Ausfällen
  • Bereitschaft zu Wartungsarbeiten außerhalb der Regelzeiten und zu Rufbereitschaft
  • Englisch für Dokumentation und Herstellersupport
  • Geduld im Umgang mit Anwendern

Wo man arbeitet

  • IT-Abteilungen von Industrie- und Handelsunternehmen
  • IT-Dienstleister und Systemhäuser
  • Rechenzentren und Hostinganbieter
  • Behörden, Kliniken und Hochschulen
  • Banken und Versicherungen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration mit IHK-Abschluss. Alternativ führt ein Bachelor in Informatik oder Wirtschaftsinformatik in den Beruf. Quereinsteiger starten meist im Anwendersupport und qualifizieren sich über Herstellerzertifikate weiter.

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