Fachinformatiker für Systemintegration
Fachinformatiker für Systemintegration planen, installieren und betreuen IT-Systeme und Netzwerke. Sie halten Server, Clients und Anwendungen am Laufen und helfen Nutzern, wenn etwas nicht funktioniert.
21 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Fachinformatiker für Systemintegration verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.700 € | 3.100 € | 3.600 € | 37.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.300 € | 3.900 € | 4.600 € | 46.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.200 € | 5.000 € | 6.500 € | 60.000 € |
Am stärksten hängt das Gehalt von Branche und Betriebsgröße ab: Kleine Systemhäuser zahlen deutlich weniger als Industrie, Versicherungen oder Rechenzentren. Im öffentlichen Dienst gilt der TVöD, Einstiege liegen meist in den Entgeltgruppen 8 bis 10; in der Metall- und Elektroindustrie greift der IG-Metall-Tarif, Rufbereitschaft und Schichtzulagen kommen extra hinzu.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Fachinformatiker für Systemintegration?
Fachinformatiker für Systemintegration sorgen dafür, dass die IT eines Betriebs funktioniert. Sie richten Arbeitsplatzrechner ein, installieren Betriebssysteme und Software, verwalten Benutzerkonten und Zugriffsrechte, konfigurieren Switches, Firewalls und WLAN-Zugänge und überwachen Server. Ein großer Teil der Arbeit ist Fehlersuche: Ein Drucker meldet sich nicht mehr, eine Datenbank antwortet langsam, ein Backup ist nachts abgebrochen. Wer das Problem eingrenzt, arbeitet sich von der Meldung des Nutzers über Logdateien bis zur Ursache vor.
Dazu kommt Projektarbeit. Neue Standorte werden angebunden, Server von physischer Hardware in virtuelle Umgebungen umgezogen, Dienste in die Cloud verlagert, Windows-Versionen abgelöst. Solche Vorhaben werden geplant, getestet, dokumentiert und meist außerhalb der normalen Arbeitszeit umgesetzt, damit der Betrieb nicht stillsteht. Wer im Dienstleistungsgeschäft arbeitet, betreut mehrere Kunden gleichzeitig und fährt zu ihnen hinaus. In größeren Unternehmen ist die Arbeit stärker aufgeteilt, etwa in Client-Betreuung, Netzwerk, Server oder Security.
Wie wird man Fachinformatiker für Systemintegration?
Üblich ist die duale Ausbildung über drei Jahre im Betrieb und in der Berufsschule, mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, in der Praxis stellen Betriebe meist mit Realschulabschluss oder Abitur ein. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung auf zweieinhalb Jahre möglich. Teil zwei der Abschlussprüfung enthält einen betrieblichen Auftrag mit Dokumentation und Präsentation.
Der Quereinstieg ist in dieser Branche verbreiteter als in vielen anderen. Wer über Umschulung, Zertifikate von Microsoft, Cisco oder Linux-Anbietern und nachweisbare eigene Erfahrung kommt, findet Stellen, vor allem im Support und bei IT-Dienstleistern. Ohne Abschluss oder Zertifikat bleibt der Einstieg allerdings schwerer, und die Bezahlung startet niedriger.
Was der Beruf verlangt
Der Beruf lebt von Geduld. Fehler sind selten dort, wo man sie zuerst vermutet, und Nutzer beschreiben Symptome ungenau. Ohne Bereitschaft, freundlich mit Menschen zu sprechen, die von Technik nichts wissen wollen, wird die Arbeit unangenehm. Englisch ist unverzichtbar, weil Dokumentation und Fehlermeldungen meist englisch sind.
Die Belastung liegt in der Erreichbarkeit. Viele Stellen bringen Rufbereitschaft, Wochenendfenster für Wartung oder Schichtdienst im Rechenzentrum mit sich. Wenn ein System ausfällt, wartet niemand geduldig. Dazu kommt der Druck, fachlich nicht stehen zu bleiben: Technik, die heute Standard ist, ist in fünf Jahren abgelöst. Ein Teil der Weiterbildung passiert in der Freizeit. Körperlich ist die Arbeit meist leicht, aber Serverschränke verkabeln, Hardware tragen und in kalten, lauten Rechenzentren stehen gehört dazu.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und stabil, quer durch alle Branchen, weil jeder Betrieb IT betreibt. Auch kleinere Unternehmen in der Provinz suchen. Was sich verschiebt, ist der Schwerpunkt: Klassische Server im eigenen Haus nehmen ab, Cloud-Administration, Automatisierung und IT-Sicherheit nehmen zu. Wer sich früh spezialisiert, hat Vorteile.
Weiterentwickeln lässt sich der Beruf über Herstellerzertifikate, die Fortbildung zum IT-Systemadministrator oder Betriebswirt, eine Meisterprüfung im IT-Bereich oder ein anschließendes Informatikstudium. Übliche Wege führen in die Netzwerk- oder Sicherheitsspezialisierung, in Cloud-Architektur, in die Projektleitung oder in die Teamverantwortung im IT-Betrieb.
Aufgaben
- Arbeitsplatzrechner, Notebooks und Peripherie einrichten und warten
- Server, Virtualisierungsumgebungen und Cloud-Dienste betreuen
- Netzwerke, Firewalls und WLAN konfigurieren und überwachen
- Störungen annehmen, eingrenzen und beheben
- Benutzerkonten, Rechte und Gruppenrichtlinien verwalten
- Backups einrichten und Wiederherstellungen testen
- IT-Projekte planen, umsetzen und dokumentieren
- Nutzer einweisen und im Support beraten
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Fachinformatiker oder vergleichbare Qualifikation
- Solide Kenntnisse in Windows- und zunehmend Linux-Umgebungen
- Verständnis für Netzwerktechnik und TCP/IP
- Englisch zum Lesen von Dokumentation
- Geduld und Verständlichkeit im Umgang mit Nutzern
- Bereitschaft zu Rufbereitschaft, Wartungsfenstern oder Schichtdienst
- Führerschein bei Außendiensttätigkeit
Wo man arbeitet
- IT-Abteilungen von Unternehmen jeder Größe
- IT-Systemhäuser und Dienstleister
- Rechenzentren und Hosting-Anbieter
- Behörden, Kliniken und Hochschulen
- Software- und Telekommunikationsunternehmen
Der Weg in den Beruf
Der Regelweg ist die dreijährige duale Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule mit Abschluss als Fachinformatiker für Systemintegration vor der IHK. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung auf zweieinhalb Jahre möglich. Ein Einstieg über Umschulung mit Herstellerzertifikaten ist ebenfalls verbreitet.
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