DevOps Engineer
DevOps Engineers verbinden Softwareentwicklung und IT-Betrieb: Sie automatisieren Build- und Deployment-Prozesse, betreiben Cloud-Infrastruktur und sorgen dafür, dass Anwendungen zuverlässig laufen.
25 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als DevOps Engineer verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.800 € | 4.400 € | 5.200 € | 52.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.000 € | 6.000 € | 7.200 € | 72.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.500 € | 7.800 € | 10.000 € | 93.600 € |
Entscheidend sind Branche und Region: Softwarehäuser, Banken und Versicherungen im Rhein-Main-Gebiet, München oder Hamburg zahlen deutlich mehr als Mittelständler in ländlichen Regionen. Im öffentlichen Dienst gilt der TVöD oder TV-L, meist Entgeltgruppe 11 bis 13, mit engerer Spanne und niedrigerem Oberende als in der Privatwirtschaft.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein DevOps Engineer?
DevOps Engineers bauen und betreiben die technische Umgebung, in der Software entsteht und läuft. Sie schreiben Pipelines, die Code automatisch testen, paketieren und ausliefern, beschreiben Server und Netzwerke als Code mit Werkzeugen wie Terraform oder Ansible und betreiben Container-Plattformen, meist Kubernetes, in einer Cloud wie AWS, Azure oder Google Cloud. Ein großer Teil der Arbeit besteht darin, Systeme messbar zu machen: Metriken, Logs und Alarme so einzurichten, dass ein Ausfall auffällt, bevor Kunden ihn melden. Dazu kommen Zugriffsrechte, Zertifikate, Backups, Kostenkontrolle in der Cloud und die Frage, warum ein Deployment gestern funktioniert hat und heute nicht.
Der Beruf ist stark auf Zusammenarbeit angelegt. DevOps Engineers arbeiten mit Entwicklungsteams an deren Release-Prozessen, mit Sicherheitsverantwortlichen an Härtung und Compliance und mit dem Support an Störungen. Wer nur programmieren oder nur Server verwalten will, ist hier falsch.
Wie wird man DevOps Engineer?
Es gibt keine Ausbildung mit diesem Namen. Der häufigste Weg führt über ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder Technischen Informatik oder über die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration oder Anwendungsentwicklung. In den Beruf kommt man in der Regel nicht direkt, sondern nach einigen Jahren als Softwareentwickler, Systemadministrator oder im IT-Betrieb. Quereinstieg ist möglich und nicht selten, verlangt aber nachweisbare Praxis: eigene Projekte, Linux-Kenntnisse, Skripting in Bash und Python, Erfahrung mit Git und ein belastbares Verständnis von Netzwerken. Zertifikate der Cloud-Anbieter und der Certified Kubernetes Administrator werden von Arbeitgebern gern gesehen, ersetzen aber keine Erfahrung mit realen Systemen unter Last.
Was der Beruf verlangt
Die Werkzeuge wechseln schnell. Wer sich nicht kontinuierlich einarbeitet, verliert innerhalb weniger Jahre den Anschluss, und ein Teil dieses Lernens findet in der Freizeit statt. Störungen halten sich nicht an Bürozeiten: In vielen Unternehmen gehört Rufbereitschaft zum Job, Nachtarbeit bei Wartungsfenstern und Migrationen ebenfalls. Wenn ein zentrales System steht, liegt der Druck sichtbar auf diesem Team, oft mit mehreren Beteiligten in der Leitung, die Zwischenstände wollen.
Belastend ist außerdem die typische Zwischenstellung: DevOps Engineers sind für Plattformen zuständig, die andere nutzen, und werden für Probleme verantwortlich gemacht, deren Ursache in fremdem Code liegt. Historisch gewachsene Systeme, unvollständige Dokumentation und Altlasten bestimmen den Alltag stärker als die Werkzeuge in Konferenzvorträgen. Sorgfalt ist Pflicht, weil ein falsch gesetztes Kommando in der Produktivumgebung großen Schaden anrichten kann.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und breit verteilt: Softwarehäuser, Industrie, Banken, Versicherungen, Handel, öffentliche Verwaltung und IT-Dienstleister suchen gleichzeitig. Der Anteil klassischer Serverbetreuung sinkt, dafür wachsen Cloud-Betrieb, Automatisierung und Sicherheit. Entwicklungswege führen in die Spezialisierung als Site Reliability Engineer, Platform Engineer, Cloud-Architekt oder in Richtung Security, alternativ in die Teamleitung oder in die freiberufliche Beratung, die überdurchschnittlich bezahlt wird und entsprechend unbeständig ist. Homeoffice ist in diesem Beruf weiter verbreitet als in fast jedem anderen Feld, was auch den Wettbewerb mit Bewerbern aus anderen Ländern erhöht.
Aufgaben
- CI/CD-Pipelines für Build, Test und Deployment einrichten und pflegen
- Infrastruktur als Code beschreiben und versionieren
- Container-Plattformen wie Kubernetes betreiben und aktualisieren
- Monitoring, Logging und Alarmierung aufbauen
- Störungen analysieren und nach Ausfällen Ursachen dokumentieren
- Zugriffsrechte, Secrets und Sicherheitsvorgaben umsetzen
- Cloud-Kosten überwachen und Ressourcen anpassen
- Entwicklungsteams bei Release- und Betriebsfragen beraten
Voraussetzungen
- Studium der Informatik oder Ausbildung im IT-Bereich, oft ergänzt durch Berufserfahrung
- Sichere Linux-Kenntnisse und Erfahrung mit der Kommandozeile
- Skripting und Programmierung, meist Python, Bash oder Go
- Verständnis von Netzwerken, Protokollen und Zertifikaten
- Erfahrung mit mindestens einer Cloud-Plattform und mit Git
- Bereitschaft zu Rufbereitschaft und Wartungsarbeiten außerhalb der Kernzeit
- Englisch für Dokumentation und internationale Teams
Wo man arbeitet
- Softwareunternehmen und SaaS-Anbieter
- IT-Dienstleister und Rechenzentrumsbetreiber
- IT-Abteilungen von Industrie, Banken und Versicherungen
- Behörden und öffentliche IT-Dienstleister
- Beratungsunternehmen und freiberufliche Projekte
Der Weg in den Beruf
Üblich ist ein Bachelor in Informatik oder Wirtschaftsinformatik (sechs bis sieben Semester) oder eine dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Danach folgen meist zwei bis vier Jahre in der Entwicklung oder im IT-Betrieb, bevor man die Rolle vollständig übernimmt. Cloud- und Kubernetes-Zertifikate ergänzen den Weg, ersetzen aber die Praxis nicht.
Offene Stellen als DevOps Engineer
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Verwandte Berufe
Cloud Engineer
Cloud Engineers bauen und betreiben IT-Infrastruktur in Rechenzentren von Anbietern wie AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud. Sie automatisieren die Bereitstellung von Servern, Netzwerken und Datenbanken und sorgen dafür, dass Anwendungen zuverlässig laufen.
- Offene Stellen
- 5
- Monatsbrutto
- 3.600 – 9.500 €
Site Reliability Engineer
Site Reliability Engineers sorgen dafür, dass Software-Systeme im Dauerbetrieb stabil, schnell und belastbar laufen. Sie automatisieren den Betrieb, überwachen Systeme und rücken bei Störungen aus.
- Offene Stellen
- 4
- Monatsbrutto
- 3.800 – 10.000 €
Softwareentwickler
Softwareentwickler entwerfen, programmieren und warten Anwendungen, Webdienste oder eingebettete Systeme. Sie übersetzen fachliche Anforderungen in Code, testen ihn und halten laufende Systeme am Leben.
- Offene Stellen
- 18
- Monatsbrutto
- 3.300 – 9.000 €
Systemadministrator
Systemadministratoren halten Server, Netzwerke und Arbeitsplatzrechner eines Unternehmens am Laufen. Sie richten Systeme ein, überwachen sie, beheben Störungen und kümmern sich um Sicherheit und Datensicherung.
- Offene Stellen
- 20
- Monatsbrutto
- 2.900 – 7.000 €
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