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IT & Software

IT Security Engineer

IT-Security Engineers schützen Netzwerke, Server und Anwendungen eines Unternehmens vor Angriffen. Sie konfigurieren Sicherheitssysteme, prüfen Schwachstellen und reagieren auf Sicherheitsvorfälle.

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Gehalt

Was man als IT Security Engineer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.600 € 4.200 € 5.000 € 50.400 €
Mit Berufserfahrung 4.800 € 5.700 € 6.800 € 68.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.000 € 7.200 € 9.500 € 86.400 €

Am stärksten hängt das Gehalt von Branche und Unternehmensgröße ab: Banken, Versicherungen und Konzerne zahlen deutlich über kleinen IT-Dienstleistern. Im öffentlichen Dienst gilt meist der TVöD oder TV-L mit Eingruppierung etwa in E 11 bis E 14, was nach oben begrenzt, dafür aber Rufbereitschaft und Überstunden geregelt vergütet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein IT-Security Engineer?

IT-Security Engineers bauen und betreiben die technischen Schutzmaßnahmen einer IT-Landschaft. Dazu gehört das Einrichten und Pflegen von Firewalls, VPN-Zugängen, Proxys und Systemen zur Erkennung von Angriffen. Sie richten Werkzeuge ein, die Protokolldaten aus Servern, Arbeitsplatzrechnern und Cloud-Diensten sammeln und auffällige Muster melden, und sie legen fest, welche Ereignisse einen Alarm auslösen. Ein großer Teil der Arbeit besteht darin, Schwachstellen zu finden und deren Behebung zu organisieren: Scans auswerten, Sicherheitsupdates priorisieren, mit Administratoren und Entwicklungsteams abstimmen, wann ein System gepatcht werden kann.

Kommt es zu einem Vorfall, etwa einem verschlüsselten Fileserver oder einem übernommenen Benutzerkonto, gehören Analyse, Eindämmung und Wiederherstellung zur Aufgabe. Danach folgt die Nachbereitung: dokumentieren, was passiert ist, und Regeln so anpassen, dass derselbe Weg nicht ein zweites Mal funktioniert. Wer in der Cloud arbeitet, prüft Berechtigungen, Netzsegmentierung und Verschlüsselung in AWS, Azure oder Google Cloud. Hinzu kommen Beratung von Projekten, Sicherheitskonzepte für neue Anwendungen und die Zusammenarbeit mit Datenschutz, Revision und externen Auditoren.

Wie wird man IT-Security Engineer?

Der häufigste Weg führt über ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder IT-Sicherheit. Ebenso verbreitet ist der Einstieg über eine Ausbildung zum Fachinformatiker, inzwischen auch in der Fachrichtung Systemintegration mit anschließender Spezialisierung. Sicherheit ist selten eine Einstiegsposition: Viele kommen aus der Systemadministration, dem Netzwerkbetrieb oder der Softwareentwicklung und wechseln nach einigen Jahren. Quereinstieg ist möglich, wenn belegbare technische Tiefe vorhanden ist, etwa durch Homelab-Projekte, Capture-the-Flag-Wettbewerbe oder Zertifikate wie CISSP, OSCP, GIAC oder herstellerbezogene Nachweise von Microsoft, Cisco oder Fortinet. Formale Abschlüsse zählen, praktisches Können zählt mehr.

Was der Beruf verlangt

Angriffe halten sich nicht an Bürozeiten. Rufbereitschaft, Wochenendeinsätze bei Patchfenstern und Nächte während eines akuten Vorfalls gehören in vielen Unternehmen dazu, besonders dort, wo ein Security Operations Center im Schichtbetrieb läuft. Der Druck ist hoch: Fehlentscheidungen sind sichtbar, Erfolge nicht. Dauerhafte Alarmfluten führen zu Ermüdung, und ein Teil der Arbeit besteht darin, Kollegen zu Maßnahmen zu bewegen, die deren Arbeit unbequemer machen. Das erfordert Geduld und Verhandlungsgeschick. Fachlich veraltet Wissen schnell, laufende Weiterbildung ist Pflicht, oft in der Freizeit. Wer nur Technik mag und keine Dokumentation, wird sich schwertun: Nachweise für Audits, ISO 27001 und branchenspezifische Vorgaben erzeugen viel Schriftliches.

Aussichten

Die Nachfrage ist seit Jahren größer als das Angebot, und daran ändert sich kurzfristig nichts. Meldepflichten, NIS2 und die Häufigkeit von Ransomware-Angriffen zwingen auch mittelständische Unternehmen, eigene Fachleute einzustellen oder Dienstleister zu beauftragen. Entwicklungswege führen in die Spezialisierung, etwa auf Cloud-Sicherheit, digitale Forensik, Penetrationstests oder die Absicherung von Industrieanlagen, oder in Richtung Architektur und Leitung eines Security-Teams. Auch der Weg zum Informationssicherheitsbeauftragten oder in die Beratung ist üblich. Wechsel zwischen Branchen sind unproblematisch, da die Grundlagen überall dieselben sind.

Aufgaben

  • Firewalls, VPN und Zugangskontrollen konfigurieren und überwachen
  • Protokolldaten in einem SIEM auswerten und Alarme bearbeiten
  • Schwachstellenscans durchführen und Behebung mit Fachabteilungen abstimmen
  • Sicherheitsvorfälle analysieren, eindämmen und dokumentieren
  • Berechtigungen und Konfigurationen in Cloud-Umgebungen prüfen
  • Sicherheitskonzepte für neue Systeme und Projekte erstellen
  • Audits und Zertifizierungen wie ISO 27001 technisch begleiten
  • Mitarbeitende zu Phishing und sicherem Verhalten schulen

Voraussetzungen

  • Studium der Informatik oder IT-Ausbildung, alternativ nachgewiesene Praxiserfahrung
  • Solide Kenntnisse in Netzwerktechnik, Betriebssystemen und Skripting
  • Verständnis von Angriffstechniken und gängigen Schwachstellenklassen
  • Englisch in Wort und Schrift für Dokumentation und Herstellerkontakt
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft und Einsätzen außerhalb der Regelarbeitszeit
  • Sorgfalt bei der Dokumentation und Geduld in der Abstimmung mit anderen Teams
  • Oft ein einwandfreies Führungszeugnis, bei sicherheitsrelevanten Auftraggebern eine Sicherheitsüberprüfung

Wo man arbeitet

  • IT-Abteilungen größerer Unternehmen und Konzerne
  • IT-Dienstleister und Managed-Security-Anbieter
  • Banken, Versicherungen und Krankenhäuser
  • Behörden und öffentliche Einrichtungen
  • Beratungshäuser mit Schwerpunkt Informationssicherheit
  • Industrieunternehmen mit vernetzter Produktion

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelor in Informatik, Wirtschaftsinformatik oder IT-Sicherheit mit sechs bis sieben Semestern, häufig gefolgt von einigen Jahren in der Systemadministration oder Entwicklung. Alternativ führt die dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration in den Beruf, ergänzt um Zertifikate wie CISSP, OSCP oder herstellerbezogene Nachweise. Eine geschützte Berufsbezeichnung gibt es nicht.

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