Zum Inhalt springen
Weitere Berufe

Monteur Brandschutz

Monteure im Brandschutz bauen Brandschutztüren, Rauchschutzabschlüsse, Brandschottungen und Löschanlagen in Gebäude ein und halten sie instand. Die Arbeit findet meist auf Baustellen und in genutzten Objekten statt.

0 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Monteur Brandschutz verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.850 € 3.200 € 34.200 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.450 € 3.900 € 41.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 4.100 € 4.900 € 49.200 €

Entscheidend sind Tarifbindung und Nachweise: In Betrieben mit Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe oder den Tarifen des Metall- und Elektrohandwerks liegen die Löhne deutlich verlässlicher als bei kleinen, nicht tarifgebundenen Montagefirmen. Montagezuschläge, Auslöse sowie Nacht- und Wochenendzulagen erhöhen das tatsächliche Monatseinkommen oft erheblich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Monteur Brandschutz?

Monteure im Brandschutz sorgen dafür, dass Feuer und Rauch sich in einem Gebäude nicht ungehindert ausbreiten. Konkret heißt das: Brandschutztüren und Rauchschutzabschlüsse einbauen und einstellen, Kabel- und Rohrdurchführungen in Wänden und Decken mit Manschetten, Mörtel oder Weichschotts verschließen, Lüftungsleitungen mit Brandschutzklappen versehen, Stahlträger mit Platten oder Beschichtungen kapseln. Ein Teil der Branche arbeitet an anlagentechnischem Brandschutz: Sprinklerrohre montieren, Rauchabzugsanlagen und Feststellanlagen anschließen, Brandmelder setzen.

Ein großer Anteil der Arbeit ist Prüfung und Wartung im Bestand. Türen schließen nicht mehr richtig, Dichtungen sind gealtert, nachträglich verlegte Kabel haben eine Schottung durchbrochen. Monteure dokumentieren den Zustand, stellen nach, tauschen Bauteile und schreiben Prüfprotokolle. Jede Ausführung muss der Zulassung des Herstellers und der Bauartgenehmigung entsprechen - abweichen ist nicht erlaubt, auch wenn es auf der Baustelle einfacher wäre. Deshalb gehört Lesen dazu: Verwendbarkeitsnachweise, Montageanleitungen, Brandschutzkonzepte, Bestandspläne.

Wie wird man Monteur Brandschutz?

Es gibt keine eigene Ausbildung mit diesem Titel. Der übliche Weg führt über eine handwerkliche Ausbildung: Tischler, Metallbauer, Trockenbaumonteur, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik oder Elektroniker. Darauf setzen Betriebe die brandschutzspezifische Qualifizierung, meist über Herstellerschulungen und Kurse bei Handwerkskammern oder Fachverbänden - etwa zur Fachkraft für Brandschutz im Bauwesen oder zur geprüften Montagefachkraft für Brandschutzabschlüsse. Für Rauchschutztüren und Feststellanlagen sind personengebundene Nachweise verbreitet.

Quereinstieg ist möglich und kommt häufig vor. Wer aus dem Bau, der Montage oder der Industrieinstandhaltung kommt, wird als Helfer eingesetzt und arbeitet sich über interne Schulungen hoch. Ohne Ausbildung bleibt man aber in der Regel im Helferbereich und darf keine abnahmerelevanten Arbeiten selbst verantworten.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich. Brandschutztüren sind schwer, Montage über Kopf an Decken ist Standard, gearbeitet wird auf Leitern, Gerüsten und Hubarbeitsbühnen, in Schächten und Kriechkellern. Staub, Mineralwolle und Beschichtungsmaterialien erfordern konsequenten Atemschutz. Höhentauglichkeit und arbeitsmedizinische Vorsorge sind oft Bedingung.

Montagetätigkeit heißt Reisen: Wer für einen überregionalen Betrieb arbeitet, ist unter der Woche häufig auswärts. Wartungsarbeiten in Krankenhäusern, Rechenzentren oder Einkaufszentren laufen abends, nachts oder am Wochenende, weil der Betrieb tagsüber weiterläuft. Der Zeitdruck kurz vor Bauabnahmen ist erheblich. Dazu kommt Verantwortung: Eine schlecht ausgeführte Schottung fällt niemandem auf, bis es brennt. Sorgfalt auch dann, wenn keiner hinschaut, ist die zentrale Anforderung.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und eher steigend. Bestandsgebäude müssen regelmäßig geprüft werden, Sanierungen und Umnutzungen ziehen fast immer Brandschutzmaßnahmen nach sich, und die Vorschriften werden nicht lockerer. Fachkräfte mit Nachweisen für Brandschutzabschlüsse oder Löschanlagen sind knapp, unbefristete Stellen die Regel.

Entwicklungswege führen zum Obermonteur oder Bauleiter, über den Meister zur eigenen Firma oder in die Sachkundigen- und Prüftätigkeit. Wer sich zum Brandschutzbeauftragten oder Fachplaner weiterbildet, wechselt von der Montage in Planung, Abnahme und Gutachten.

Aufgaben

  • Brandschutz- und Rauchschutztüren einbauen, einstellen und instand setzen
  • Kabel- und Rohrdurchführungen mit zugelassenen Schottsystemen verschließen
  • Brandschutzklappen in Lüftungsleitungen montieren und anschließen
  • Stahlbauteile mit Platten, Putz oder Beschichtungen kapseln
  • Löschanlagen, Rauchabzüge und Feststellanlagen montieren und warten
  • Bestandsanlagen prüfen, nachstellen und Bauteile austauschen
  • Ausführung nach Verwendbarkeitsnachweis dokumentieren und Protokolle erstellen
  • Aufmaß nehmen und Material für die Baustelle disponieren

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene handwerkliche Ausbildung, etwa Tischler, Metallbauer, Trockenbauer, Anlagenmechaniker SHK oder Elektroniker
  • Brandschutzspezifische Qualifizierung über Hersteller- oder Verbandsschulungen, teils personengebundene Nachweise
  • Körperliche Belastbarkeit, Schwindelfreiheit und Eignung für Arbeiten in Höhen
  • Sorgfalt beim Arbeiten nach Zulassung, Montageanleitung und Plan
  • Führerschein Klasse B, häufig Bereitschaft zur Montage mit Übernachtung
  • Grundkenntnisse im Lesen von Bauplänen und Brandschutzkonzepten

Wo man arbeitet

  • Fachbetriebe für baulichen Brandschutz
  • Trockenbau-, Metallbau- und Tischlereibetriebe
  • Anlagenbauer für Sprinkler- und Löschtechnik
  • Errichter von Brandmelde- und Rauchabzugsanlagen
  • Facility-Management- und Instandhaltungsdienstleister
  • Industriebetriebe mit eigener Gebäudetechnik

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung in einem Bau-, Metall- oder Elektroberuf mit Abschluss vor der Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer. Die Brandschutzqualifikation folgt im Betrieb über mehrtägige Hersteller- und Verbandslehrgänge, etwa zur geprüften Montagefachkraft für Brandschutzabschlüsse. Aufstieg über Meister oder Fachplaner-Weiterbildungen ist möglich.

Offene Stellen als Monteur Brandschutz

In der Suche fortsetzen

Zu diesem Beruf steht gerade keine Anzeige im Bestand. Der Bestand wird täglich abgeglichen; die Suche zeigt auch verwandte Bezeichnungen.

Verwandte Berufe

Anlagenmechaniker Sanitär-,Heizungs- und Klimatechnik

Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bauen Bäder, Heizungen, Lüftungs- und Wasserversorgungsanlagen ein, nehmen sie in Betrieb und halten sie instand. Der Beruf verbindet Rohrleitungsbau mit Elektro-, Regelungs- und Messtechnik.

Offene Stellen
19
Monatsbrutto
2.500 – 4.900 €

Metallbauer Konstruktionstechnik

Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik fertigen und montieren Bauteile aus Stahl, Aluminium und Edelstahl – von Treppen und Geländern über Hallenkonstruktionen bis zu Tore und Fassadenelementen. Gearbeitet wird in der Werkstatt und auf der Baustelle.

Offene Stellen
11
Monatsbrutto
2.500 – 4.700 €

Arbeitsplatz.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz