Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bauen Bäder, Heizungen, Lüftungs- und Wasserversorgungsanlagen ein, nehmen sie in Betrieb und halten sie instand. Der Beruf verbindet Rohrleitungsbau mit Elektro-, Regelungs- und Messtechnik.
20 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.850 € | 3.200 € | 34.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.900 € | 3.400 € | 3.900 € | 40.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.400 € | 4.000 € | 4.900 € | 48.000 € |
Maßgeblich sind Tarifbindung und Region: In Betrieben mit dem Tarifvertrag des Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks sowie im Süden und Westen liegen die Löhne deutlich über denen kleiner, nicht tarifgebundener Betriebe im Osten. Notdienst, Montagezuschläge und Überstunden erhöhen das tatsächliche Monatsentgelt oft merklich; mit Meisterbrief oder als Kundendiensttechniker mit Wärmepumpen-Erfahrung sind die oberen Werte erreichbar.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik?
Die Arbeit beginnt meist auf der Baustelle oder in einem bewohnten Haus. Anlagenmechaniker der SHK-Technik verlegen Rohrleitungen für Trinkwasser, Abwasser, Heizung und Gas, montieren Waschtische, Duschen, WCs und Badewannen, setzen Heizkessel, Wärmepumpen, Solarkollektoren und Pufferspeicher ein und schließen Lüftungs- sowie Klimageräte an. Dazu gehört das Ablängen und Verbinden von Kupfer-, Edelstahl-, Mehrschicht- und Kunststoffrohren durch Pressen, Löten, Schweißen oder Kleben, das Stemmen und Bohren von Durchbrüchen, das Dämmen der Leitungen und das Anschließen von Pumpen, Fühlern und Reglern.
Ein großer Teil des Alltags ist Wartung und Reparatur: Heizungsanlagen einstellen und hydraulisch abgleichen, Filter tauschen, Abgaswerte prüfen, Störungen an Regelungen suchen, verstopfte Abläufe freilegen, undichte Verbindungen finden. Wer im Kundendienst arbeitet, fährt am Tag mehrere Adressen an und muss Probleme oft ohne lange Vorbereitung lösen. Hinzu kommen Aufmaß, Materialbestellung, Dokumentation von Messwerten, Übergabeprotokolle und die Erklärung der Anlage an die Kundschaft.
Wie wird man Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik?
Üblich ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung im Handwerk, seltener in der Industrie. Betriebe stellen überwiegend Bewerber mit Hauptschul- oder Realschulabschluss ein; entscheidender als die Note sind Interesse an Technik und handwerkliches Geschick. In der Berufsschule kommen Rohrnetzberechnung, Heizlastermittlung, Elektrotechnik, Regelungstechnik und technisches Zeichnen dazu. Ein Quereinstieg ist möglich, etwa über Umschulungen der Arbeitsagentur oder als Helfer mit späterer Externenprüfung; ohne Abschluss bleibt man jedoch auf Hilfsarbeiten und niedrigere Löhne beschränkt.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich fordernd. Knien, über Kopf montieren, Arbeiten in engen Schächten und auf Dächern, Heben von Kesseln und Speichern, Staub, Lärm, kalte Rohbauten im Winter. Rückenprobleme und Knieschäden sind in diesem Beruf verbreitet. Wer im Bestand arbeitet, trifft auf Schmutz, alte Rohre und Abwasser.
Die Arbeitszeiten liegen meist in der Frühschicht, Überstunden bei Termindruck sind üblich, Notdienst am Wochenende in vielen Betrieben Pflicht. Es wird viel gefahren, teils mit langen Anfahrten. Kundenkontakt gehört dazu, auch mit Menschen, die ärgerlich sind, weil die Heizung ausgefallen ist oder die Baustelle länger dauert. Höhentauglichkeit, Schwindelfreiheit und ein Führerschein sind praktisch unverzichtbar.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und stabil. Der Austausch alter Heizungen, der Einbau von Wärmepumpen, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und Trinkwasserhygiene sorgen für vollständig gefüllte Auftragsbücher; viele Betriebe finden kaum Fachkräfte und arbeiten mit Wartelisten. Wer den Abschluss hat, findet in der Regel schnell eine Stelle.
Entwicklungswege führen über Spezialisierungen in Wärmepumpen-, Kälte- oder Regelungstechnik, über den Servicetechniker im Kundendienst zum Vorarbeiter oder Obermonteur. Mit der Meisterprüfung sind Betriebsleitung, Ausbildung von Lehrlingen und die eigene Selbstständigkeit möglich, ebenso ein Weg zum Techniker oder ein Studium der Versorgungstechnik. Auch Positionen in Planung, technischem Vertrieb oder bei Herstellern sind erreichbar.
Aufgaben
- Rohrleitungen für Wasser, Abwasser, Gas und Heizung verlegen und verbinden
- Sanitärobjekte wie Waschtische, WCs, Duschen und Wannen montieren
- Heizkessel, Wärmepumpen und Solaranlagen einbauen und in Betrieb nehmen
- Lüftungs- und Klimageräte anschließen, einregulieren und warten
- Störungen an Anlagen und Regelungen suchen und beheben
- Anlagen prüfen, Messwerte aufnehmen und Protokolle erstellen
- Aufmaß nehmen, Material bestellen und Arbeitsschritte auf der Baustelle abstimmen
- Kundschaft in die Bedienung der Anlage einweisen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Anlagenmechaniker SHK oder vergleichbare Qualifikation
- Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis, auch für Elektro- und Regelungstechnik
- Körperliche Belastbarkeit, Schwindelfreiheit, Arbeiten im Knien und über Kopf
- Führerschein Klasse B für Fahrten zu Baustellen und Kunden
- Zuverlässigkeit und ein freundlicher Umgang mit Kunden
- Bereitschaft zu Überstunden und Notdienst
Wo man arbeitet
- Handwerksbetriebe für Sanitär, Heizung und Klima
- Anlagenbau- und Gebäudetechnikunternehmen
- Facility-Management und technischer Gebäudebetrieb
- Stadtwerke und Wohnungsgesellschaften
- Industriebetriebe mit eigener Instandhaltung
Der Weg in den Beruf
Der Regelweg ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik im Betrieb und in der Berufsschule. Sie endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Danach sind Weiterbildungen zum Servicetechniker, Kundendiensttechniker oder die Meisterprüfung möglich.
Offene Stellen als Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
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