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Technik & Ingenieurwesen

Metallbauer Konstruktionstechnik

Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik fertigen und montieren Bauteile aus Stahl, Aluminium und Edelstahl – von Treppen und Geländern über Hallenkonstruktionen bis zu Tore und Fassadenelementen. Gearbeitet wird in der Werkstatt und auf der Baustelle.

11 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Metallbauer Konstruktionstechnik verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.800 € 3.200 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.300 € 3.800 € 39.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.400 € 3.900 € 4.700 € 46.800 €

Entscheidend ist, ob der Betrieb dem Tarifvertrag des Metallhandwerks folgt oder – deutlich besser bezahlt – der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall). Dazu kommen regionale Unterschiede zwischen Süddeutschland und dem Osten sowie Montage-, Auswärts- und Überstundenzuschläge, die bei viel Baustelleneinsatz merklich ins Gewicht fallen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Metallbauer Konstruktionstechnik?

Der Arbeitstag beginnt meist mit einer technischen Zeichnung. Daraus lesen Metallbauer Maße, Blechdicken, Schweißnahtangaben und Toleranzen ab, übertragen sie auf Rohmaterial und schneiden Profile, Rohre und Bleche zu – mit Bandsäge, Plasmaschneider, Trennschleifer oder an der CNC-gesteuerten Anlage. Anschließend wird gebohrt, gekantet, gerichtet, geheftet und verschweißt, meist im MAG- oder WIG-Verfahren. Nach dem Schweißen folgt das Verputzen der Nähte, das Schleifen und oft das Vorbereiten für Verzinkung oder Beschichtung.

Ein großer Teil der Arbeit findet außerhalb der Werkstatt statt. Fertige Bauteile werden auf der Baustelle abgeladen, ausgerichtet, verdübelt, verschraubt oder verschweißt: Stahltreppen in Rohbauten, Geländer an Balkonen, Vordächer, Hallenrahmen, Fluchttreppen, Einfahrtstore. Dazu gehört Aufmaß nehmen vor Ort, weil Rohbaumaße selten exakt der Planung entsprechen. Wer länger dabei ist, übernimmt auch Reparaturen an bestehenden Konstruktionen, baut Sonderanfertigungen nach Kundenwunsch und stimmt sich mit anderen Gewerken ab.

Wie wird man Metallbauer Konstruktionstechnik?

Über eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung im Handwerk, die mit der Gesellenprüfung abschließt. Betriebe stellen überwiegend Bewerber mit Hauptschulabschluss oder mittlerer Reife ein; wichtiger als die Note sind räumliches Vorstellungsvermögen und ein sicherer Umgang mit Maßen. Die Berufsschule vermittelt Werkstoffkunde, Fügetechnik, Statikgrundlagen und technisches Zeichnen, die Praxis den Rest.

Quereinstieg ist möglich, aber nicht formlos. Wer aus dem Schlosser-, Schweißer- oder Industriemechanikerbereich kommt, wird häufig angelernt eingesetzt und kann die Prüfung als Externer nachholen. Entscheidend für die Bezahlung sind gültige Schweißerprüfungen nach DIN EN ISO 9606 und, für tragende Konstruktionen, die betriebliche Zertifizierung nach EN 1090.

Was der Beruf verlangt

Körperlich fordernd: Stahlprofile sind schwer, Montagearbeit findet oft über Kopf, auf Leitern, Gerüsten oder Hebebühnen statt. In der Werkstatt ist es laut, staubig und im Sommer heiß; auf der Baustelle im Winter kalt. Schweißrauch, Funkenflug und Schleifstaub gehören dazu, Gehörschutz, Schweißerschirm und Sicherheitsschuhe sind Pflicht. Höhenangst und Metallallergien schließen den Beruf praktisch aus.

Die Arbeitszeiten sind meist regelmäßig, Frühbeginn um sechs oder sieben Uhr ist üblich. Bei Montageterminen fallen Überstunden, Fahrzeiten und gelegentlich Auswärtsübernachtungen an. Wer nur an der Maschine stehen will, wird enttäuscht: Präzision unter Zeitdruck, Improvisation bei falschen Rohbaumaßen und Kundenkontakt auf der Baustelle sind Teil des Jobs.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und der Nachwuchs knapp. Metallbaubetriebe finden vielerorts keine Gesellen, was die Verhandlungsposition erfahrener Fachkräfte verbessert. Bau- und Konjunkturschwankungen wirken sich allerdings direkt auf die Auftragslage kleiner Betriebe aus.

Weiterentwickeln kann man sich über die Meisterprüfung mit anschließender Betriebsleitung oder Selbstständigkeit, über den Techniker für Metallbautechnik, über Zusatzqualifikationen als Schweißfachmann oder Schweißaufsichtsperson sowie über eine Spezialisierung auf CNC-Programmierung oder Konstruktion im CAD. Mit Meisterbrief ist auch ein Ingenieurstudium ohne Abitur möglich.

Aufgaben

  • technische Zeichnungen und Konstruktionspläne lesen und umsetzen
  • Profile, Bleche und Rohre zuschneiden, kanten und bohren
  • Bauteile heften und im MAG- oder WIG-Verfahren verschweißen
  • Schweißnähte verputzen, schleifen und Oberflächen für die Beschichtung vorbereiten
  • Aufmaß auf der Baustelle nehmen
  • Treppen, Geländer, Tore und Stahlkonstruktionen vor Ort montieren
  • bestehende Konstruktionen instand setzen und umbauen
  • Maße und Toleranzen prüfen und dokumentieren

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Ausbildung als Metallbauer Konstruktionstechnik oder vergleichbare Qualifikation
  • räumliches Vorstellungsvermögen und sicheres Lesen technischer Zeichnungen
  • körperliche Belastbarkeit, Schwindelfreiheit, Tauglichkeit für Arbeiten in der Höhe
  • Schweißkenntnisse, möglichst mit gültiger Schweißerprüfung
  • Sorgfalt beim Maßnehmen und Arbeiten nach Toleranzvorgaben
  • Führerschein Klasse B, für Montagefahrzeuge oft BE oder C1

Wo man arbeitet

  • Metallbau- und Schlossereibetriebe
  • Stahlbauunternehmen
  • Fassaden- und Fensterbaubetriebe
  • Baustellen und Montageeinsätze
  • Industriebetriebe mit eigener Instandhaltung

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik im Handwerk, abgeschlossen mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Eine Verkürzung auf drei Jahre ist bei guten Leistungen oder mit höherem Schulabschluss möglich. Danach folgen häufig Schweißerprüfungen, der Industriemeister oder Handwerksmeister Metallbau oder eine Technikerweiterbildung.

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