Konstruktionsmechaniker
Konstruktionsmechaniker fertigen und montieren Bauteile und Konstruktionen aus Stahl und anderen Metallen - von Behältern und Rohrleitungen über Stahlbauteile bis zu Maschinenrahmen. Sie schneiden, umformen, schweißen und richten Bleche und Profile nach technischen Zeichnungen aus.
31 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Konstruktionsmechaniker verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.900 € | 3.300 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.500 € | 4.100 € | 42.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.600 € | 4.300 € | 5.500 € | 51.600 € |
Entscheidend ist, ob der Betrieb dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall) folgt - dort liegen die Entgelte deutlich über denen kleiner handwerklicher Metallbaubetriebe. Schichtzulagen, Montagepauschalen und Auslöse können das Monatseinkommen erheblich erhöhen, geprüfte Schweißqualifikationen ebenso.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Konstruktionsmechaniker?
Am Anfang steht meist eine technische Zeichnung oder ein Bauteil aus dem CAD-System. Daraus wird ein Zuschnitt: Bleche und Profile werden angerissen, mit Brennschneidanlage, Plasmaschneider, Säge oder Schere getrennt, anschließend gebogen, gekantet, gewalzt oder gerichtet. Die Einzelteile werden geheftet, ausgerichtet, kontrolliert und dann verschweißt - meist mit MAG, WIG oder Elektrode, je nach Werkstoff und Bauteil. Danach folgen Nacharbeit, Schleifen, Prüfen der Nähte, Maßkontrolle und oft die Montage vor Ort beim Kunden.
Die Bauteile sind selten klein. Wer im Behälter- und Apparatebau arbeitet, hat mit Kesseln, Silos und Rohrleitungen zu tun, im Stahlbau mit Trägern, Treppen und Hallenkonstruktionen, im Feinblechbau mit Gehäusen und Verkleidungen aus dünnem Material. Dazu gehören Krane und Hebezeuge zum Bewegen der Teile, Vorrichtungsbau, Instandsetzung beschädigter Konstruktionen und die Dokumentation von Schweißnähten, wo Normen es fordern.
Wie wird man Konstruktionsmechaniker?
Über eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung im Industrie- oder Handwerksbetrieb, mit Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer. Formal ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, in der Praxis stellen Betriebe überwiegend mit Haupt- oder Realschulabschluss ein; Mathematik und technisches Zeichnen sind die entscheidenden Fächer. Im dritten Ausbildungsjahr wird eine Fachrichtung gewählt, etwa Schweißtechnik, Feinblechbau oder Ausrüstungstechnik.
Quereinstieg kommt vor, vor allem aus verwandten Metallberufen oder über Schweißerlehrgänge. Wer Schweißerprüfungen nach DIN EN ISO 9606 vorweisen kann, findet auch ohne den vollen Abschluss Arbeit - allerdings meist als angelernte Kraft mit geringerer Bezahlung. Die Externenprüfung ist ein Weg, einen fehlenden Abschluss nachzuholen.
Was der Beruf verlangt
Das ist körperliche Arbeit. Schwere Bauteile, Arbeit in Zwangshaltungen, auf Leitern und Gerüsten, im Freien bei Montageeinsätzen. Lärm, Rauch, Funken, Hitze am Schweißplatz und Schutzausrüstung, die im Sommer belastet. Rücken, Knie und Schultern bekommen das über die Jahre zu spüren, ebenso die Lunge, wenn Absaugung nicht konsequent genutzt wird.
In Produktionsbetrieben ist Zwei- oder Dreischichtbetrieb verbreitet, in Montagefirmen kommen Auswärtsmontagen mit Wochen auf Baustellen und im Hotel dazu. Genauigkeit ist Pflicht: Eine Schweißnaht an einem Druckbehälter wird geprüft, ein Fehler kostet Geld oder wird gefährlich. Räumliches Vorstellungsvermögen und die Fähigkeit, aus einer flachen Zeichnung ein dreidimensionales Bauteil zu denken, entscheiden darüber, ob die Arbeit leichtfällt oder ständig anstrengt.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil bis hoch. Metallbau, Maschinenbau, Anlagenbau, Energietechnik und Bauwirtschaft suchen seit Jahren Fachkräfte, geprüfte Schweißer besonders. Der Beruf ist konjunkturabhängig - Auftragseinbrüche im Industriebau schlagen durch -, aber Instandhaltung und Reparatur laufen immer.
Weiterbildungswege gibt es reichlich: Industriemeister Metall, Schweißfachmann oder Schweißtechniker beim DVS, Techniker für Maschinenbau, Prüfer für zerstörungsfreie Werkstoffprüfung. Damit geht es in Arbeitsvorbereitung, Qualitätssicherung, Konstruktion oder Bauleitung. Wer im Handwerk bleibt, kann über den Meisterbrief einen eigenen Betrieb führen. Ohne Weiterbildung bleibt die körperliche Belastung dagegen bis zur Rente Teil des Alltags.
Aufgaben
- technische Zeichnungen und Stücklisten lesen und in Zuschnitte umsetzen
- Bleche und Profile brennschneiden, sägen, kanten und walzen
- Bauteile ausrichten, heften und mit MAG, WIG oder Elektrode verschweißen
- Schweißnähte nacharbeiten, schleifen und auf Maßhaltigkeit prüfen
- Konstruktionen beim Kunden montieren und ausrichten
- beschädigte Stahlbauteile instandsetzen und verstärken
- Krane, Hebezeuge und Anschlagmittel zum Bewegen schwerer Teile einsetzen
- Prüfprotokolle und Schweißdokumentation führen
Voraussetzungen
- abgeschlossene Ausbildung als Konstruktionsmechaniker oder vergleichbare Metallqualifikation
- räumliches Vorstellungsvermögen und sicherer Umgang mit technischen Zeichnungen
- körperliche Belastbarkeit, Schwindelfreiheit für Arbeiten in der Höhe
- gültige Schweißerprüfungen sind in vielen Betrieben Voraussetzung oder werden erwartet
- Sorgfalt und Verständnis für Toleranzen und Normen
- Bereitschaft zu Schichtarbeit oder Auswärtsmontage
- Führerschein Klasse B, bei Montagetätigkeit häufig verlangt
Wo man arbeitet
- Metall- und Stahlbaubetriebe
- Maschinen- und Anlagenbau
- Behälter-, Apparate- und Rohrleitungsbau
- Werften und Fahrzeugaufbaubetriebe
- Instandhaltungsabteilungen von Industrieunternehmen
- Baustellen und Kundenanlagen bei Montageeinsätzen
Der Weg in den Beruf
Der Weg führt über eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule, abgeschlossen mit der Gesellen- oder Facharbeiterprüfung vor der Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer. Im letzten Ausbildungsabschnitt wird eine Fachrichtung wie Schweißtechnik, Feinblechbau, Ausrüstungstechnik oder Schiffbau vertieft. Eine Verkürzung auf drei Jahre ist bei guten Leistungen oder mit höherem Schulabschluss möglich.
Offene Stellen als Konstruktionsmechaniker
In der Suche fortsetzen
Konstruktionsmechaniker (m/w/d) – Schwerpunkt Schweißtechnik
Konstruktionsmechaniker - Stahlbau / Schweißtechnik (m/w/d)
Konstruktionsmechaniker (m/w/d)
Konstruktionsmechaniker (m/w/d)
Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker - Schweißtechnik ab 2027 (m/w/d)
Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker ab 2027 (m/w/d)
Ausbildung Konstruktionsmechaniker (m/w/d) - 2026 in Gaildorf
Verwandte Berufe
Anlagenmechaniker
Anlagenmechaniker bauen, montieren und warten Rohrleitungssysteme, Behälter und technische Anlagen – im Industrieanlagenbau ebenso wie in der Versorgungstechnik. Sie schweißen, biegen, dichten ab und nehmen Anlagen in Betrieb.
- Offene Stellen
- 52
- Monatsbrutto
- 2.600 – 5.500 €
Industriemechaniker
Industriemechaniker bauen, warten und reparieren Maschinen und Produktionsanlagen. Sie fertigen Bauteile, montieren Anlagen und halten die Produktion am Laufen.
- Offene Stellen
- 192
- Monatsbrutto
- 2.600 – 5.500 €
Metallbauer
Metallbauer fertigen und montieren Konstruktionen aus Stahl, Aluminium und Edelstahl – von Geländern und Toren über Fenster und Fassaden bis zu Hallenkonstruktionen. Sie schneiden, biegen, schweißen und richten die Bauteile in der Werkstatt vor und setzen sie auf der Baustelle zusammen.
- Offene Stellen
- 30
- Monatsbrutto
- 2.400 – 5.200 €
Rohrleitungsbauer
Rohrleitungsbauer verlegen und reparieren Leitungen für Wasser, Abwasser, Gas, Fernwärme und Industrieanlagen. Die Arbeit findet überwiegend im Freien statt, im Rohrgraben, bei jedem Wetter.
- Offene Stellen
- 6
- Monatsbrutto
- 2.700 – 5.400 €
Schweißer
Schweißer verbinden Metallteile dauerhaft durch Hitze, meist mit Lichtbogen- oder Schutzgasverfahren. Sie arbeiten in der Metallbau- und Stahlbaufertigung, im Anlagenbau und auf Baustellen und müssen ihre Nähte nach genormten Prüfungen belegen können.
- Offene Stellen
- 102
- Monatsbrutto
- 2.400 – 5.200 €
Passend dazu im Ratgeber
- Arbeitsmedizinische Vorsorge: Pflicht, Angebot, Wunsch Vorsorge ist keine Eignungsprüfung und kein Test, den man bestehen muss. Welche drei Arten...
- Bildschirmarbeitsplatz einrichten: die Reihenfolge Ein Bildschirmarbeitsplatz wird von unten nach oben eingerichtet: erst der Stuhl, dann der...
- Quereinstieg: wie ein Wechsel in einen anderen Beruf gelingt Ein Berufswechsel scheitert selten an der Fähigkeit und oft an der Darstellung. Welche Weg...