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Handwerk & Produktion

Metallbauer

Metallbauer fertigen und montieren Konstruktionen aus Stahl, Aluminium und Edelstahl – von Geländern und Toren über Fenster und Fassaden bis zu Hallenkonstruktionen. Sie schneiden, biegen, schweißen und richten die Bauteile in der Werkstatt vor und setzen sie auf der Baustelle zusammen.

29 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Metallbauer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.750 € 3.100 € 33.000 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.400 € 3.900 € 40.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 4.100 € 5.200 € 49.200 €

Entscheidend ist, ob der Betrieb dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall) folgt oder als Handwerksbetrieb nach den regionalen Metallhandwerks-Tarifen bzw. frei zahlt – der Unterschied kann mehrere Hundert Euro im Monat betragen. Montagezuschläge, Auslöse und Überstunden erhöhen das reale Einkommen deutlich, ebenso ein Meisterbrief oder gültige Schweißerprüfungen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Metallbauer?

Metallbauer verwandeln Bleche, Rohre und Profile in tragfähige Konstruktionen. Der Arbeitstag beginnt häufig in der Werkstatt: technische Zeichnungen lesen, Maße auf das Material übertragen, mit Plasmaschneider, Säge oder Schere trennen, Kanten entgraten, Profile auf der Abkantpresse biegen, Teile heften und anschließend mit MAG- oder WIG-Verfahren verschweißen. Danach werden Schweißnähte verputzt, Oberflächen geschliffen und Bauteile für Verzinkung oder Pulverbeschichtung vorbereitet.

Der zweite Teil des Berufs findet draußen statt. Geländer, Vordächer, Treppen, Tore und Fassadenelemente werden zur Baustelle transportiert, ausgerichtet, verankert und angepasst – oft auf Gerüsten, Hebebühnen oder Dächern, weil das Aufmaß vor Ort selten exakt mit dem Plan übereinstimmt. In der Fachrichtung Konstruktionstechnik dominieren Stahlbau und Blechkonstruktionen, in der Metallgestaltung Schmiedearbeit und Einzelstücke, in der Nutzfahrzeugbautechnik Aufbauten und Anhänger. Wer bei einem Betrieb mit Servicegeschäft arbeitet, wartet zusätzlich Türanlagen, Rolltore und Antriebe und rückt bei Störungen aus.

Wie wird man Metallbauer?

Über eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung im Handwerk, mit Wahl einer der drei Fachrichtungen. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, in der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss ein; Mathematik und räumliches Vorstellungsvermögen sind wichtiger als Noten in Sprachen. Die Ausbildung endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer.

Quereinstieg ist möglich, aber selten ohne Nachweise. Wer aus verwandten Metallberufen kommt, wird oft direkt übernommen. Für angelerntes Personal ist der Schweißerschein der entscheidende Türöffner; Betriebe finanzieren Schweißkurse und Prüfungen nach DIN EN ISO 9606 häufig selbst. Eine Umschulung über die Arbeitsagentur ist üblich und dauert verkürzt etwa zwei Jahre. Weiter geht es über den Industrie- oder Handwerksmeister, den Schweißfachmann oder eine Weiterbildung zum Techniker.

Was der Beruf verlangt

Körperliche Arbeit, dauerhaft. Bauteile aus Stahl sind schwer, gearbeitet wird im Stehen, in Zwangshaltungen, gebückt und über Kopf. In der Werkstatt ist es laut und staubig, Schweißrauch und Funkenflug gehören zum Alltag, Schutzkleidung und Gehörschutz sind Pflicht. Auf Montage kommen Wetter, Höhe und lange Anfahrten hinzu, in manchen Betrieben auch Wochen mit Übernachtung außerhalb. Verletzungsrisiken durch Schnitte, Quetschungen und Verbrennungen sind real und werden mit Routine nicht kleiner, sondern nur anders.

Die Arbeitszeiten liegen meist regulär von früh am Morgen bis in den Nachmittag, im Nutzfahrzeugbau und in der Industrie auch im Schichtbetrieb. Vor Terminen und in der Bausaison sind Überstunden normal. Verlangt werden Sorgfalt beim Maß, Verständnis für Statik und Werkstoffe, Höhentauglichkeit und die Bereitschaft, Fehler auf der Baustelle selbst auszubaden. Wer keine Lärm- und Schmutztoleranz hat, wird in diesem Beruf nicht alt.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und stabil. Metallbaubetriebe finden seit Jahren zu wenige Fachkräfte, gleichzeitig sorgen Sanierung, Brandschutz, Balkon- und Fassadenbau sowie Montagearbeiten für die Energiewende für gefüllte Auftragsbücher. Konjunkturell hängt der Beruf allerdings am Bau: bricht die Bautätigkeit ein, spüren Zulieferbetriebe das schnell. Entwicklungswege führen zum Vorarbeiter oder Montageleiter, über den Meisterbrief in die Werkstattleitung oder in einen eigenen Betrieb, außerdem in Richtung Konstruktion und CNC-Programmierung, wenn die Belastung im Alter zu groß wird.

Aufgaben

  • technische Zeichnungen und Aufmaße auf Werkstücke übertragen
  • Stahl-, Aluminium- und Edelstahlprofile trennen, biegen und bohren
  • Bauteile heften und mit MAG- oder WIG-Verfahren verschweißen
  • Schweißnähte verputzen und Oberflächen für die Beschichtung vorbereiten
  • Geländer, Tore, Treppen und Fassadenelemente auf der Baustelle montieren
  • Türanlagen, Antriebe und Rolltore warten und Störungen beheben
  • Aufmaß beim Kunden nehmen und Konstruktionen anpassen

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Ausbildung als Metallbauer oder vergleichbare Metallqualifikation
  • Lesen und Umsetzen technischer Zeichnungen
  • Schweißkenntnisse, je nach Betrieb mit gültiger Schweißerprüfung
  • körperliche Belastbarkeit, Schwindelfreiheit und Höhentauglichkeit
  • Sorgfalt bei Maßen und Sicherheitsvorschriften
  • Führerschein Klasse B, für Montagefahrzeuge oft BE oder C1

Wo man arbeitet

  • Metallbau- und Schlossereibetriebe
  • Stahlbauunternehmen
  • Baustellen und Montageeinsätze
  • Fahrzeug- und Anhängerbau
  • Instandhaltungsabteilungen von Industriebetrieben

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Metallbauer mit den Fachrichtungen Konstruktionstechnik, Metallgestaltung oder Nutzfahrzeugbautechnik, abgeschlossen mit der Gesellenprüfung. Umschulungen dauern verkürzt etwa zwei Jahre. Weiterführend sind Meisterbrief, Schweißfachmann oder eine Technikerweiterbildung.

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