Lagermitarbeiter / Staplerfahrer
Lagermitarbeiter und Staplerfahrer nehmen Waren an, lagern sie ein, stellen Bestellungen zusammen und bewegen Paletten mit Gabelstapler oder Hubwagen. Die Arbeit läuft meist im Schichtbetrieb und ist körperlich fordernd.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Lagermitarbeiter / Staplerfahrer verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.150 € | 2.450 € | 2.800 € | 29.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.500 € | 2.850 € | 3.300 € | 34.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.900 € | 3.300 € | 4.000 € | 39.600 € |
Entscheidend sind Tarifbindung und Einsatzart: In Betrieben mit Tarifvertrag für Spedition und Logistik oder im Groß- und Außenhandel liegen die Löhne deutlich über denen von Zeitarbeitsverhältnissen, die sich am Branchenmindestlohn orientieren. Nacht-, Schicht- und Kältezulagen können das Monatsentgelt um zehn bis zwanzig Prozent erhöhen, der Staplerschein bringt in vielen Häusern einen festen Zuschlag.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Lagermitarbeiter?
Der Arbeitstag beginnt oft mit einer Anlieferung: Lkw an der Rampe, Paletten abladen, Lieferschein und Ware vergleichen, Bruch und Fehlmengen dokumentieren. Danach wird eingelagert, entweder per Handscanner nach vorgegebenem Stellplatz oder frei nach Lagerlogik. Wer den Staplerschein hat, fährt Frontstapler, Schubmaststapler oder Kommissionierer und holt Paletten aus Regalen, die bis zu zwölf Meter hoch sein können. In der Kommissionierung werden Bestellungen nach Pickliste zusammengestellt, verpackt, gewogen, etikettiert und für den Versand bereitgestellt. Dazu kommen Inventurzählungen, Retourenbearbeitung, das Reinigen der Gänge und die tägliche Sichtprüfung des Staplers.
Die Steuerung läuft über ein Lagerverwaltungssystem. Scanner, Pick-by-Voice-Headset oder Tablet geben vor, welcher Artikel als nächstes gegriffen wird, und messen dabei mit, wie schnell das geht. Vorgaben zu Picks pro Stunde sind in großen Distributionszentren üblich.
Wie wird man Lagermitarbeiter?
Der Einstieg als Helfer ist ohne Ausbildung möglich, oft über Zeitarbeit oder befristete Saisonverträge. Wichtiger als ein Schulabschluss ist der Gabelstaplerführerschein, ein Lehrgang von zwei bis fünf Tagen mit theoretischer und praktischer Prüfung, den viele Betriebe selbst bezahlen. Wer dauerhaft besser bezahlt und sicherer arbeiten will, absolviert eine Ausbildung: zwei Jahre zur Fachlagerkraft oder drei Jahre zur Fachkraft für Lagerlogistik. Quereinsteiger aus Handwerk, Produktion oder Gastronomie finden hier vergleichsweise leicht Anschluss, weil Betriebe dauerhaft Personal suchen.
Was der Beruf verlangt
Die körperliche Belastung ist real. Kartons zwischen fünf und zwanzig Kilogramm werden hundertfach am Tag gehoben, viele Strecken zu Fuß auf Beton, dazu Zug und Kälte an der Rampe. In Tiefkühllagern liegt die Temperatur bei minus zwanzig Grad, gearbeitet wird in Kälteschutzkleidung mit vorgeschriebenen Pausen. Zwei- und Dreischichtbetrieb ist Standard, Nachtarbeit und Wochenendschichten kommen vor, im Weihnachtsgeschäft auch Überstunden über Wochen.
Der Umgang mit dem Stapler erfordert Ruhe und Genauigkeit. Ein Fehler beim Ausheben einer Palette in zehn Metern Höhe gefährdet Menschen, Unfälle mit Flurförderzeugen gehören zu den häufigsten in der Branche. Wer im Lager arbeitet, braucht außerdem Zuverlässigkeit bei monotonen Abläufen und muss Leistungsvorgaben aushalten, ohne die Sorgfalt zu verlieren. Deutsch auf einfachem Niveau reicht in vielen Betrieben, für Verantwortung im Wareneingang aber nicht.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und stabil, getrieben von Onlinehandel und Ersatzteillogistik. Offene Stellen gibt es fast überall, besonders rund um Verkehrsknoten und Verteilzentren. Gleichzeitig verändert Automatisierung die Arbeit: Regalbediengeräte, fahrerlose Transportsysteme und automatische Sortieranlagen ersetzen einfache Transportwege, während Störungsbehebung, Anlagenbedienung und Qualitätskontrolle wichtiger werden. Reine Helfertätigkeit ohne Zusatzqualifikation bleibt am stärksten unter Druck, auch weil sie oft über Zeitarbeit vergeben wird.
Entwicklungswege führen über zusätzliche Berechtigungen für Schmalgangstapler, Kran oder Gefahrgut, über die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik und weiter zum Vorarbeiter, Schichtleiter oder Logistikmeister. Auch der Wechsel in Disposition oder Arbeitsvorbereitung ist möglich, meist mit Weiterbildung.
Aufgaben
- Waren annehmen, auf Menge und Beschädigung prüfen und Lieferscheine abgleichen
- Paletten mit Gabelstapler, Schubmaststapler oder Hubwagen ein- und auslagern
- Bestellungen nach Pickliste oder Scannervorgabe kommissionieren
- Sendungen verpacken, wiegen, etikettieren und versandfertig bereitstellen
- Bestände im Lagerverwaltungssystem buchen und bei Inventuren zählen
- Retouren prüfen, sortieren und wieder einlagern
- Stapler täglich sichtprüfen, laden und Mängel melden
- Lagerflächen und Fahrwege sauber und frei halten
Voraussetzungen
- Gabelstaplerführerschein nach DGUV Grundsatz 308-001, für viele Stellen zwingend
- Körperliche Belastbarkeit für Heben, Tragen und langes Stehen
- Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit
- Zuverlässigkeit und Genauigkeit bei sich wiederholenden Abläufen
- Ausreichende Deutschkenntnisse für Lieferpapiere und Sicherheitsanweisungen
- Für Ausbildungsstellen: Hauptschulabschluss meist ausreichend
- Arbeitsmedizinische Eignung, unter anderem Sehtest für das Staplerfahren
Wo man arbeitet
- Distributions- und Versandzentren des Handels
- Lager von Industrie- und Produktionsbetrieben
- Speditionen und Logistikdienstleister
- Tiefkühl- und Lebensmittellager
- Baustoffhandel und Großhandel
- Zeitarbeitsfirmen mit Einsatz in Logistikbetrieben
Der Weg in den Beruf
Der schnellste Weg ist der Einstieg als Lagerhelfer mit anschließendem Staplerlehrgang von wenigen Tagen. Wer eine geregelte Qualifikation will, absolviert eine duale Ausbildung: zwei Jahre zur Fachlagerkraft oder drei Jahre zur Fachkraft für Lagerlogistik mit IHK-Abschluss. Aufbauend sind Logistikmeister oder Fachwirt für Logistiksysteme möglich.
Offene Stellen als Lagermitarbeiter / Staplerfahrer
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Lagermitarbeiter / Staplerfahrer (m/w/d) | 36103 Flieden bei Fulda
Lagermitarbeiter / Staplerfahrer in Teilzeit (m/w/d) | 36103 Flieden bei Fulda
Lagermitarbeiter / Staplerfahrer (m/w/d) | 68649 Groß-Rohrheim
Verwandte Berufe
Berufskraftfahrer
Berufskraftfahrer transportieren Güter oder Personen mit Lkw, Sattelzügen oder Bussen und sind für Ladung, Fahrzeug und Papiere verantwortlich. Der Arbeitsalltag findet überwiegend auf der Straße statt, oft mit langen Standzeiten und Nächten unterwegs.
- Offene Stellen
- 47
- Monatsbrutto
- 2.300 – 4.300 €
Fachkraft für Lagerlogistik
Fachkräfte für Lagerlogistik nehmen Waren an, lagern sie ein, stellen Sendungen zusammen und versenden sie. Sie steuern Warenströme im Lager und arbeiten mit Gabelstapler, Scanner und Lagerverwaltungssoftware.
- Offene Stellen
- 89
- Monatsbrutto
- 2.300 – 4.500 €
Fachlagerist
Fachlageristen nehmen Waren an, kontrollieren sie, lagern sie ein und stellen Sendungen für den Versand zusammen. Der Beruf wird in einer zweijährigen Ausbildung erlernt und ist körperlich fordernd.
- Offene Stellen
- 30
- Monatsbrutto
- 2.200 – 4.000 €
Kommissionierer
Kommissionierer stellen in Lagern und Versandzentren Waren nach Auftragslisten zusammen, verpacken sie und machen sie versandfertig. Die Arbeit ist körperlich, taktgebunden und läuft häufig im Schichtbetrieb.
- Offene Stellen
- 20
- Monatsbrutto
- 2.200 – 3.700 €
Maschinen- und Anlagenführer
Maschinen- und Anlagenführer richten Produktionsmaschinen ein, bedienen sie, überwachen den laufenden Betrieb und halten die Anlagen instand. Der Beruf gehört zum Kern der industriellen Fertigung und läuft meist im Schichtbetrieb.
- Offene Stellen
- 117
- Monatsbrutto
- 2.400 – 4.400 €
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