Was macht ein IT-Servicetechniker?
IT-Servicetechniker halten die Technik am Laufen, mit der andere arbeiten. Sie bauen neue Arbeitsplatzrechner auf, tauschen defekte Festplatten und Netzteile, installieren Betriebssysteme und Software, richten Drucker und Multifunktionsgeräte ein, ziehen Netzwerkkabel, konfigurieren Switches und Access Points und nehmen Kassensysteme, Bankautomaten oder medizinische Geräte in Betrieb. Ein großer Teil der Arbeit ist Fehlersuche: Der Rechner startet nicht, der Scanner wird nicht erkannt, der Arbeitsplatz hat kein Netz. Die Ursache kann in der Hardware, im Treiber, im Netzwerk oder beim Anwender liegen, und das lässt sich oft nur schrittweise eingrenzen.
Viele arbeiten im Außendienst und fahren feste Touren oder werden per Ticket zu Einsätzen disponiert. Andere sitzen in einem internen Support, betreuen einen Standort und wechseln zwischen Telefon, Fernwartung und dem Gang zum Schreibtisch des Kollegen. Dokumentation gehört dazu: Einsatzberichte, Seriennummern, Ticketstände, Ersatzteilbuchungen. Wer beim Kunden arbeitet, erklärt außerdem viel - oft Menschen, die von Technik nichts wissen wollen und gerade unter Zeitdruck stehen.
Wie wird man IT-Servicetechniker?
Der klassische Weg ist eine duale Ausbildung, meist zum Fachinformatiker für Systemintegration, zum IT-Systemelektroniker oder zum Kaufmann für IT-System-Management. Alle dauern drei bis dreieinhalb Jahre und enden mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Auch Elektroniker für Geräte und Systeme landen häufig in diesem Beruf.
Der Quereinstieg ist verbreiteter als in vielen anderen IT-Rollen. Wer Hardware schrauben kann, Windows sicher beherrscht und einen Führerschein hat, wird von Dienstleistern oft auch ohne passenden Abschluss eingestellt und intern angelernt. Herstellerzertifikate von Microsoft, Cisco, HP oder Fujitsu sowie Nachweise nach ITIL helfen beim Weiterkommen. Für Arbeiten an Bankautomaten oder in Rechenzentren sind teils erweiterte Sicherheitsüberprüfungen nötig.
Was der Beruf verlangt
Der Beruf ist körperlicher, als der Begriff IT vermuten lässt. Serverschränke wiegen, Monitore und Kartons müssen getragen werden, gearbeitet wird unter Tischen, in Kabelkanälen und in kalten Technikräumen. Im Außendienst kommen lange Fahrzeiten dazu, oft mit engen Reaktionszeiten aus Serviceverträgen. Rufbereitschaft an Abenden und Wochenenden ist üblich, größere Umzüge und Rollouts finden nachts oder am Wochenende statt, damit der Betrieb nicht stillsteht.
Dazu gehört Geduld im Umgang mit Anwendern und die Fähigkeit, auch bei einem verärgerten Gegenüber sachlich zu bleiben. Die Arbeit ist stark ticketgetrieben, Erfolg wird an Bearbeitungszeiten gemessen. Wer eigenständige Projektarbeit sucht, empfindet den Einsatzbetrieb schnell als Fließband. Die Bezahlung liegt am unteren Rand der IT-Branche, insbesondere bei Personaldienstleistern und Servicepartnern.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil und in vielen Regionen unbesetzt, weil ausgebildete Fachkräfte lieber in Administration oder Beratung gehen. Cloud-Dienste verlagern Software weg vom Gerät, doch Endgeräte, Netzwerke und Peripherie müssen weiter jemand aufbauen und reparieren.
Typische Entwicklungswege führen in die Systemadministration, ins Netzwerkteam, in die Servicekoordination oder zur Teamleitung im Field Service. Wer sich auf ein Spezialgebiet festlegt - Netzwerktechnik, Sicherheitssysteme, medizintechnische Geräte, Kassen- und Zahlungssysteme - verdient deutlich mehr als im allgemeinen Endgerätesupport.