Industriemechaniker Tagschicht
Industriemechaniker halten Maschinen und Produktionsanlagen instand, bauen Bauteile zusammen und stellen Fertigungsanlagen ein. In Tagschicht liegt die Arbeitszeit meist zwischen 6 und 17 Uhr, ohne Nacht- und Wochenenddienst.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Industriemechaniker Tagschicht verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 2.950 € | 3.400 € | 35.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.100 € | 3.600 € | 4.200 € | 43.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.600 € | 4.200 € | 5.000 € | 50.400 € |
Entscheidend ist die Tarifbindung: In Betrieben mit Flächentarif der IG Metall liegen die Entgelte deutlich über denen kleiner, nicht tarifgebundener Werkstätten, dazu kommen Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Wer in Tagschicht arbeitet, verzichtet auf Nacht- und Wechselschichtzulagen, die im Schichtbetrieb mehrere Hundert Euro monatlich ausmachen können.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Industriemechaniker in Tagschicht?
Industriemechaniker sorgen dafür, dass Maschinen und Anlagen laufen. Sie fertigen Bauteile an Dreh-, Fräs- und Bohrmaschinen, montieren Baugruppen nach technischen Zeichnungen, richten Anlagen aus und nehmen sie in Betrieb. Ein großer Teil der Arbeit ist Instandhaltung: Lager wechseln, Hydraulik- und Pneumatikschläuche tauschen, Verschleißteile prüfen, Schmierpläne abarbeiten, Störungen suchen und beheben. Dazu kommt Dokumentation im Wartungssystem, Ersatzteilbestellung und Absprache mit Produktion, Elektrikern und Konstruktion.
Die Tagschicht ist dabei ein wichtiger Unterschied zum klassischen Schichtbetrieb. Wer im Tagdienst arbeitet, sitzt meist in der Instandhaltung, im Werkzeug- oder Sondermaschinenbau, in der Montage oder in der Fertigung von Einzelteilen und Kleinserien. Geplante Wartungen, Umbauten und Reparaturen an nicht durchlaufenden Anlagen finden am Tag statt. Dafür fällt gelegentlich Rufbereitschaft oder ein Wochenendeinsatz an, wenn die Produktion stillsteht und eine Anlage in dieser Zeit umgebaut werden muss.
Wie wird man Industriemechaniker?
Üblich ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Industriemechaniker, geregelt nach dem Berufsbildungsgesetz und abgeschlossen mit der Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Betriebe erwarten in der Regel einen guten Hauptschulabschluss oder die mittlere Reife, vor allem brauchbare Noten in Mathematik und Physik. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung auf drei Jahre möglich. Wer aus einem verwandten Metallberuf kommt, etwa als Konstruktionsmechaniker oder Anlagenmechaniker, findet oft direkt eine Stelle. Ein Quereinstieg ohne Metallausbildung ist selten und läuft dann über eine Umschulung, die die Arbeitsagentur in Regionen mit Fachkräftemangel häufig fördert. Externenprüfung nach mehrjähriger einschlägiger Tätigkeit ist ebenfalls ein Weg.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich. Bauteile wiegen etwas, Reparaturen finden in engen Anlagen, über Kopf oder auf Leitern statt, und im Sommer wird es in der Halle warm. Lärm, Öl, Kühlschmierstoff und Metallstaub gehören dazu, Gehörschutz und Sicherheitsschuhe sind Pflicht. Wer Rückenprobleme hat oder auf saubere Hände Wert legt, wird damit nicht glücklich.
Gefordert sind technisches Verständnis, Genauigkeit im Bereich von Hundertstelmillimetern und die Fähigkeit, ein Problem systematisch einzugrenzen, statt zu raten. Zeichnungen lesen, Messmittel richtig anwenden, Hydraulik- und Pneumatikpläne verstehen: das gehört zum Handwerkszeug. Wenn eine Anlage stillsteht, entsteht Druck, weil jede Stunde Ausfall Geld kostet. Die Tagschicht bringt einen geregelten Rhythmus, kostet aber die Schichtzulagen, die im Wechselschichtbetrieb einen merklichen Teil des Einkommens ausmachen.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil bis hoch. Instandhaltungspersonal fehlt in fast allen Industriezweigen, und viele Beschäftigte gehen in den nächsten Jahren in Rente. Weiterbildungswege sind klar vorgezeichnet: Industriemeister Metall, Techniker in Maschinenbautechnik, Spezialisierung auf Hydraulik, Schweißtechnik oder Automatisierung. Mit Meister oder Techniker öffnen sich Schichtführung, Arbeitsvorbereitung, Betriebstechnik oder der technische Vertrieb. Auch der Weg ins Studium ist über die Fachhochschulreife oder die Meisterqualifikation möglich.
Aufgaben
- Maschinen und Produktionsanlagen warten und instand setzen
- Bauteile an Dreh-, Fräs- und Bohrmaschinen fertigen
- Baugruppen nach technischen Zeichnungen montieren und ausrichten
- Störungen an Hydraulik-, Pneumatik- und Mechanikkomponenten eingrenzen
- Anlagen umbauen, in Betrieb nehmen und einstellen
- Maße mit Messschieber, Mikrometer und Messuhr prüfen
- Wartungen und Reparaturen im Instandhaltungssystem dokumentieren
- Ersatzteile bestellen und Lagerbestände im Blick behalten
Voraussetzungen
- abgeschlossene Ausbildung als Industriemechaniker oder in einem verwandten Metallberuf
- technisches Zeichnungsverständnis und sicherer Umgang mit Messmitteln
- körperliche Belastbarkeit, Arbeiten im Stehen, in Zwangshaltungen und über Kopf
- systematische Fehlersuche und Sorgfalt bei engen Toleranzen
- Bereitschaft zu gelegentlicher Rufbereitschaft oder Wochenendeinsätzen bei Anlagenstillstand
- Grundkenntnisse in Hydraulik und Pneumatik, Schweißkenntnisse von Vorteil
Wo man arbeitet
- Maschinen- und Anlagenbau
- Instandhaltungsabteilungen von Industriebetrieben
- Automobil- und Zulieferindustrie
- Chemie-, Papier- und Lebensmittelwerke
- Werkzeug- und Sondermaschinenbau
- technische Dienstleister und Servicebetriebe
Der Weg in den Beruf
Der Regelweg ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Industriemechaniker im Betrieb und in der Berufsschule, abgeschlossen mit der IHK-Prüfung in zwei Teilen. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung auf drei Jahre möglich. Wer aus einem anderen Metallberuf kommt, steigt häufig direkt ein oder holt den Abschluss über eine Umschulung nach.
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Industriemechaniker m/w/d Tagschicht
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- Monatsbrutto
- 2.500 – 4.800 €
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