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Frühstücksleiter

Frühstücksleiter organisieren den Frühstücksservice in Hotels: Buffetaufbau, Gästebetreuung, Warenkontrolle und die Einteilung des Frühstücksteams. Der Dienst beginnt in der Regel vor fünf Uhr morgens.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Frühstücksleiter verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.400 € 2.700 € 28.800 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.750 € 3.200 € 33.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.700 € 3.100 € 3.700 € 37.200 €

Entscheidend sind Tarifbindung und Haustyp: In Betrieben mit Tarifvertrag für das Hotel- und Gaststättengewerbe des jeweiligen Bundeslandes oder in großen Ketten liegt die Bezahlung deutlich über dem, was kleine Privathäuser zahlen. Frühdienst-, Sonntags- und Feiertagszuschläge sind in den Werten nicht enthalten und können den Verdienst spürbar erhöhen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Frühstücksleiter?

Frühstücksleiter verantworten den ersten Service des Tages im Hotel. Sie kommen als Erste ins Haus, meist zwischen halb fünf und sechs Uhr, prüfen die Kühlkette, holen Ware aus dem Lager, bauen das Buffet auf und kontrollieren die Temperaturen von warmen Speisen und Kühlvitrinen. Während des Services betreuen sie die Gäste, nehmen Sonderwünsche auf, kochen Eier nach Wunsch oder bedienen die Kaffeemaschine, wenn Personal fehlt. Sie teilen das Frühstücksteam ein, weisen Aushilfen und Auszubildende an und greifen selbst mit, wenn der Saal voll ist. Nach dem Service folgen Abbau, Reinigung, Bestandsaufnahme und die Bestellung für die kommenden Tage. Dazu kommen Dokumentationspflichten nach HACCP, die Abstimmung mit Küche, Rezeption und Hauswirtschaft sowie die Vorbereitung von Gruppenfrühstücken, Tagungspausen und besonderen Anforderungen wie glutenfreien oder halal-Angeboten.

Wie wird man Frühstücksleiter?

Der übliche Weg führt über eine Ausbildung als Fachkraft für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie, als Hotelfachfrau oder Hotelfachmann oder über die Küche. Nach einigen Jahren im Service oder am Buffet übernimmt man die Leitung des Frühstücksbereichs. Formal ist die Position nicht geschützt, deshalb ist der Quereinstieg verbreitet: Wer als Aushilfe am Frühstücksbuffet angefangen hat, zuverlässig ist und Verantwortung übernehmen will, wird häufig intern befördert. Erwartet werden dann Kenntnisse in Lebensmittelhygiene, eine Bescheinigung nach Infektionsschutzgesetz und praktische Erfahrung mit Warenwirtschaft. Wer weiterkommen will, ergänzt Schulungen zu Hygienerecht, Kalkulation oder Mitarbeiterführung.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeit ist die größte Hürde. Der Dienst beginnt vor Sonnenaufgang, oft an sechs Tagen in der Woche, an Wochenenden und Feiertagen, weil dann besonders viele Gäste im Haus sind. Wer abends nicht früh ins Bett kommt, hält den Rhythmus nicht lange durch. Die Arbeit ist körperlich: stundenlanges Stehen und Gehen, schwere Kisten und Geschirrkörbe, Hitze an der Eierstation, Zugluft am Buffet. Gleichzeitig ist Freundlichkeit gefordert, auch gegenüber Gästen, die früh am Morgen schlecht gelaunt sind. Personalmangel ist in der Hotellerie die Regel, deshalb fällt regelmäßig Arbeit an, die eigentlich für zwei Kräfte gedacht war. Positiv: Der Dienst endet meist gegen Mittag, der Nachmittag bleibt frei, und viele Häuser bieten die Stelle auch in Teilzeit an, was den Beruf für Menschen mit Betreuungsaufgaben interessant macht.

Aussichten

Hotels finden für die Frühschicht kaum Personal, entsprechend gut sind die Chancen auf eine Stelle, vor allem in Städten mit Geschäftsreiseverkehr und in Ferienregionen. Die Position ist ein realistischer Einstieg in die Führungslaufbahn: Von der Frühstücksleitung geht es weiter zur Restaurantleitung, zur Leitung des Bankettservices oder in die Position des Food-and-Beverage-Assistenten. In größeren Ketten sind interne Aufstiege üblich und werden mit Schulungsprogrammen begleitet. Die Bezahlung bleibt in kleinen Privathäusern niedrig, in Kettenhotels und im tarifgebundenen Bereich ist sie planbarer. Wer wechseln will, findet mit dieser Erfahrung auch Stellen in Betriebsgastronomie, Klinikverpflegung oder im Catering, dort mit deutlich freundlicheren Arbeitszeiten.

Aufgaben

  • Buffet aufbauen, während des Services nachfüllen und wieder abbauen
  • Temperaturen kontrollieren und Hygienedokumentation nach HACCP führen
  • Gäste begrüßen, Sonderwünsche und Unverträglichkeiten aufnehmen
  • Frühstücksteam und Aushilfen einteilen und anleiten
  • Warenbestand prüfen und Bestellungen bei Küche und Lieferanten auslösen
  • Gruppen-, Tagungs- und Zimmerfrühstücke vorbereiten
  • Reklamationen aufnehmen und mit Rezeption und Küche abstimmen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung im Hotel- oder Gastgewerbe oder mehrjährige Praxis im Service
  • Belehrung nach Infektionsschutzgesetz und Kenntnisse der Lebensmittelhygiene
  • Bereitschaft zu Frühdienst ab etwa fünf Uhr, Wochenend- und Feiertagsarbeit
  • Körperliche Belastbarkeit: langes Stehen, Tragen von Kisten und Geschirr
  • Freundliches Auftreten und Ruhe bei hohem Gästeaufkommen
  • Deutsch in Wort und Schrift, Englischkenntnisse in Häusern mit internationalen Gästen

Wo man arbeitet

  • Stadt- und Businesshotels
  • Ferien- und Wellnesshotels
  • Kettenhotels und Hotelgruppen
  • Pensionen und Gasthöfe
  • Tagungs- und Kongresshäuser
  • Catering- und Betriebsgastronomiebetriebe

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung als Fachkraft für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie oder als Hotelfachfrau beziehungsweise Hotelfachmann mit IHK-Abschluss. Danach folgen einige Jahre Praxis im Frühstücks- oder Restaurantservice, bevor die Leitung übernommen wird. Der Quereinstieg über eine Aushilfstätigkeit am Buffet mit interner Einarbeitung ist verbreitet.

Offene Stellen als Frühstücksleiter

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