Restaurantfachkraft
Restaurantfachkräfte betreuen Gäste im Service: Sie nehmen Bestellungen auf, servieren Speisen und Getränke, beraten zur Karte und rechnen ab. Der Beruf verbindet Gastgeberrolle mit körperlich anstrengender Arbeit zu Rand- und Wochenendzeiten.
5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Restaurantfachkraft verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.450 € | 2.750 € | 29.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.500 € | 2.850 € | 3.300 € | 34.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.900 € | 3.400 € | 4.300 € | 40.800 € |
Entscheidend sind Region, Betriebsart und Tarifbindung: In tarifgebundenen Betrieben gelten die regionalen Entgelttarifverträge des DEHOGA, die sich je Bundesland deutlich unterscheiden, viele Betriebe zahlen jedoch frei nahe am Mindestlohn. Trinkgeld, Zulagen für Nacht- und Feiertagsarbeit sowie freie Verpflegung und Unterkunft können das reale Einkommen spürbar verändern.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine Restaurantfachkraft?
Restaurantfachkräfte arbeiten dort, wo Gäste sitzen. Vor dem Service richten sie den Raum ein: Tische eindecken, Besteck polieren, Gläser kontrollieren, Reservierungen dem Platz zuordnen, Tageskarten und Empfehlungen der Küche durchgehen. Während des Service begrüßen sie Gäste, weisen Plätze zu, nehmen Bestellungen auf, geben sie an Küche und Bar weiter und tragen Speisen und Getränke aus. Sie erklären Gerichte, fragen nach Allergenen, empfehlen Wein oder alkoholfreie Begleitung, servieren ab, korrigieren die Eindeckung zwischen den Gängen und behalten dabei mehrere Tische gleichzeitig im Blick.
Zur Arbeit gehört auch das Kassieren: Rechnungen aufteilen, Bargeld und Kartenzahlung abwickeln, Kasse abrechnen. In Betrieben mit anspruchsvollem Service kommen Arbeiten am Tisch hinzu, etwa Fisch filetieren, Flambieren oder Wein dekantieren. In Hotels übernehmen Restaurantfachkräfte Frühstücksservice, Bankette und Veranstaltungen, planen Bestuhlung und Ablauf mit und betreuen Gruppen. Nach Feierabend folgen Reinigung, Warenkontrolle und Vorbereitung für den nächsten Tag.
Wie wird man Restaurantfachkraft?
Der klassische Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zur Fachkraft für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie, seit 2022 die Nachfolgerin des früheren Berufs Restaurantfachmann. Ausgebildet wird in Restaurants, Hotels und Cateringbetrieben, parallel läuft die Berufsschule. Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben; die meisten Betriebe stellen mit Haupt- oder Realschulabschluss ein. Wer nur zwei Jahre lernen will, kann die Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe machen und danach aufsatteln.
Der Quereinstieg ist verbreitet und funktioniert in der Praxis: Viele beginnen als Servicekraft ohne Abschluss, oft aus Nebenjobs heraus, und arbeiten sich ein. Ohne Ausbildung bleibt man allerdings länger im unteren Lohnbereich und wird bei Stationsleitungen seltener berücksichtigt. Eine Externenprüfung bei der IHK ist nach mehreren Jahren Berufspraxis möglich.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet statt, wenn andere frei haben: abends, an Wochenenden, an Feiertagen. Geteilte Dienste mit Pause zwischen Mittag- und Abendservice sind üblich und zerschneiden den Tag. Der Dienst wird stehend und gehend geleistet, mit schwerem Tablett, in Hitze und Lärm. Rückenbeschwerden und Fußprobleme sind häufig. Überstunden entstehen regelmäßig und werden nicht überall zuverlässig ausgeglichen.
Dazu kommt der Umgang mit Menschen unter Zeitdruck: unzufriedene Gäste, gleichzeitige Wünsche, Reklamationen, gelegentlich Beleidigungen oder Übergriffigkeit. Wer freundlich bleiben kann, wenn es hektisch wird, und Ordnung im Kopf behält, hält den Beruf besser aus. Familienleben und Dienstplan lassen sich schwer verbinden, was viele nach einigen Jahren aus der Branche treibt.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch. Seit der Pandemie fehlen der Gastronomie erfahrene Servicekräfte, offene Stellen bleiben lange unbesetzt, und wer gut arbeitet, findet fast überall Anschluss. Das verbessert die Verhandlungsposition, hat die Löhne aber nur mäßig angehoben.
Entwicklungswege gibt es innerhalb des Betriebs: Stationsleitung, stellvertretende Restaurantleitung, Restaurantleitung, Bankettleitung. Spezialisierungen als Sommelier, Barkeeper oder Barista sind über Zusatzqualifikationen möglich. Weiter führen die Prüfungen zum Restaurantmeister oder zum Fachwirt im Gastgewerbe, außerdem Studiengänge im Hotelmanagement. Erfahrung im Service ist auch außerhalb der Gastronomie brauchbar, etwa im Eventbereich, im Verkauf oder in der Betriebsverpflegung.
Aufgaben
- Gäste begrüßen, platzieren und während des Besuchs betreuen
- Bestellungen aufnehmen und an Küche und Bar weitergeben
- Speisen und Getränke servieren, abtragen und nacheindecken
- zur Karte beraten, Weine empfehlen, Allergene benennen
- Rechnungen erstellen, Zahlungen abwickeln, Kasse abrechnen
- Tische eindecken, Gläser und Besteck aufbereiten, Räume vorbereiten
- Veranstaltungen, Bankette und Frühstücksservice mit organisieren
- Reklamationen aufnehmen und mit der Küche klären
Voraussetzungen
- abgeschlossene Ausbildung im Gastgewerbe oder einschlägige Praxis
- Gesundheitszeugnis nach Infektionsschutzgesetz
- körperliche Belastbarkeit für langes Stehen und Tragen
- Bereitschaft zu Abend-, Wochenend- und Feiertagsdiensten
- Freundlichkeit und Ruhe auch bei hohem Gästeaufkommen
- gutes Gedächtnis und Überblick über mehrere Tische
- Deutsch sicher, Englisch in touristischen Betrieben hilfreich
Wo man arbeitet
- Restaurants und Gasthäuser
- Hotels und Resorts
- Catering- und Veranstaltungsbetriebe
- Cafés, Bars und Weinlokale
- Kreuzfahrtschiffe und Bordgastronomie
- Betriebsrestaurants und Kantinen
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zur Fachkraft für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie mit IHK-Abschluss, im Betrieb und in der Berufsschule. Eine kürzere Variante ist die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe, die anschließend um ein Jahr ergänzt werden kann. Quereinsteiger können nach mehreren Jahren Praxis die Externenprüfung ablegen.
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Verwandte Berufe
Barkeeper
Barkeeper mixen Cocktails, zapfen Bier und schenken Spirituosen aus, bedienen Gäste am Tresen und halten die Bar in Ordnung. Der Beruf spielt sich abends, nachts und am Wochenende ab.
- Offene Stellen
- 34
- Monatsbrutto
- 2.100 – 4.300 €
Koch
Köche bereiten Speisen in Restaurants, Kantinen, Hotels oder Kliniken zu – von der Vorbereitung der Zutaten bis zum Anrichten auf dem Teller. Der Beruf verbindet Handwerk und Zeitdruck und läuft meist zu Zeiten, an denen andere frei haben.
- Offene Stellen
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- Monatsbrutto
- 2.200 – 5.500 €
Sommelier
Sommeliers beraten Gäste in der Gastronomie bei der Weinauswahl, stellen die Weinkarte zusammen und verantworten Einkauf und Lagerung des Weinsortiments. Der Beruf verbindet Fachwissen über Wein mit Verkauf und Gästekontakt am Abend.
- Offene Stellen
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- 2.400 – 6.500 €
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