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Logistik & Verkehr

Fachkraft

Fachkräfte in der Logistik nehmen Waren an, lagern sie ein, stellen Sendungen zusammen und bereiten sie für den Versand vor. Sie arbeiten mit Flurförderzeugen, Scannern und Lagerverwaltungssystemen in Lagerhallen, Umschlagzentren und Versandbetrieben.

14 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Fachkraft verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.600 € 2.950 € 31.200 €
Mit Berufserfahrung 2.650 € 3.000 € 3.500 € 36.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.000 € 3.500 € 4.300 € 42.000 €

Entscheidend ist die Tarifbindung: In Betrieben nach dem Tarifvertrag für Spedition und Logistik oder den Tarifen der Chemie- und Metallindustrie liegen die Löhne deutlich über dem, was nicht tarifgebundene Kontraktlogistiker und Zeitarbeitsfirmen zahlen. Nacht-, Sonntags- und Kälteschichtzulagen machen im Schichtbetrieb oft mehrere Hundert Euro monatlich aus.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Fachkraft in der Logistik?

Der Arbeitstag beginnt meist an der Rampe. Lkw fahren vor, Paletten werden abgeladen, die Fachkraft vergleicht Lieferschein und Ware, prüft Stückzahlen, Gewichte und offensichtliche Transportschäden und quittiert oder verweigert die Annahme. Danach wird eingelagert: mit Handhubwagen, Gabelstapler oder Schmalgangstapler an den vom Lagerverwaltungssystem vorgegebenen Platz, gebucht per Scanner oder Handterminal.

Auf der Ausgangsseite steht die Kommissionierung. Nach Pickliste oder Sprachansage werden Artikel aus den Regalen geholt, zu Aufträgen zusammengestellt, verpackt, gewickelt, gewogen und beschriftet. Dazu kommen Versandpapiere, Zolldokumente im Export, Gefahrgutkennzeichnung, wenn entsprechende Güter dabei sind, und die Ladungssicherung im Fahrzeug. Zwischendurch: Inventurzählungen, Bestandskorrekturen, Umlagerungen, Retourenbearbeitung, Ordnung und Sicherheit in den Gängen. In größeren Betrieben ist die Arbeit stark in Zonen und Takte zerlegt, in kleineren macht eine Person alles vom Wareneingang bis zum Versandetikett.

Wie wird man Fachkraft in der Logistik?

Der klassische Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik. Rechtlich reicht dafür kein bestimmter Schulabschluss, in der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerberinnen und Bewerber mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Wer weniger Zeit investieren will, kann die zweijährige Ausbildung zum Fachlageristen machen und später aufsatteln.

Der Quereinstieg ist in diesem Feld verbreitet wie in kaum einem anderen. Viele beginnen als Lagerhelfer, oft über Zeitarbeit, und arbeiten sich mit Staplerschein und Erfahrung in Fachaufgaben hinein. Formal bleibt man dann angelernt, was sich im Gehalt und bei Beförderungen bemerkbar macht. Über eine Externenprüfung bei der Industrie- und Handelskammer lässt sich der Abschluss nachholen. Der Gabelstaplerschein nach DGUV, Ladungssicherung und Gefahrgutschulungen sind die wichtigsten Zusatznachweise.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich. Heben, Tragen, Bücken, viele Kilometer zu Fuß pro Schicht, Kälte im Tiefkühl- und Frischebereich, Hitze unter dem Hallendach im Sommer, Lärm und Zugluft an den Toren. Rücken, Knie und Schultern sind die Stellen, an denen sich Jahre in diesem Beruf zeigen. Vollkonti- und Nachtschicht sind in Distributionszentren und im Handel Standard, Samstagsarbeit ebenso.

Dazu kommt Leistungsdruck. Pickzahlen pro Stunde, Fehlerquoten und Laufzeiten werden gemessen, oft personenbezogen. In der Vorweihnachtszeit und bei Aktionsgeschäften steigen die Mengen deutlich. Sorgfalt bleibt trotzdem Pflicht: Eine falsch gebuchte Palette oder eine ungesicherte Ladung kostet Geld oder gefährdet Menschen.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und stabil. Onlinehandel, Ersatzteillogistik und Industrieproduktion brauchen laufend Personal, Stellen sind bundesweit und auch ohne lange Suche zu finden. Automatisierung verändert die Arbeit: Fördertechnik, Regalbediengeräte und fahrerlose Transportsysteme übernehmen Transportwege, dafür wachsen Aufgaben in Steuerung, Störungsbehebung und Datenpflege.

Entwicklungswege führen über Vorarbeit und Schichtleitung zum Logistikmeister oder zur geprüften Fachwirtin für Logistiksysteme. Spezialisierungen wie Gefahrgutbeauftragter, Zollsachbearbeitung, Disposition oder Arbeit im Pharma- und Luftfrachtbereich sind gut bezahlt. Mit Fachhochschulreife ist auch ein Studium in Logistik möglich.

Aufgaben

  • Wareneingänge prüfen, Lieferscheine abgleichen und Schäden dokumentieren
  • Güter mit Stapler und Hubwagen ein- und auslagern
  • Aufträge nach Pickliste kommissionieren und verpacken
  • Sendungen wiegen, etikettieren und Versandpapiere erstellen
  • Ladung im Fahrzeug sichern und Verladung begleiten
  • Bestände buchen, Inventuren durchführen und Differenzen klären
  • Retouren prüfen und wieder einlagern
  • Ordnung, Sauberkeit und Arbeitssicherheit im Lager einhalten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik oder vergleichbare Praxiserfahrung
  • Gabelstaplerschein nach DGUV-Grundsatz 308-001
  • Körperliche Belastbarkeit, Heben und dauerhaftes Gehen und Stehen
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Samstagsarbeit
  • Sorgfalt und Zahlenverständnis für Bestandsbuchungen
  • Grundkenntnisse in Lagerverwaltungssystemen und Scannertechnik
  • Deutschkenntnisse für Papiere, Sicherheitsvorschriften und Absprachen

Wo man arbeitet

  • Distributionszentren des Handels und Onlinehandels
  • Lager von Industrie- und Produktionsbetrieben
  • Speditionen und Umschlaglager
  • Kontraktlogistik-Dienstleister
  • Kühl- und Tiefkühllager
  • Ersatzteil- und Pharmalager

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik mit Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Alternativ führt die zweijährige Ausbildung zum Fachlageristen in den Beruf, mit der Möglichkeit, ein drittes Jahr anzuschließen. Angelernte können den Abschluss über eine Externenprüfung nachholen.

Offene Stellen als Fachkraft

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Verwandte Berufe

Berufskraftfahrer

Berufskraftfahrer transportieren Güter oder Personen mit Lkw, Sattelzügen oder Bussen und sind für Ladung, Fahrzeug und Papiere verantwortlich. Der Arbeitsalltag findet überwiegend auf der Straße statt, oft mit langen Standzeiten und Nächten unterwegs.

Offene Stellen
47
Monatsbrutto
2.300 – 4.300 €

Fachlagerist

Fachlageristen nehmen Waren an, kontrollieren sie, lagern sie ein und stellen Sendungen für den Versand zusammen. Der Beruf wird in einer zweijährigen Ausbildung erlernt und ist körperlich fordernd.

Offene Stellen
30
Monatsbrutto
2.200 – 4.000 €

Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung

Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung organisieren den Transport von Waren per Lkw, Schiff, Bahn oder Flugzeug. Sie kalkulieren Preise, buchen Frachtraum, erstellen Zoll- und Transportpapiere und betreuen Kunden von der Anfrage bis zur Zustellung.

Offene Stellen
7
Monatsbrutto
2.500 – 5.800 €

Postbote

Postboten sortieren Briefe und Pakete für ihren Bezirk und stellen sie zu Fuß, mit dem Rad oder dem Zustellfahrzeug zu. Der Beruf ist körperlich fordernd, beginnt früh am Morgen und findet bei jedem Wetter draußen statt.

Offene Stellen
50
Monatsbrutto
2.200 – 3.900 €

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