Elektroniker für die Instandhaltung
Elektroniker für die Instandhaltung halten elektrische Anlagen, Maschinen und Steuerungen betriebsbereit. Sie suchen Störungen, tauschen defekte Bauteile und führen vorgeschriebene Prüfungen durch.
5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Elektroniker für die Instandhaltung verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.700 € | 3.100 € | 3.600 € | 37.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.200 € | 3.700 € | 4.300 € | 44.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.800 € | 4.400 € | 5.300 € | 52.800 € |
Entscheidend ist die Tarifbindung: In Betrieben nach dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie oder dem Chemie-Tarif liegen die Einkommen deutlich über denen kleiner Servicefirmen ohne Tarif. Schicht-, Nacht- und Rufbereitschaftszulagen können das Monatsbrutto um zehn bis zwanzig Prozent erhöhen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Elektroniker für die Instandhaltung?
Der Arbeitstag beginnt oft mit einer Störmeldung: Eine Abfüllanlage bleibt stehen, ein Antrieb läuft heiß, ein Sensor liefert keine Werte mehr. Elektroniker für die Instandhaltung grenzen den Fehler ein, lesen Schaltpläne, messen Spannungen und Widerstände, greifen auf Diagnosedaten der Steuerung zu und entscheiden, ob ein Bauteil getauscht, eine Klemme nachgezogen oder ein Parameter korrigiert werden muss. Neben der Störungsbeseitigung steht die vorbeugende Wartung: Anlagen nach Wartungsplan abarbeiten, Schaltschränke reinigen, Verschleißteile tauschen, Isolationswiderstände messen, Not-Halt-Kreise und Schutzeinrichtungen prüfen. Dazu kommen wiederkehrende Prüfungen ortsfester und ortsveränderlicher Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3 und die Dokumentation aller Arbeiten im Instandhaltungssystem. In vielen Betrieben gehören auch Umbauten und Nachrüstungen dazu, etwa neue Sensorik, zusätzliche Antriebe oder Anpassungen an einer SPS.
Wie wird man Elektroniker für die Instandhaltung?
Üblich ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik oder für Automatisierungstechnik; einige Betriebe und Kammern bilden ausdrücklich in der Fachrichtung Instandhaltung aus. Verkürzung auf drei Jahre ist bei gutem Schulabschluss und entsprechenden Leistungen möglich. Rechtlich wichtig ist der Status als Elektrofachkraft, den die abgeschlossene Ausbildung begründet. Der Quereinstieg gelingt am ehesten aus verwandten Elektroberufen oder über eine Umschulung, die von der Arbeitsagentur gefördert werden kann. Für Elektrikerinnen und Elektriker aus dem Handwerk ist der Wechsel in die industrielle Instandhaltung ein häufiger, meist unproblematischer Schritt, weil Betriebe fehlende Kenntnisse in Steuerungstechnik intern nachschulen.
Was der Beruf verlangt
Instandhaltung heißt Arbeiten unter Zeitdruck. Stillstand kostet Geld, und der Druck kommt beim Instandhalter an. Wer im Drei-Schicht-Betrieb arbeitet, hat Nachtschichten, Wochenenddienste und Rufbereitschaft. Die Arbeit findet oft in engen, warmen, staubigen oder lauten Umgebungen statt, teils auf Leitern, Bühnen oder in Gruben, und sie erfordert Belastbarkeit auch bei Kälte und Schmutz. Arbeiten unter Spannung sind die Ausnahme, bleiben aber ein Restrisiko, das saubere Fünf-Sicherheitsregeln-Disziplin verlangt. Fachlich wird kontinuierliches Nachlernen erwartet: neue Steuerungsgenerationen, Busssysteme, Frequenzumrichter, Fernwartung. Wer nur nach Anleitung schrauben will, ist hier falsch; gefragt ist systematisches Suchen und die Bereitschaft, auch nach zwei Stunden Fehlersuche ruhig zu bleiben.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und stabil. Nahezu jeder Produktionsbetrieb, jedes Rechenzentrum, jede Klinik und jeder Energieversorger braucht Instandhaltungspersonal, und viele Betriebe finden seit Jahren zu wenige Bewerber. Zunehmende Automatisierung erhöht den Bedarf eher, weil komplexere Anlagen mehr Betreuung brauchen. Entwicklungswege führen über Weiterbildungen zur Elektrofachkraft für bestimmte Tätigkeiten, zum Industriemeister Elektrotechnik, zum staatlich geprüften Techniker oder über ein Studium der Elektrotechnik. Wer sich auf Automatisierung, Antriebstechnik oder Gebäudeleittechnik spezialisiert, kann in Projektarbeit, Service beim Anlagenhersteller oder in die Anlagenplanung wechseln.
Aufgaben
- Störungen an Maschinen und elektrischen Anlagen eingrenzen und beseitigen
- Wartungspläne abarbeiten und Verschleißteile tauschen
- Schaltpläne und Stromlaufplänen lesen und nach ihnen arbeiten
- SPS-Programme auslesen, Parameter anpassen, Sensorik justieren
- Wiederkehrende Prüfungen elektrischer Betriebsmittel durchführen und dokumentieren
- Umbauten und Nachrüstungen an bestehenden Anlagen installieren
- Ersatzteilbedarf melden und Instandhaltungsdaten erfassen
- Bei Bedarf Fremdfirmen bei Arbeiten an der Anlage einweisen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung in einem Elektroberuf, üblich Elektroniker für Betriebstechnik
- Status als Elektrofachkraft, Kenntnis der fünf Sicherheitsregeln
- Grundkenntnisse in Steuerungstechnik, meist SPS Siemens S7 oder TIA
- Bereitschaft zu Schichtarbeit und Rufbereitschaft
- Systematisches Vorgehen bei der Fehlersuche und Belastbarkeit unter Zeitdruck
- Körperliche Eignung für Arbeiten in Höhe, Enge, Lärm und Hitze
- Farbsehvermögen und Schwindelfreiheit
Wo man arbeitet
- Industriebetriebe mit eigener Instandhaltungsabteilung
- Automobil-, Chemie- und Lebensmittelwerke
- Energieversorger und Stadtwerke
- Technische Dienstleister und Anlagenservice
- Kliniken, Rechenzentren und große Gebäudekomplexe
- Werkstätten des öffentlichen Nahverkehrs
Der Weg in den Beruf
Der Regelweg ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik oder für Automatisierungstechnik mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer. Betriebe erwarten meist einen guten Hauptschul- oder einen Realschulabschluss mit tragfähigen Leistungen in Mathematik und Physik. Bei guten Noten ist eine Verkürzung auf drei Jahre möglich, danach folgen häufig betriebliche Zusatzqualifikationen in Steuerungs- und Antriebstechnik.
Offene Stellen als Elektroniker für die Instandhaltung
In der Suche fortsetzenElektroniker für die Instandhaltung - Gebiet Landsberg a. Lech / Kaufbeuren (w/m/div.)
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Elektroniker für die Instandhaltung - Gebiet Augsburg (w/m/div.)
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