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Center-Manager

Center-Manager leiten ein Einkaufszentrum oder einen Handelsstandort kaufmännisch und organisatorisch. Sie verantworten Mieterbetreuung, Vermietung, Betriebskosten, Marketing und den technischen Betrieb der Immobilie.

42 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Center-Manager verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.200 € 3.800 € 4.500 € 45.600 €
Mit Berufserfahrung 4.000 € 5.000 € 6.200 € 60.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.500 € 7.000 € 10.000 € 84.000 €

Einen Tarifvertrag gibt es für diese Position in der Regel nicht, die Gehälter werden frei verhandelt. Entscheidend sind Größe und Mietertragskraft des Centers, der Standort und ob der Arbeitgeber ein Betreiber, eine Verwaltung oder ein internationaler Investor ist; variable Anteile von zehn bis zwanzig Prozent sind üblich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Center-Manager?

Ein Center-Manager führt ein Shopping-Center, ein Fachmarktzentrum oder einen vergleichbaren Handelsstandort im Auftrag des Eigentümers oder einer Immobilienverwaltung. Die Arbeit hat drei Seiten: die kaufmännische, die technische und die menschliche. Kaufmännisch geht es um Budgets, Betriebskostenabrechnungen, Mietforderungen, Umsatzmeldungen der Mieter und Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Technisch geht es um Reinigung, Sicherheitsdienst, Haustechnik, Brandschutz, Wartungsverträge und Umbauten während des laufenden Betriebs. Menschlich geht es um den täglichen Kontakt zu Filialleitungen, Franchisenehmern, Handwerkern, Behörden und Anwohnern.

Ein großer Teil des Alltags besteht aus Abstimmung. Ein Mieter beschwert sich über die Anlieferung, ein anderer über die Frequenz auf seiner Etage, der Eigentümer will wissen, warum die Leerstandsquote steigt. Dazu kommen Centermarketing und Veranstaltungen, Öffnungszeiten an Feiertagen, Verhandlungen über Mietkonditionen und die Vorbereitung von Vermietungsgesprächen. Wer ein Center leitet, führt außerdem ein kleines Team aus Assistenz, technischem Leiter und Marketingverantwortlichen.

Wie wird man Center-Manager?

Es gibt keine geschützte Ausbildung. Üblich sind zwei Wege: eine kaufmännische Ausbildung im Einzelhandel oder in der Immobilienwirtschaft mit anschließender Weiterbildung, oder ein Studium in Immobilienwirtschaft, Betriebswirtschaft oder Facility Management. Viele Center-Manager kommen aus dem Filialgeschäft des Einzelhandels und kennen die Sicht der Mieter, andere aus der Immobilienverwaltung und kennen die Sicht der Eigentümer. Die Position ist fast nie eine Einstiegsstelle. Der übliche Zwischenschritt heißt Assistant Center Manager oder Objektmanagement, dort lernt man Nebenkostenabrechnung, Mietvertragsrecht und Dienstleistersteuerung.

Zertifikatskurse der Immobilienakademien und Verbände sind verbreitet und werden von Arbeitgebern gern gesehen, ersetzen aber die Praxis nicht.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeiten richten sich nach dem Center, nicht nach dem Kalender. Verkaufsoffene Sonntage, Weihnachtsgeschäft, Nachtarbeiten bei Umbauten, Erreichbarkeit bei Wasserschaden oder Alarm gehören dazu. Wer Konflikte scheut, ist am falschen Platz: Zwischen den Interessen des Eigentümers an Rendite und denen der Mieter an niedrigen Kosten steht der Center-Manager permanent in der Mitte. Der stationäre Handel ist unter Druck, Leerstände und Mietanpassungen nach unten sind Alltag, und Schließungen einzelner Standorte kommen vor. Auch das gehört zum Berufsbild: Man verwaltet manchmal einen Rückgang und nicht ein Wachstum.

Gefordert sind Zahlenverständnis, Verhandlungsgeschick, ein ruhiger Umgang mit Beschwerden und die Bereitschaft, auch selbst durch das Haus zu gehen und Mängel zu sehen, statt sie gemeldet zu bekommen.

Aussichten

Die Zahl klassischer Einkaufszentren wächst in Deutschland kaum noch, gute Manager für schwierige Standorte werden dennoch gesucht, ebenso für Fachmarktzentren, Nahversorgungszentren und gemischt genutzte Quartiere. Wer sich bewährt, übernimmt größere Objekte, mehrere Standorte als Regionalleitung oder wechselt in Asset Management, Vermietung oder Projektentwicklung. Der Wechsel zwischen Center-Betreiber, Immobilienverwaltung und Eigentümerseite ist üblich und meist mit einem Gehaltssprung verbunden.

Aufgaben

  • Budgets, Betriebskosten und Nebenkostenabrechnungen verantworten
  • Mietverträge betreuen, Umsatzmeldungen prüfen, Mietforderungen nachverfolgen
  • Dienstleister für Reinigung, Sicherheit und Technik steuern und kontrollieren
  • Filialleitungen und Franchisenehmer als Ansprechpartner betreuen
  • Centermarketing, Aktionen und Veranstaltungen planen
  • Umbauten und Mieterwechsel im laufenden Betrieb koordinieren
  • Brandschutz, Verkehrssicherheit und Betreiberpflichten überwachen
  • Berichte und Kennzahlen für Eigentümer und Asset Manager erstellen

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung oder Studium in Immobilienwirtschaft, BWL oder Facility Management
  • Mehrjährige Erfahrung im Handel, in der Immobilienverwaltung oder im Objektmanagement
  • Sicherer Umgang mit Budgets, Nebenkostenabrechnung und Mietvertragsrecht
  • Verhandlungsgeschick und Belastbarkeit im Umgang mit Beschwerden
  • Bereitschaft zu Abend-, Wochenend- und Sonntagsarbeit
  • Führerschein und in der Regel Präsenz vor Ort am Standort

Wo man arbeitet

  • Shopping-Center und Einkaufszentren
  • Fachmarkt- und Nahversorgungszentren
  • Immobilienverwaltungen und Center-Betreibergesellschaften
  • Asset-Management-Gesellschaften und Immobilienfonds
  • Handelsimmobilien in gemischt genutzten Quartieren

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Immobilienkaufmann oder im Einzelhandel, oder ein Bachelorstudium in Immobilienwirtschaft oder Betriebswirtschaft mit sechs bis sieben Semestern. Darauf folgen mehrere Jahre Praxis, häufig als Assistant Center Manager oder im Objektmanagement. Ergänzend sind Zertifikatslehrgänge der Immobilienakademien verbreitet.

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