Immobilienverwalter
Immobilienverwalter betreuen Wohn- und Gewerbeimmobilien im Auftrag von Eigentümern oder Eigentümergemeinschaften: Mietverträge, Nebenkostenabrechnungen, Instandhaltung und Kommunikation mit Mietern und Handwerkern.
13 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Immobilienverwalter verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 3.000 € | 3.500 € | 36.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.200 € | 3.800 € | 4.600 € | 45.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.200 € | 5.000 € | 6.500 € | 60.000 € |
Entscheidend sind Betriebsgröße und Objektart: kleine Hausverwaltungen zahlen deutlich weniger als institutionelle Eigentümer oder Verwalter von Gewerbeimmobilien. Bei kommunalen Wohnungsunternehmen und Genossenschaften gelten meist der TVöD oder der Tarifvertrag für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, in der übrigen Branche wird frei verhandelt.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Immobilienverwalter?
Immobilienverwalter kümmern sich um alles, was ein Gebäude im laufenden Betrieb braucht. In der Mietverwaltung heißt das: Wohnungen neu vermieten, Verträge schließen, Kautionen verwalten, Mieteingänge überwachen, Mahnungen schreiben, Mieterhöhungen prüfen und Betriebskostenabrechnungen erstellen. In der WEG-Verwaltung kommt die Arbeit für Eigentümergemeinschaften dazu: Wirtschaftsplan aufstellen, Jahresabrechnung erstellen, Eigentümerversammlungen einladen, leiten und protokollieren, Beschlüsse umsetzen und die Instandhaltungsrücklage im Blick behalten.
Ein großer Teil des Alltags besteht aus Koordination. Ein Rohrbruch im dritten Obergeschoss, ein defekter Aufzug, ein Streit über nächtlichen Lärm, ein Dach, das nach zwanzig Jahren neu gedeckt werden muss: Der Verwalter beauftragt Handwerker, vergleicht Angebote, kontrolliert Rechnungen, begeht Objekte und dokumentiert Mängel. Dazwischen liegt viel Schriftverkehr, viel Telefon und die Pflege der Daten in einer Verwaltungssoftware.
Wie wird man Immobilienverwalter?
Der klassische Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau. Wer aus einem anderen kaufmännischen Beruf kommt, kann über die Weiterbildung zum Immobilienfachwirt oder über Zertifikatskurse der Industrie- und Handelskammern einsteigen. Auch ein Studium in Immobilienwirtschaft, Betriebswirtschaft oder Facility Management führt in den Beruf.
Der Quereinstieg ist verbreitet, besonders bei kleineren Verwaltungen, die Personal suchen. Wer Mietrecht, Buchhaltung und den Umgang mit Menschen mitbringt, wird häufig angelernt. Für WEG-Verwalter gilt eine Weiterbildungspflicht von zwanzig Stunden in drei Jahren, wer eine Verwaltung selbst führt, braucht zudem eine Erlaubnis nach der Gewerbeordnung und einen Nachweis über Berufshaftpflichtversicherung.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist überwiegend Bürotätigkeit mit regelmäßigen Ortsterminen, also Fahrten zu Objekten und Baustellen. Ein Führerschein ist praktisch immer nötig. Belastend ist weniger die Körperarbeit als die Menge: Verwalter betreuen oft mehrere hundert Einheiten gleichzeitig, und alle Beteiligten halten ihr Anliegen für das dringendste. Beschwerden, Konflikte zwischen Nachbarn und wütende Anrufe gehören zum Alltag, freundliche Bestätigung selten.
Die Eigentümerversammlungen liegen abends und häufig gehäuft im ersten Halbjahr, dazu kommt die Abrechnungssaison mit festen Fristen. Wer schlecht abgrenzen kann, nimmt die Arbeit mit nach Hause. Fehler in Abrechnungen oder Beschlussfassungen können teuer werden, Sorgfalt ist keine Nebensache. Verlangt werden solide Kenntnisse im Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Zahlenverständnis und die Fähigkeit, in aufgeheizten Situationen sachlich zu bleiben.
Aussichten
Der Bedarf ist stabil und hoch. Der Gebäudebestand muss verwaltet werden, unabhängig von der Konjunktur, und die Anforderungen wachsen durch energetische Sanierungen, Heizungstausch, Ladeinfrastruktur und immer detailliertere gesetzliche Vorgaben. Gleichzeitig gehen viele Verwalter der älteren Generation in den Ruhestand, kleine Büros finden keine Nachfolger, größere Gesellschaften kaufen Bestände auf.
Entwicklungswege führen in die Objekt- oder Teamleitung, in die Spezialisierung auf Gewerbeimmobilien, Sondereigentumsverwaltung oder technisches Property Management, in den Asset-Bereich institutioneller Eigentümer oder in die eigene Verwaltung. Wer Technik, Recht und Kommunikation verbindet, ist auf dem Arbeitsmarkt gesucht.
Aufgaben
- Mietverträge abschließen, verwalten und beenden
- Betriebs- und Nebenkostenabrechnungen erstellen und prüfen
- Eigentümerversammlungen vorbereiten, leiten und protokollieren
- Wirtschaftspläne und Jahresabrechnungen für Eigentümergemeinschaften aufstellen
- Instandhaltungs- und Reparaturaufträge an Handwerksbetriebe vergeben
- Objekte begehen und Mängel dokumentieren
- Mieteingänge überwachen, Mahnwesen bearbeiten
- Anfragen und Beschwerden von Mietern und Eigentümern bearbeiten
Voraussetzungen
- kaufmännische Ausbildung, häufig als Immobilienkaufmann, oder vergleichbare Qualifikation
- Grundkenntnisse im Mietrecht und im Wohnungseigentumsrecht
- Sicherheit im Umgang mit Zahlen und Abrechnungen
- Belastbarkeit im Konfliktgespräch und klare schriftliche Ausdrucksweise
- Führerschein Klasse B für Objekttermine
- Bereitschaft zu Abendterminen bei Eigentümerversammlungen
- für die selbstständige WEG-Verwaltung: Gewerbeerlaubnis und Berufshaftpflichtversicherung
Wo man arbeitet
- Hausverwaltungen und Immobilienverwaltungsgesellschaften
- Wohnungsbaugenossenschaften und kommunale Wohnungsunternehmen
- Immobilienabteilungen von Banken, Versicherungen und Fonds
- Bauträger und Projektentwickler
- Facility-Management-Dienstleister
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer. Alternativ führen ein Studium der Immobilienwirtschaft oder ein Quereinstieg aus einem kaufmännischen Beruf mit anschließender Weiterbildung zum Immobilienfachwirt in den Beruf. Für WEG-Verwalter besteht eine gesetzliche Weiterbildungspflicht von zwanzig Stunden in drei Jahren.
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- 2.900 – 7.000 €
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