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Property Manager

Property Manager verwalten Gewerbe- oder Wohnimmobilien im Auftrag von Eigentümern: Sie betreuen Mietverhältnisse, steuern Dienstleister und überwachen Kosten und Erträge der Objekte.

16 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Property Manager verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.300 € 3.800 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.600 € 4.200 € 5.000 € 50.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.500 € 5.300 € 7.000 € 63.600 €

Am stärksten hängt das Gehalt von der Assetklasse und dem Auftraggeber ab: Gewerbe- und Logistikverwaltung für institutionelle Investoren zahlt deutlich besser als klassische Wohnungsverwaltung. Ein Branchentarifvertrag existiert nicht; bei kommunalen Wohnungsgesellschaften gilt häufig der TVöD, bei Genossenschaften der Tarifvertrag für die Wohnungswirtschaft. Regional liegen München, Frankfurt und Hamburg spürbar über dem Bundesdurchschnitt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Property Manager?

Property Manager kümmern sich um den laufenden Betrieb von Immobilien, die anderen gehören. Auftraggeber sind Fonds, Versicherungen, Family Offices, Projektentwickler oder private Eigentümer. Der Alltag besteht aus Mieterkorrespondenz, Nebenkostenabrechnungen, Mahnläufen, Rechnungsprüfung und der Beauftragung von Handwerkern und Dienstleistern für Reinigung, Wartung, Winterdienst und Grünpflege. Dazu kommen Objektbegehungen, die Abnahme und Übergabe von Mietflächen, die Kontrolle von Wartungsverträgen und die Überwachung gesetzlicher Prüffristen etwa für Aufzüge, Brandschutz oder Trinkwasser.

Ein zweiter Teil der Arbeit ist kaufmännisch: Mietverträge auswerten, Indexierungen und Staffelmieten umsetzen, Budgets für das Objekt aufstellen, Abweichungen erklären und dem Eigentümer regelmäßig berichten. In der Gewerbeverwaltung sind die Verträge komplexer, die Summen größer und die Reportingpflichten strenger als in der Wohnverwaltung. Wer für institutionelle Kunden arbeitet, liefert monatlich oder quartalsweise Zahlen und arbeitet eng mit Asset Management, Buchhaltung und technischem Facility Management zusammen.

Wie wird man Property Manager?

Der klassische Weg führt über die Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau, drei Jahre dual im Betrieb und in der Berufsschule. Verbreitet ist auch der Einstieg nach einem Studium der Betriebswirtschaft, Immobilienwirtschaft oder des Facility Managements. Quereinstiege sind möglich und häufig: Wer aus der Buchhaltung, dem Handwerk, der Bankenwelt oder aus einem anderen kaufmännischen Beruf kommt, kann sich über Weiterbildungen zum Immobilienfachwirt, geprüften Immobilienverwalter oder über Zertifikatskurse der Immobilienakademien qualifizieren. Berufserfahrung mit Mietrecht und Nebenkosten zählt in Bewerbungsverfahren oft mehr als der formale Abschluss.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist stark durch Fristen getaktet. Nebenkostenabrechnungen müssen innerhalb der gesetzlichen Frist heraus, Mietanpassungen rechtzeitig erklärt werden, Reportings an feste Termine. Wer viele Objekte betreut, arbeitet dauerhaft in einem hohen Volumen an E-Mails und Vorgängen; in der Branche sind Portfolios üblich, die kaum Luft für Sorgfalt lassen. Konflikte gehören zum Beruf: Mieter mit Mängeln, Eigentümer mit Kostendruck, Dienstleister mit Terminproblemen. Man ist die Stelle, an der beides zusammenläuft.

Hinzu kommt Außendienst. Objektbegehungen, Übergaben und Schadensbesichtigungen finden vor Ort statt, oft mit Fahrten über mehrere Standorte, meist mit eigenem oder Dienstwagen. Rufbereitschaft ist nicht üblich, aber Wasserschäden und Heizungsausfälle halten sich nicht an Bürozeiten. Rechtliche Grundkenntnisse im Mietrecht, WEG-Recht und in der Betriebskostenverordnung sind Pflicht und müssen laufend aktuell gehalten werden.

Aussichten

Die Nachfrage nach Property Managern ist stabil hoch, weil Immobilienbestände unabhängig von der Marktlage verwaltet werden müssen und die Branche seit Jahren Personal sucht. Die Fluktuation ist entsprechend groß, Wechsel bringen häufig Gehaltssprünge. Entwicklungswege führen zum Senior Property Manager mit eigenem Team, ins Asset Management, in die Objektbuchhaltung, in die Leitung einer Verwaltungseinheit oder in die Selbstständigkeit mit eigener Verwaltung, für die eine Erlaubnis nach der Gewerbeordnung erforderlich ist. Spezialisierungen auf Gewerbe, Einzelhandel, Logistik oder ESG-Themen und Verbrauchsdaten erhöhen den Marktwert deutlich.

Aufgaben

  • Mietverhältnisse betreuen und Mieterkorrespondenz führen
  • Nebenkosten- und Heizkostenabrechnungen erstellen und prüfen
  • Rechnungen prüfen, freigeben und Mietforderungen überwachen
  • Dienstleister und Handwerker beauftragen und kontrollieren
  • Objektbegehungen sowie Übergaben und Abnahmen von Mietflächen durchführen
  • Objektbudgets aufstellen und Abweichungen an den Eigentümer berichten
  • Wartungsverträge, Prüffristen und Versicherungsfälle verwalten
  • Mietanpassungen wie Indexierungen und Staffeln umsetzen

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung, Immobilienausbildung oder wirtschaftliches Studium
  • Kenntnisse im Mietrecht, in der Betriebskostenverordnung und im WEG-Recht
  • Sicherer Umgang mit Verwaltungssoftware und Tabellenkalkulation
  • Organisationsstärke und Belastbarkeit bei vielen parallelen Vorgängen
  • Verhandlungsgeschick und Sicherheit in Konfliktgesprächen
  • Führerschein Klasse B für Objektbesuche
  • Gutes schriftliches Deutsch, bei internationalen Kunden auch Englisch

Wo man arbeitet

  • Immobilienverwaltungen und Property-Management-Gesellschaften
  • Asset- und Investmentmanager sowie Fondsgesellschaften
  • Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften
  • Handels-, Logistik- und Industrieunternehmen mit eigenem Bestand
  • Banken, Versicherungen und Family Offices

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Immobilienkaufmann beziehungsweise zur Immobilienkauffrau mit IHK-Abschluss. Alternativ führt ein Bachelor in Immobilienwirtschaft, Betriebswirtschaft oder Facility Management in den Beruf. Quereinsteiger aus kaufmännischen Berufen qualifizieren sich über Weiterbildungen wie Immobilienfachwirt oder geprüfter Immobilienverwalter.

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