Vorarbeiter Garten- und Landschaftsbau
Vorarbeiter im Garten- und Landschaftsbau führen eine Kolonne von drei bis zehn Leuten auf der Baustelle, setzen Pläne in gebaute Gärten, Wege und Grünflächen um und arbeiten dabei selbst mit.
5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Vorarbeiter Garten- und Landschaftsbau verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.900 € | 3.200 € | 3.600 € | 38.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.200 € | 3.600 € | 4.100 € | 43.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.500 € | 4.000 € | 4.800 € | 48.000 € |
Grundlage ist meist der Rahmentarifvertrag für gewerbliche Arbeitnehmer im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, der Vorarbeiter als eigene Lohngruppe führt und regional unterschiedliche Sätze vorsieht - West deutlich über Ost. Nicht tarifgebundene Betriebe zahlen frei verhandelt, dafür wirken Überstunden in der Saison, Fahrtzeiten und Leistungsprämien oft stärker auf das Jahreseinkommen als der Grundlohn.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Vorarbeiter im Garten- und Landschaftsbau?
Der Vorarbeiter ist auf der Baustelle die erste Führungsebene über den Facharbeitern und Helfern. Morgens lädt er den Lkw oder Anhänger, prüft, ob Pflastersteine, Randsteine, Substrat, Pflanzen und Geräte vollständig sind, und fährt mit der Kolonne zur Baustelle. Dort verteilt er die Arbeit, schnürt Fluchten ab, nimmt Höhen mit Rotationslaser oder Nivelliergerät auf und kontrolliert Gefälle und Fugenbild. Er bedient Minibagger, Rüttelplatte und Radlader, verlegt selbst Pflaster, baut Mauern und Treppen, setzt Entwässerungsrinnen, pflanzt Bäume und legt Rasenflächen an.
Dazu kommt der Papierteil: Bautagebuch führen, Stunden und Materialverbrauch aufschreiben, Aufmaß nehmen, Nachträge melden, mit dem Bauleiter telefonieren und dem Kunden erklären, warum die Terrasse zwei Zentimeter Gefälle braucht. Er weist neue Mitarbeiter und Auszubildende ein, achtet auf Arbeitssicherheit und darauf, dass der Trupp am Ende des Tages die Baustelle sauber und verkehrssicher hinterlässt.
Wie wird man Vorarbeiter im Garten- und Landschaftsbau?
Am Anfang steht die dreijährige Ausbildung zum Landschaftsgärtner. Danach folgen in der Regel mehrere Jahre auf der Baustelle, in denen sich zeigt, wer eine Kolonne führen kann. Viele Betriebe befördern intern, oft ohne formale Zusatzqualifikation. Wer den Weg absichern will, besucht einen Vorarbeiterlehrgang bei einer Landwirtschaftskammer oder einem Bildungszentrum des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau; das sind meist mehrere Wochen in Blockform mit Themen wie Baustellenorganisation, Kalkulation, Vermessung, Mitarbeiterführung und Recht. Führerschein Klasse BE ist praktisch Pflicht, C1E und Baumaschinenscheine sind ein deutlicher Vorteil. Quereinsteiger aus dem Straßen- oder Tiefbau finden ohne Gärtnerausbildung Anschluss, wenn sie Pflaster- und Erdbau beherrschen; die Pflanzenkenntnis muss dann nachgeholt werden.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich schwer und findet fast vollständig draußen statt, bei Hitze, Regen und Frost. Steine heben, Erde schaufeln, knien beim Pflastern - Knie, Rücken und Schultern nehmen das über die Jahre übel. In der Hauptsaison von März bis November sind zehn Stunden am Tag normal, dazu Anfahrtszeiten; im Winter wird kurzgearbeitet, gerodet oder Winterdienst gefahren. Der Vorarbeiter trägt zusätzlich Verantwortung für Termine, Materialverbrauch und die Stimmung im Trupp, oft ohne die Befugnisse einer echten Führungsposition. Wer nicht deutlich sagen kann, was zu tun ist, und wer Konflikte im Team scheut, tut sich in dieser Rolle schwer. Genauigkeit ist gefordert: eine falsch eingemessene Höhe kostet Tage.
Aussichten
Der Garten- und Landschaftsbau wächst seit Jahren, getragen von privaten Gärten, Ausgleichsmaßnahmen, Dachbegrünung und Regenwassermanagement in den Städten. Erfahrene Kolonnenführer sind knapp; Betriebe suchen sie häufiger als reine Facharbeiter. Von hier führen Wege zum geprüften Werkmeister oder zum Meister im Garten- und Landschaftsbau und damit in die Bauleitung, Kalkulation oder in die eigene Firma. Die Gründung eines kleinen Betriebs ist in dieser Branche vergleichsweise gut möglich, verlangt aber den Meisterbrief oder eine gleichwertige Qualifikation für die Ausbildungsberechtigung.
Aufgaben
- Kolonne von drei bis zehn Mitarbeitern auf der Baustelle einteilen und anleiten
- Höhen, Fluchten und Gefälle mit Nivelliergerät oder Rotationslaser einmessen
- Pflaster, Mauern, Treppen und Entwässerungen selbst mit einbauen
- Minibagger, Radlader, Rüttelplatte und Handmaschinen bedienen
- Bäume, Stauden und Hecken pflanzen, Rasen und Rollrasen anlegen
- Bautagebuch, Stundenzettel und Aufmaß führen, Nachträge an die Bauleitung melden
- Material und Geräte disponieren, Lkw und Anhänger beladen und sichern
- Arbeitssicherheit, Baustellenabsicherung und Einweisung neuer Mitarbeiter
Voraussetzungen
- abgeschlossene Ausbildung zum Landschaftsgärtner oder vergleichbare Baupraxis
- mehrere Jahre Berufserfahrung im Garten- und Landschaftsbau
- Führerschein Klasse BE, häufig zusätzlich C1E und Baumaschinenscheine
- körperliche Belastbarkeit, Wetterfestigkeit, Schwindelfreiheit auf Gerüst und Leiter
- Lesen und Umsetzen von Bau- und Pflanzplänen, Grundrechnen für Mengen und Massen
- Durchsetzungsvermögen und die Fähigkeit, ein Team klar anzuweisen
- Pflanzenkenntnis und Grundwissen zu Bodenaufbau und Entwässerung
Wo man arbeitet
- Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus
- Baumschulen mit eigener Bauabteilung
- Grünflächenämter und kommunale Baubetriebshöfe
- Friedhofsverwaltungen
- Sportplatz- und Golfplatzbaufirmen
- Immobilien- und Wohnungsgesellschaften mit eigenem Grünpflegetrupp
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Gärtner der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau mit Abschluss vor der Landwirtschaftskammer. Nach mehreren Jahren Baustellenpraxis folgt die Beförderung im Betrieb, oft begleitet von einem mehrwöchigen Vorarbeiterlehrgang der Kammern oder der Verbandsbildungszentren. Wer weiter will, hängt den geprüften Werkmeister oder den Meister im Garten- und Landschaftsbau an.
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Verwandte Berufe
Landschaftsgärtner
Landschaftsgärtner legen Gärten, Parks, Spielplätze und Verkehrsgrünflächen an und pflegen sie. Die Arbeit findet überwiegend im Freien statt, bei jedem Wetter und mit körperlichem Einsatz.
- Offene Stellen
- 7
- Monatsbrutto
- 2.350 – 4.600 €
Straßenbauer
Straßenbauer stellen Fahrbahnen, Gehwege, Plätze und Radwege her und halten sie instand. Sie bauen Unterbau und Tragschichten ein, pflastern, setzen Bordsteine und verarbeiten Asphalt.
- Offene Stellen
- 4
- Monatsbrutto
- 2.700 – 5.200 €
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