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Gesundheit & Pflege

Landschaftsgärtner

Landschaftsgärtner legen Gärten, Parks, Spielplätze und Verkehrsgrünflächen an und pflegen sie. Die Arbeit findet überwiegend im Freien statt, bei jedem Wetter und mit körperlichem Einsatz.

7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Landschaftsgärtner verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.350 € 2.650 € 2.950 € 31.800 €
Mit Berufserfahrung 2.700 € 3.100 € 3.500 € 37.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.200 € 3.700 € 4.600 € 44.400 €

Viele Betriebe zahlen nach dem Bundesrahmentarifvertrag für gewerbliche Arbeitnehmer im Garten- und Landschaftsbau (BRTV GaLaBau); ohne Tarifbindung liegen die Löhne meist darunter. Ausschlaggebend sind außerdem Region, Meisterbrief oder Vorarbeiterfunktion und Zuschläge aus Überstunden und Winterdienst.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Landschaftsgärtner?

Landschaftsgärtner bauen Außenanlagen. Sie heben Baugruben und Gräben aus, verlegen Drainagen und Bewässerungsleitungen, setzen Randsteine, pflastern Wege und Terrassen, bauen Trockenmauern, Treppen und Zäune. Sie bereiten Böden vor, bringen Substrat auf, pflanzen Bäume, Sträucher, Stauden und legen Rasen an, gesät oder als Fertigrasen. Ein zweiter, oft ebenso großer Teil der Arbeit ist die Pflege: Hecken schneiden, Bäume auslichten, Mähen, Unkraut entfernen, Düngen, Pflanzenschutz, Laub- und Winterdienst.

Dazu gehört der Umgang mit Maschinen. Minibagger, Rüttelplatte, Radlader, Motorsäge, Freischneider, Häcksler und Aufsitzmäher sind normales Werkzeug. Wer auf einer Baustelle arbeitet, liest Ausführungspläne, nimmt Höhen und Fluchten mit Nivelliergerät oder Laser ab und dokumentiert Aufmaße. In kleineren Betrieben kommt der Kontakt mit Privatkunden hinzu, in größeren die Arbeit im Kolonnenverbund an öffentlichen Aufträgen.

Wie wird man Landschaftsgärtner?

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Gärtner in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Formal ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, die meisten Betriebe erwarten einen Hauptschul- oder Realschulabschluss. Ausgebildet wird im Betrieb, in der Berufsschule und in überbetrieblichen Lehrgängen, etwa für Maschinenführung und Pflanzenkenntnis. Die Ausbildung endet mit der Gesellenprüfung vor der Landwirtschaftskammer.

Quereinstieg ist möglich und in der Branche verbreitet. Wer aus dem Bau, der Land- oder Forstwirtschaft kommt, findet als angelernte Kraft Arbeit, bleibt ohne Abschluss aber in der Bezahlung und bei Aufstiegen im Nachteil. Eine Umschulung über die Arbeitsagentur ist gängig. Wer Verantwortung übernehmen will, macht danach den Meister oder besucht eine Fachschule für Gartenbautechnik.

Was der Beruf verlangt

Die Belastung ist körperlich hoch. Pflastersteine, Substratsäcke und Wurzelballen wollen getragen werden, viel Arbeit findet in Hocke, Kniebeuge oder gebückt statt. Knie, Rücken und Schultern verschleißen. Gearbeitet wird bei Hitze, Regen und Frost, meist ab dem frühen Morgen. In der Hauptsaison von März bis November fallen Überstunden an, im Winter ist die Auslastung geringer, in einigen Betrieben gibt es Kurzarbeit oder saisonale Freistellung. Der Winterdienst bringt Bereitschaftszeiten mit Einsätzen nachts und am Wochenende.

Hinzu kommen Lärm und Vibration durch Maschinen, Umgang mit Pflanzenschutzmitteln, Zecken und Insektenstiche. Wer als Kolonnenmitglied arbeitet, ist täglich unterwegs, die Anfahrt zur Baustelle zählt oft nicht als Arbeitszeit. Verlangt werden Sorgfalt beim Maßnehmen, ein Auge für Pflanzen und die Bereitschaft, im Team zuzupacken.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil bis gut. Kommunen investieren in Grünflächen, Regenwassermanagement und Stadtbäume, private Auftraggeber in Gärten und Terrassen. Viele Betriebe finden seit Jahren nicht genug Fachkräfte, gute Gesellen werden gehalten. Wechselmöglichkeiten bestehen zwischen Privatbetrieben, kommunalen Grünflächenämtern, Friedhofsverwaltungen, Baumpflegefirmen und Golfplätzen.

Entwicklungswege führen über Vorarbeiter und Kolonnenführer zum Meister, zum geprüften Baumpfleger, zum Techniker oder in ein Studium der Landschaftsarchitektur oder des Gartenbaus. Der Schritt in die Selbständigkeit ist mit Meisterbrief üblich, erfordert aber Kapital für Maschinen und Fahrzeuge.

Aufgaben

  • Baugruben, Gräben und Fundamente ausheben
  • Wege, Terrassen und Mauern pflastern und setzen
  • Bäume, Sträucher, Stauden und Rasen pflanzen und ansäen
  • Hecken und Bäume schneiden, Grünflächen mähen und düngen
  • Bewässerungs- und Drainageleitungen verlegen
  • Minibagger, Radlader und Motorgeräte führen und warten
  • Höhen und Fluchten nach Plan abstecken, Aufmaße dokumentieren
  • Winterdienst und Laubbeseitigung übernehmen

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Ausbildung als Gärtner, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, oder gleichwertige Praxis
  • körperliche Belastbarkeit, Wetterfestigkeit, Schwindelfreiheit bei Arbeiten auf Leitern und Gerüsten
  • Führerschein Klasse B, häufig BE oder C1E für Anhänger und Transporter
  • Pflanzen- und Bodenkenntnis, räumliches Vorstellungsvermögen, Umgang mit Maßband und Nivelliergerät
  • technisches Verständnis für Baumaschinen und Motorgeräte
  • Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit bei frühem Arbeitsbeginn
  • Sachkundenachweis Pflanzenschutz und Motorsägenschein für bestimmte Einsätze

Wo man arbeitet

  • Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus
  • kommunale Grünflächen- und Friedhofsämter
  • Baumpflege- und Baumsanierungsunternehmen
  • Golf- und Sportplatzpflege
  • Wohnungsbaugesellschaften und Facility-Dienstleister
  • Baumschulen und Gartencenter mit Bauabteilung

Der Weg in den Beruf

Der Weg führt in der Regel über die dreijährige duale Ausbildung zum Gärtner in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, mit Berufsschule, überbetrieblichen Lehrgängen und Gesellenprüfung. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben, üblich sind Hauptschul- oder Realschulabschluss. Anschließend sind Meisterprüfung, Weiterbildung zum geprüften Baumpfleger oder eine Fachschule für Gartenbautechnik möglich.

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