Tourenbetreuer
Tourenbetreuer begleiten Reisegruppen auf Bus-, Rad-, Wander- oder Studienreisen, organisieren den Ablauf vor Ort und sind während der Reise erste Ansprechperson für alle Fragen und Probleme.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Tourenbetreuer verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.100 € | 2.400 € | 2.800 € | 28.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.500 € | 2.900 € | 3.400 € | 34.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.000 € | 3.500 € | 4.300 € | 42.000 € |
Einen verbreiteten Tarifvertrag gibt es nicht; viele Tourenbetreuer arbeiten freiberuflich mit Tagessätzen und nur während der Saison, sodass das Jahreseinkommen deutlich unter dem rechnerischen Monatswert liegen kann. Entscheidend sind Festanstellung oder Honorarbasis, Größe des Veranstalters, Reiseart und Sprachkenntnisse, Trinkgelder kommen teils hinzu.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Tourenbetreuer?
Tourenbetreuer begleiten Gruppen über mehrere Tage oder Wochen auf organisierten Reisen. Morgens prüfen sie, ob Bus, Fahrräder oder Gepäcktransport bereitstehen, zählen die Teilnehmenden durch und erklären den Tagesablauf. Unterwegs halten sie Kontakt zu Hotels, Restaurants, Busunternehmen und örtlichen Gästeführern, bestätigen Reservierungen und klären Änderungen. Bei Rad- und Wandertouren fahren oder gehen sie oft selbst mit, kennen die Strecke, reparieren einen platten Reifen oder suchen eine Ausweichroute bei Sperrungen. Je nach Reiseart erzählen sie auch etwas über Land, Geschichte und Kultur, wobei für Stadtführungen häufig lizenzierte örtliche Führer zuständig sind. Ein großer Teil der Arbeit besteht darin, Probleme zu lösen: ein verlorener Pass, ein überbuchtes Hotel, ein Gast mit Kreislaufbeschwerden, Streit in der Gruppe. Abends folgen Abrechnungen, Reiseberichte an den Veranstalter und die Vorbereitung des nächsten Tages.
Wie wird man Tourenbetreuer?
Eine geregelte Ausbildung gibt es nicht. Viele kommen über eine Ausbildung als Tourismuskaufmann oder ein Studium im Tourismusmanagement, andere als Quereinsteiger aus Gastronomie, Pädagogik, Sport oder mit einem geisteswissenschaftlichen Hintergrund. Reiseveranstalter bieten meist eigene Schulungen von einigen Tagen bis wenigen Wochen an, in denen Abläufe, Reiserecht, Notfallverhalten und die Touren selbst vermittelt werden. Für Rad- und Wanderreisen werden Erste-Hilfe-Kenntnisse, gute Kondition und oft ein Führerschein für Begleitfahrzeuge verlangt, bei Auslandsreisen sichere Fremdsprachenkenntnisse. Zertifikate von Verbänden wie dem Verband der Studienreiseleiter oder Trainerlizenzen im Wander- und Radbereich verbessern die Chancen.
Was der Beruf verlangt
Der Beruf bedeutet lange Abwesenheit von zu Hause. In der Saison sind Tourenbetreuer oft wochenlang am Stück unterwegs, ein fester Feierabend existiert kaum, denn auch nachts oder am freien Nachmittag kann ein Gast Hilfe brauchen. Arbeitstage von zwölf Stunden sind üblich. Die Arbeit ist stark saisonal: Viele haben nur von Frühjahr bis Herbst Einkommen und arbeiten freiberuflich auf Honorarbasis ohne Lohnfortzahlung oder Absicherung im Winter. Das macht Familienleben und Planung schwierig. Gefragt sind Geduld, Belastbarkeit und ein ruhiger Umgang mit fordernden oder unzufriedenen Gästen, dazu Organisationstalent und die Fähigkeit, allein Entscheidungen zu treffen. Bei aktiven Reisen kommen körperliche Belastung, Hitze, Regen und Höhenmeter hinzu.
Aussichten
Die Nachfrage nach geführten Gruppenreisen ist stabil, besonders im Bereich Rad-, Wander- und Erlebnisreisen für ältere Reisende. Veranstalter suchen jede Saison Personal, feste ganzjährige Stellen sind aber selten. Krisen wie die Corona-Pandemie haben gezeigt, wie schnell die Aufträge wegbrechen können. Wer Erfahrung sammelt, kann sich auf bestimmte Länder oder Reisearten spezialisieren, Touren für Veranstalter mitentwickeln oder in die Produktplanung, Einsatzplanung oder Teamleitung der Reiseleitung wechseln. Andere machen sich mit eigenen Touren selbstständig oder wechseln in die Hotellerie oder das Veranstaltungsmanagement.
Aufgaben
- Teilnehmende begrüßen, Tagesablauf erklären und Gruppe zusammenhalten
- Hotels, Restaurants, Busunternehmen und Gepäcktransport koordinieren
- Reservierungen bestätigen und kurzfristige Änderungen organisieren
- Rad- oder Wandergruppen auf der Strecke führen und kleine Reparaturen erledigen
- Informationen zu Land, Kultur und Sehenswürdigkeiten geben
- Bei Krankheit, Unfällen oder verlorenen Dokumenten helfen
- Reisekasse abrechnen und Berichte an den Veranstalter schreiben
Voraussetzungen
- Erfahrung im Tourismus, in der Gastronomie oder mit Gruppen, eine Tourismusausbildung ist hilfreich
- Sichere Fremdsprachenkenntnisse, meist Englisch und eine weitere Sprache
- Erste-Hilfe-Nachweis, bei Aktivreisen oft aufgefrischt und erweitert
- Gute Kondition bei Rad- und Wanderreisen
- Führerschein Klasse B, teils für Begleitfahrzeuge mit Anhänger
- Belastbarkeit, Geduld und Organisationsgeschick
- Bereitschaft, wochenlang unterwegs zu sein
Wo man arbeitet
- Reiseveranstalter für Gruppen- und Studienreisen
- Anbieter von Rad- und Wanderreisen
- Busreiseunternehmen
- Kreuzfahrtgesellschaften
- Jugend- und Klassenfahrtenveranstalter
- Selbstständig auf Honorarbasis
Der Weg in den Beruf
Ein fester Ausbildungsweg existiert nicht. Häufig ist eine dreijährige Ausbildung zum Tourismuskaufmann oder ein Tourismusstudium, möglich ist aber auch der Quereinstieg mit einer mehrtägigen bis mehrwöchigen Schulung beim Reiseveranstalter.
Offene Stellen als Tourenbetreuer
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Tourismuskaufmann
Tourismuskaufleute beraten Kundinnen und Kunden zu Reisen, buchen Flüge, Hotels und Pauschalangebote und wickeln die Vorgänge kaufmännisch ab. Sie arbeiten in Reisebüros, bei Reiseveranstaltern, Fluggesellschaften oder im Geschäftsreisemanagement.
- Offene Stellen
- 10
- Monatsbrutto
- 2.100 – 4.600 €
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