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Gastronomie & Tourismus

Tourismuskaufmann

Tourismuskaufleute beraten Kundinnen und Kunden zu Reisen, buchen Flüge, Hotels und Pauschalangebote und wickeln die Vorgänge kaufmännisch ab. Sie arbeiten in Reisebüros, bei Reiseveranstaltern, Fluggesellschaften oder im Geschäftsreisemanagement.

10 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Tourismuskaufmann verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.400 € 2.800 € 28.800 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.900 € 3.400 € 34.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.000 € 3.600 € 4.600 € 43.200 €

Große Ketten und Konzerne zahlen nach dem Gehaltstarifvertrag für das private Reisebürogewerbe oder nach Haustarif, kleine inhabergeführte Reisebüros liegen häufig darunter. Deutlich mehr ist im Geschäftsreisemanagement, bei Airlines und im Produktmanagement großer Veranstalter möglich, dazu kommen in der Vermittlung teils Provisionen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Tourismuskaufmann?

Der Alltag hängt stark davon ab, ob man im Reisebüro, beim Veranstalter oder in einer Firmenreisestelle sitzt. Im Reisebüro steht die Beratung im Vordergrund: Kundenwünsche aufnehmen, passende Angebote in Buchungssystemen wie Amadeus, Sabre oder Bistro suchen, Preise und Verfügbarkeiten prüfen, Angebote schriftlich erstellen und nachfassen. Dazu kommt die Abwicklung: Buchungen erfassen, Reiseunterlagen ausstellen, Zahlungen überwachen, Stornierungen und Umbuchungen bearbeiten, Reklamationen nach Reiseende prüfen und mit dem Veranstalter klären.

Bei Reiseveranstaltern verschiebt sich die Arbeit in Richtung Produkt und Einkauf: Hotelkontingente verhandeln, Kalkulationen erstellen, Kataloge und Websitetexte pflegen, Leistungsträger im Zielgebiet betreuen. Im Geschäftsreisemanagement geht es um Reiserichtlinien von Unternehmen, um kurzfristige Umbuchungen und um Kostenkontrolle. Überall gehört Verwaltung dazu: Provisionen abrechnen, Reklamationsfälle dokumentieren, Statistiken führen.

Wie wird man Tourismuskaufmann?

Üblich ist die duale Ausbildung zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit oder, näher an der Reisevermittlung, zur Kauffrau für Büromanagement mit touristischem Schwerpunkt beziehungsweise die dreijährige Ausbildung zum Tourismuskaufmann Privat- und Geschäftsreisen. Betriebe stellen meist Bewerber mit mittlerem Abschluss oder Abitur ein. Alternativ führt ein Studium in Tourismusmanagement oder Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Tourismus in den Beruf, oft in Richtung Produktmanagement oder Vertrieb.

Quereinstiege gibt es, vor allem aus dem Hotelfach, aus dem Einzelhandel oder aus dem Servicebereich von Fluggesellschaften. Entscheidend ist dann, dass man sich in die Buchungssysteme einarbeitet; viele Ketten und Kooperationen bieten dafür eigene Schulungen an.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf gilt als attraktiv und wird entsprechend mäßig bezahlt. Wer Reisen liebt, sollte wissen, dass der Job vor allem aus Bildschirmarbeit, Telefonaten und Detailprüfung besteht. Ein falsches Geburtsdatum in einer Flugbuchung oder ein übersehenes Visumserfordernis kostet Geld und Nerven. Genauigkeit zählt mehr als Reisebegeisterung.

Die Arbeitszeiten liegen im Reisebüro in den Öffnungszeiten, Samstagsdienste sind verbreitet. In Servicecentern und bei Airlines kommen Schichten hinzu. Die Buchungssaison im Winter und Frühjahr ist dicht, in Krisenlagen – Streiks, Naturereignisse, Insolvenzen von Veranstaltern – wird es hektisch, weil dann viele Kunden gleichzeitig Antworten brauchen. Preisdruck durch Onlineportale ist spürbar, die Beratung muss den höheren Preis rechtfertigen. Belastend ist außerdem der Umgang mit unzufriedenen Kunden, deren Ärger im Zielgebiet entstanden ist, aber am Tresen landet.

Aussichten

Die Zahl der klassischen Reisebüros ist über Jahre zurückgegangen, die verbliebenen Betriebe suchen jedoch Personal, weil in der Pandemie viele Fachkräfte die Branche verlassen haben. Stabiler ist der Bereich Geschäftsreisen und Firmenkundenbetreuung, ebenso das Produktmanagement bei Veranstaltern. Entwicklungswege führen über die Filialleitung, die Spezialisierung auf Kreuzfahrten, Fernreisen oder Gruppenreisen bis zum Weiterbildungsabschluss als Tourismusfachwirt. Wer Sprachen und Vertriebsgeschick mitbringt, kann auch in Hotelketten, bei Airlines oder in der Destinationsvermarktung unterkommen.

Aufgaben

  • Kundinnen und Kunden zu Reisezielen, Terminen und Preisen beraten
  • Flüge, Hotels, Mietwagen und Pauschalreisen in Buchungssystemen reservieren
  • Angebote kalkulieren und schriftlich erstellen
  • Reiseunterlagen ausstellen, Zahlungen und Fristen überwachen
  • Umbuchungen, Stornierungen und Reklamationen bearbeiten
  • Visa-, Einreise- und Gesundheitsbestimmungen prüfen
  • Leistungsträger und Veranstalter kontaktieren und Kontingente abstimmen
  • Provisionen abrechnen und Vorgänge dokumentieren

Voraussetzungen

  • abgeschlossene kaufmännische Ausbildung im Tourismus oder vergleichbare Qualifikation
  • sicherer Umgang mit Buchungs- und Reservierungssystemen
  • gutes Englisch, weitere Fremdsprachen von Vorteil
  • Sorgfalt bei Daten, Terminen und Formalitäten
  • Geduld und Freundlichkeit auch bei Beschwerden
  • Bereitschaft zu Samstagsdiensten
  • geografische Grundkenntnisse und Interesse an Zielgebieten

Wo man arbeitet

  • Reisebüros und Reisebüroketten
  • Reiseveranstalter
  • Geschäftsreisestellen von Unternehmen
  • Fluggesellschaften und Reedereien
  • Servicecenter und Onlineportale
  • Tourismusverbände und Destinationsagenturen

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg ist eine dreijährige duale Ausbildung, meist zum Tourismuskaufmann für Privat- und Geschäftsreisen oder zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit, mit Abschluss vor der IHK. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung auf zweieinhalb Jahre möglich. Alternativ führt ein Bachelorstudium im Tourismusmanagement in den Beruf, häufig mit Einstieg im Produktmanagement oder Vertrieb.

Offene Stellen als Tourismuskaufmann

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Hotelfachleute

Hotelfachleute betreuen Gäste vom Empfang bis zur Abreise, arbeiten im Service, an der Rezeption, im Housekeeping und in der Verwaltung. Der Beruf verbindet Gastgeberrolle mit kaufmännischen Aufgaben und läuft überwiegend im Schichtdienst.

Offene Stellen
5
Monatsbrutto
2.100 – 4.500 €

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